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Posts Tagged ‘Apfel’

Frühherbstliches

Kaum zu glauben: am Montag hatten wir noch 33 Grad und Badewetter,  pünktlich zum Septemberbeginn sackt das Thermometer um 15 Grad ab und es regnet.

Immerhin ein paar Regenpausen ließen Zeit für einige Frühherbstimpressionen. Das vor zwei Jahren gepflanzte Apfelbäumchen „Alkmene“ hat viele kleine Äpfelchen angesetzt.

alkmene

Die Weintrauben sind reif und wie immer köstlich.

traubeundrose

Merkwürdigerweise trägt dieses Jahr nur die rote „Sweety“, die weiße „Himrod“ legt eine Pause ein. Schnittfehler ? Jedenfalls reicht das nicht zum Saft pressen, die Trauben bekommen wir auch so aufgefuttert.

Die Kartoffelernte fällt passabel aus, die frühen „Duke of York“ sind schon raus, die „Linda“ darf noch ein wenig drin bleiben, bis das Kraut vertrocknet ist.

Die Tomaten tarnen sich: „Green Zebra“ ist in den Flieder geklettert und nur mit Mühe zu entdecken.

suchbild

Eine besonders schöne Blütenkombination für den Frühherbst ist die Schattenaster (Aster divaricatus) mit der winterharten Fuchsie (Fuchsia magellanica).

fuchsie

Wobei das „winterhart“ bei der Fuchsie in Anführungszeichen gesetzt werden muß. Ohne Winterschutz friert sie bis auf den Boden runter, treibt aber im Frühjahr brav wieder aus. Mit Winterschutz kann sie zu einem 2 Meter hohen Strauch werden.

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Rose hört auf Drohung !

Viele Leute sprechen mit ihren Pflanzen. Ich nehme mal an, daß sie ihnen gut zureden, oder ihnen vielleicht erzählen, was sie gerade mit ihnen machen (gießen, düngen, schneiden…), ich weiß es nicht. Derart tiefsinnige Unterhaltungen führe ich mit meinen Katzen, obwohl die weder gedüngt noch geschnitten werden, und auch vom Wasser nur mäßig begeistert sind.

Im letzten Winter hatte ich der Kletterrose „Mermaid“ mit Radikalentfernung gedroht, wenn sie nicht endlich statt immer nur Stacheln auch mal eine nennenswerte Menge Blüten produziert. Und siehe da: es hat funktioniert.

mermaidDie Mermaid ist im Unterschied zu den meisten alten Rosen ein Dauerblüher, sie blüht (hoffentlich) den ganzen Sommer über. Knospen sind jedenfalls reichlich dran.

Nach diesem Erfolg hab ich als nächstes  der  „Gloire de Jardin“ die Rodung angekündigt, falls sie sich nicht entscheidet, ob sie nun eine Strauch- oder eine Kletterrose sein will. Für eine Strauchrose fällt sie zu sehr auseinander und muß ständig angebunden werden, für eine Kletterrose ist sie zu buschig.

gloiredejardin

Von dem Zaun da kommt sie jedenfalls weg.

Und mit dem Apfelbäumchen „Rote Sternrenette“ sollte ich auch mal ein ernstes Wort reden. Der weigert sich konsequent zu blühen, geschweige denn zu fruchten. Obwohl der Fehler wohl eher bei mir liegt. Daß diese Apfelsorte eher feuchten, tiefgründigen Boden braucht, hatte ich erst recherchiert, als der Baum schon stand.

Egal. Vielleicht sollte der Apfel in den Biogarten umziehen. Die haben jedenfalls feuchten Boden. Und vielleicht spricht da ja auch jemand freundlich mit den Pflanzen.

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Alkmene

Die Qual der Wahl: Nachdem der große alte morsche Süßkirschbaum im hinteren Gartenteil gefällt wurde, war mir klar, daß an dieser Stelle (oder zumindest möglichst nah daneben) ein weiterer Apfelbaum seinen Platz finden sollte.  Apfel, weil man niemals Steinobst (Kirsche, Pflaume, Mirabelle, Pfirsich usw…) nach Steinobst und niemals Kernobst (Apfel, Birne, Quitte) nach Kernobst pflanzen sollte. Sonst können ggf. Krankheiten übertragen werden. Darüber, ob es bei Obstbäumen ähnlich wie bei Rosen eine Bodenmüdigkeit gibt, habe ich unterschiedliche Meinungen gehört. Birnen mag ich nicht und zum Quitten einkochen bin ich ehrlich gesagt, zu faul. Also noch ein Apfelbaum.

Aber was bitte schön für einer ? Nachdem ich derart viel über rare Apfelsorten, Streuobstwiesen usw. gelesen hatte, daß mir schon der Kopf rauchte, war ich wild entschlossen, meinen Teil zum Erhalt alter, regionaler Obstsorten zu tun und mir ein weiteres dieser Schätzchen in den Garten zu holen. Einen Streuobstwiesenapfel habe ich ja schon, die Rote Sternrenette.

Da gilt es zu beachten, welcher Baum zu welchen Bodenverhältnissen paßt, welcher Apfel von welchem besonders gut bestäubt werden kann (Äpfel, wie die meisten anderen Obstbäume auch, sind nicht selbstbestäubend, sie brauchen einen zweiten Baum, vorzugsweise einer anderen Sorte, als Befruchter), ob es sich um eine regionale Züchtung handelt usw.

