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Archive for Dezember 2011

Pflanzstelle kann bleiben

Eine gute Nachricht zum Jahresende: Die Pflanzstelle, das Bürgergartenprojekt in Köln-Kalk  hat einen unbefristeten Vertrag von der Stadt Köln bekommen. Allerdings gilt dieser nur für die Hälfte des bisherigen Geländes an der Neuerburgstrasse. Damit müssen jetzt nicht, wie befürchtet, sämtliche Kisten, Hochbeetmodule und Gartengeräte an einen ungewissen neuen Ort umziehen, sondern nur von einer Platzecke auf die andere. Die Öffnungszeiten im Winter sollten Interessierte besser direkt bei den ProjektlerInnen erfragen (pflanzstelle/@/riseup.net), denn ob die auf der Homepage angegebenen Termine auch im Winter stimmen, weiß ich nicht.

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Beim Skulpturenpark in Köln-Riehl tritt der eigentliche Park (im Unterschied zum Schlosspark Stammheim) völlig in den Hintergrund. Ruhe und Erholung wird man in dieser kleinen Grünanlage eingezwängt zwischen dem Verkehrslärm von Riehler Straße, Rheinuferstraße und Zoobrücke auch kaum finden. Das hier ist eher ein Freiluftmuseum, wo in zweijährigen Abständen seit 1997 Skulpturen namhafter Künstler gezeigt werden.

„Figur 21“ von Jochen Weber mit der Zoobrücke im Hintergrund

Detailaufnahme

Für alle Schrottfans: „Reaktor“ von Dirk Skreber

Dies ist kein Schwamm, sondern eine Sandsteinskulptur: „Traut euren Augen, dort kommen sie“  von Peter Kamm

Eine der wenigen Arbeiten, die Bezug auf ihre Umgebung nimmt: „Ring around“ von Paul Wallach. Ich weiß allerdings nicht, ob dieser Kragen dem Baum auf Dauer gut bekommt.

Hier wurden einige der Skulpturen aus älteren Ausstellungen meiner Meinung nach etwas lieblos nebeneinander aufgestellt…

… aber es freut mich, daß mein persönliches Highlight, der Hohlspiegel von Anish Kapoor immer noch zu sehen ist. Leider darf man nicht mehr so nahe rangehen, daß man sehen kann, wie das Spiegelbild umschlägt.

Im Vordergrund der „Arc de Triomphe“ von Rosemarie Trockel ist auch schon länger dabei, die begehbare „GardenGallery“ von Sou Fujimoto kam dieses Jahr dazu.

Die „Garden Gallery“ aus einem anderen Blickwinkel

Mit der neuesten Ausstellung 2011 wurde ein Cafe eröffnet. Der Helikopter auf dem Dach soll für längere Zeit bleiben – „Hoher Besuch“ von Michael Sailstorfer

Der Skulpturenpark und das Cafe sind täglich ab 10.30 Uhr geöffnet, in den Sommermonaten bis 19.00 Uhr, in den Wintermonaten bis 17.00 Uhr. Die Adresse lautet: Elsa-Brandström-Str. 9, 50668 Köln

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So, das Gartenjahr ist rum, die Beete abgeerntet (und hoffentlich nicht allzusehr aufgeräumt) und man kann sehen, worin unsere Gartenpflanzen eigentlich wachsen: der Boden.

Der ist nun in vielen Gärten ein Problem. Man kauft die Pflanzen, die einem gefallen (oder die die Nachbarn auch haben) und pflanzt sie ein. Wenn sie dann mickern – tja !

Idealerweise sollte man sich, wenn man einen Garten neu bepflanzen will, viel Zeit nehmen und sich anschauen, was von Natur aus dort wächst. Es gibt natürlich einige Pflanzen, die so ziemlich überall wachsen, aber viele Wildpflanzen sind an bestimmte Bodenverhältnisse angepaßt und geben recht genau Auskunft über das, worin ihre Wurzeln stecken. Diese Pflanzen nennt man Zeigerpflanzen. Hier einige Beispiele. Eine einzige dieser Pflanzenarten muß noch nichts über den Bodenzustand aussagen, aber größere Vorkommen sind schon ein deutlicher Hinweis.