Schließlich bin ich bei „Alkmene“ gelandet. Das ist zwar kein Streuobstwiesenapfel, und auch keine regionale Sorte. Aber der Rest paßt: Alkmene ist als Container-Halbstamm auf schwachwüchsiger Unterlage erhältlich (so groß wie eine Streuobstwiese ist mein Garten dann doch nicht), wird u.a. von Golden Delicious befruchtet (den haben mir liebe, wenn auch etwas ahnungslose Freunde zum Einzug geschenkt) und vor allem: Alkmene verträgt sandigen Boden.

Jetzt steht das gute Stück also da, und erfüllt hoffentlich bald die hohen in ihn gesetzten Erwartungen. Ich bin gespannt, ob er noch vor der (schon vor vier Jahren gepflanzten) Sternrenette blüht. Damals hatte ich nämlich übersehen, daß a) ein Hochstamm als Wurzelware länger bis zur ersten Blüte braucht, und b) die Rote Sternrenette sowieso erst in fortgeschrittenerem Alter zu fruchten beginnt.

Pomologie – eine Wissenschaft für sich.

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Äpfel, Äpfel…

Letzten Samstag war im Naturschutzgebiet Flittarder Rheinaue große Apfelernte. Dort hat die Stadt Köln vor ca. 15 Jahren zwei Streuobstwiesen mit alten Apfel- und Birnensorten angepflanzt.

Eine zwiespältige Geschichte. Eigentlich haben Streuobstwiesen in einer Flussaue (Überschwemmungsgebiet !) nichts zu suchen. Erst recht nicht, wenn diese Aue ein Naturschutzgebiet ist. Dorthin gehören standorttypische Gehölze wie Weiden, Pappeln, Erlen, Eschen undsoweiter. Pflanzen muss man die auch nicht, wenn man die Flächen sich selbst überlässt, siedeln sie sich von selber an.

Nunja, jetzt stehen die Obstbäume da, und – typisch Stadt Köln – es wird sich nicht mehr drum gekümmert. Dabei brauchen Obstbäume regelmäßige Pflegeschnitte, wenn sie vernünftigen Ertrag bringen sollen.  Seit zwei jahren hat sich der BUND Köln zusammen mit dem Bürgerverein Stammheim-Flittard der Sache angenommen.  Denn es handelt sich hier um alte, erhaltenswerte Obstsorten, die im Supermarkt nicht zu kaufen sind.  Einmal jährlich findet ein Obstbaum-Schnittkurs statt und letzten Samstag war, wie gesagt, Apfelernte Teil eins. Jeder konnte gegen Spende Äpfel pflücken und mitnehmen.

Ich habe die Sorten „Baumanns Renette“, „Goldrenette von Blenheim“, „Brettacher Gewürzapfel“ und „Rote Sternrenette“ mitgenommen. Bis auf die Sternrenette kannte ich keine dieser Sorten. Es sind alles Lageräpfel, die sich im kühlen Keller mehrere Monate halten. Dazu muss man sie nebeneinander (!) auf Regalbretter legen, sie dürfen einander nicht berühren und müssen regelmäßig auf Druck- und Faulstellen kontrolliert werden.

Demnächst wird es wohl noch einen Erntetag geben, einige Apfelsorten wie „Kaiser Wilhelm“, „Winterrambour“, „Roter Eiserapfel“ müssen noch einige Wochen hängenbleiben.  Wer´s genau wissen will, schaut hier nach, oder kommt einfach mittwochs nachmittags zur Naturschutzstation Rheinaue, neben dem Stammheimer Schloßpark.

Gestern gab es noch mehr Äpfel für mich: Von Kunden denen ich die Apfelbäume geschnitten hatte, und die vor lauter Obst nicht mehr geradeaus gucken konnten. Für mich sahen die Äpfel nach „Cox Orange“ aus, es soll aber eine andere Sorte sein. Name leider unbekannt. Egal. sie schmecken gut und sind gleichfalls in den Keller gewandert.

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Apfelernte um 100% steigern…

😉 …ist zugegebenermaßen nicht besonders schwer, wenn es sich bei dem Apfelbaum um ein Bäumchen handelt, was ich vor zwei Jahren geschenkt bekommen und eingepflanzt habe. Es handelt sich um einen Halbstamm, Golden Delicious, als Topfware.  Im ersten Jahr 2010 gab es drei Äpfel, diese Jahr glatte sechs.

Ich hätte mir keinen Golden Delicious ausgesucht, diese Apfelsorte bekommt man ja überall im Supermarkt. Aber er schmeckt ganz lecker. Der zweite Apfelbaum, den ich mir selber gekauft habe, ist eine Rote Sternrenette als Hochstamm. Den hatte ich auch 2009 gepflanzt, war aber wurzelnackt und trägt wahrscheinlich deshalb noch keine Früchte. Rote Sternrenette ist eine seltenere Sorte, soll sehr gut schmecken und v.a. an Sandboden angepaßt sein.  Ich bin gespannt, wann an diesem Baum die ersten Äpfel hängen.

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