Löwenzahn, kriechender Hahnenfuß,  Giersch = schwerer, verdichteter Boden

Wiesenknöterich, Beinwell, Ackerschachtelhalm =schwerer, nasser Boden

Brennessel, Franzosenkraut, Vogelmiere, Melde = humoser, stickstoffhaltiger  Boden

kleine Wolfsmilch, Wiesensalbei, Wegwarte = kalkhaltiger (basischer) Boden

Eine schnellere Analyse bekommt man mit den Fingern und einem Set zur pH-Wert-Bestimmung hin. Man gräbt ein etwa spatentiefes Loch, holt unten eine Handvoll Boden heraus und versucht diesen zwischen den Fingern zu Würstchen zu rollen. Je länger und dünner die Würstchen werden, ohne zu reißen um so bindiger/tonhaltiger ist der Boden. Läßt er sich gar nicht rollen, hat man überwiegenden Sandboden.  Der pH-Wert bestimmt den Säuregehalt des Bodens. 7 ist neutral, 7,1 bis 14 ist basisch, 1 bis 6,9 ist sauer. Pflanzliches Leben ist nur im Bereich von 4,5 bis etwa 7,6 möglich, also von mittelmäßig sauer bis ganz schwach basisch. Für den normalen Gartenboden, in dem möglichst vieles wachsen soll, ist ein schwach saurer pH-Wert etwa zwischen 6 und 7 erwünscht.

Boden setzt sich aus mehreren Schichten zusammen. Die unterste bildet das Ausgangsgestein (z.B. Sandstein, Granit, Quarzit usw.) oder die durch Flüsse oder die Eiszeit abgelagerten Sedimente, wie Sand, Kies oder Tonschichten. Diese Gestein- oder Sedimentschichten bestimmt den pH-Wert des Bodens mit. Sie werden durch Verwitterung, Bakterien, Algen usw.  zersetzt. Darüber liegt der Unterboden. Er ist bereits recht belebt, hier findet man Regenwurmgänge und tiefer gehende Wurzeln.

Die oberste Bodenschicht ist der Mutterboden oder die Humusschicht. Sie ist voller Leben. In einer Handvoll Mutterboden finden sich mehr Lebewesen als es Menschen auf der Erde gibt. All diese Mikroorganismen, winzige Insekten, Einzeller, Pilze leben davon, die anfallende organische Masse (Laub und sonstige Pflanzenreste) zu zersetzen und zu Nährstoffen umzubauen, die wiederum die Pflanzen brauchen.

Wenn man mit dem Spaten ein ca. 80 cm tiefes Loch in den Boden gräbt, kann man die Schichten recht gut anhand ihrer Farbe unterscheiden. Ein guter Mutterboden sollte dunkelbraun sein und nach Erde duften, die tiefer liegenden Schichten richten sich nach der Farbe des Ausgangsmaterials.

Wer mit statt gegen die Natur gärtnern möchte, sollte sich bei seiner Pflanzenauswahl nach den Gegebenheiten des Bodens richten. Lehmiger, toniger Boden z.B. kann sehr gut Wasser und Nährstoffe speichern, ist tendenziell sauer bis neutral und kann in den tieferen Schichten leicht Staunässe bilden. Es dauert im Frühjahr u.U. recht lange, bis er sich erwärmt. Hier sollte man besser keine mediterranen Kräuter, oder sonstige mageren Boden und Trockenheit liebenden Gewächse einpflanzen.

Sandboden dagegen erwärmt sich schnell, trocknet leicht aus, und kann Nährstoffe nicht besonders gut halten. Er ist häufig leicht sauer (z.B. hier unser Dellbrücker Heideboden), kann über Kalkgestein aber auch schwach basisch bis neutral sein. Pflanzen, die viel Wasser brauchen, sind hier i.d.R. fehl am Platze.

Durch reichliche Kompostgaben kann man jeden Boden positiv beeinflussen. Man ernährt damit das Bodenleben, puffert zu saure oder zu basische Werte ab und erhöht die Wasserhaltekraft. Allerdings kann man einen Garten auch mit Kompost überdüngen, wenn man es übertreibt. Idealerweise sollte man auch nach dem Aufbau einer guten Humusschicht im Garten nichts pflanzen, was extrem entgegengesetzte Bedingungen braucht. Wer im lehmigen Boden unbedingt z.B. Magerwiesengewächse haben möchte, sollte besser ein Hochbeet mit viel Sand und Steinen anlegen.

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Am 17.12. ist der letzte Entbuschungstermin des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) in der Dellbrücker Heide für diese Jahr.  Es darf mal wieder geholzt werden !  Seit  über einem Jahr sind hier in der Monaten von November bis Februar Ehrenamtliche des BUND mit Motorsäge und Astschere unterwegs, um dafür zu sorgen, daß die Heide Heide bleibt und nicht zum Wald wird.

Ein häufiger Baum  hier ist die späte Traubenkirsche (Prunus serotina), ein aus Amerika eingeführtes Ziergehölz, was leider wie so viele andere in die freie Wildbahn entkommen ist und sich prächtig verbreitet.

Die Traubenkirsche wächst als Pionierbaum auf den sensiblen Heide-oder wie auf dem Foto- Trockenrasenflächen und verdrängt dadurch die gefährdeten Wildstauden wie z.B. die Rosenmalve. Der Baum wird vor allem dadurch lästig, daß er nach dem Absägen aus den Wurzeln wieder austreibt, sogenannten Stockausschlag bildet.

Leider ist die Ziegenherde dieses Jahr mit dem Abfressen des Stockausschlags nicht fertig geworden, so daß auch hier von Hand nachgearbeitet werden muß.

Wer Lust dazu hat, bei diesen Arbeiten mitzuhelfen: es wird sich am Samstag, den 17.12. um 10 Uhr morgens an der S-Bahnhaltestelle Dellbrück getroffen.  Weitere Infos gibt´s hier: Dellbrücker Heide

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Es gibt doch noch Pilze

Ich hatte schon gedacht, das nach der Austernpilzkultur im Beutel auch die an den Holzstämmen im Garten gescheitert ist.  Nach dem Regen der letzten Tage sprießt es jetzt wieder:

Zugegeben, die riesigen Mengen sind es nicht. Aber für einmal Rührei mit Pilzen dürfte es noch reichen.

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Barbarazweige

Der 4. Dezember ist im katholischen Heiligenkalender der Barbara gewidmet, der Schutzpatronin der Bergleute, Zimmerleute, Metzger und noch einiger anderer Berufsgruppen.  Ihr zu Ehren schneidet man heute die sogenannten Barbarazweige, meist Kirschenzweige, die dann auf Grund eines Wunders zu Weihnachten blühen sollen.

Mit einem Wunder haben zu Weihnachten blühende Kirschenzweige allerdings nichts zu tun. Anfang Dezember hat es in der Regel schon erste Nachtfröste gegeben. Durch diese Minusgrade werden im Frühjahr blühende Gehölze auf „Jetzt blühen wenn wärmer“ konditioniert. Das funktioniert mit Kirschblüten, Apfelblüten, Forsythie, Blutpflaume, Kornelkirsche, Quitte, Mandel, Pfirsich und etlichen anderen, die normalerweise bis spätestens Mitte April blühen würden.

Man schneidet die Zweige, an denen sich sichtbare Knospen befinden sollten, schräg an und stellt sie in eine Vase. Nach meiner Erfahrung sollten sie erst 1-2 Tage im kühleren Treppenhaus oder Schlafzimmer verbringen, bevor man sie ins Wohnzimmer holt. Aus der Anzahl  der bis Weihnachten aufgeblühten Knospen kan man allerlei herausorakeln: Wieviel Jahre noch bis zur Hochzeit, wieviel Glück im neuen Jahr usw.

Falls es nun bis zum 4. Dezember noch keinen Frost gegeben haben sollten (was z.B. dieses Jahr für die Kölner Innenstadt gilt), kann man dem Orakel ein wenig auf die Sprünge helfen, indem man die Zweige für einen Tag ins Eisfach packt. Durch diesen Kältereiz wird die Blüte angetrieben. Ähnlich verfährt man übrigens mit den blühenden Narzissen, Hyazinthen und anderen Zwiebelblumen, die es bereits kurz nach Silvester in den Blumenläden gibt.

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