Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for Oktober 2015

Eßbar ?

Brombeere und Himbeere kennt jeder, und dass Vogelbeeren giftig sind, weiß auch jedes Kind. Richtig ? Nein.

Vogelbeeren, oder korrekt, die Früchte der Eberesche (Sorbus aucuparia) sind nicht giftig. Sie schmecken nur derart scheußlich bitter, daß sie niemand ein zweites Mal probieren möchte. Es gibt eine Ebereschensorte (S. aucuparia „Edulis“), der man die Bitterstoffe weggezüchtet hat, und aus deren Früchten man Saft oder Marmelade kochen kann.

Auch die Eiben“beeren“, die strenggenommen keine Beeren, sondern ein fleischiger Samenmantel sind, sind erstaunlicherweise nicht giftig. Alles andere an der Eibe (Taxus baccata), die Samen und die Nadeln, sind allerdings hochgiftig. Von daher besser nicht essen, da man dabei womöglich einen der giftigen Samen verschluckt.

Das heißt aber nicht, daß Wildfrüchte nicht auch giftig sein können. Einige weniger bekannte Arten, die man jetzt im Herbst finden kann, möchte ich hier vorstellen.

Dekorativ, aber sehr giftig sind die Früchte des Pfaffenhütchens (Euonymus fortunei). In einem Garten, in dem Kinder spielen, sollte man es nicht anpflanzen.

pfaffenhütchen

Ebenfalls giftig sind Ligusterbeeren.

liguster

Dort, wo Liguster (Ligustrum vulgare oder L. ovalifolium) als scharf geschnittene Vorgartenhecke wächst, wird er kaum blühen und fruchten. Die Blüten duften und sehen wie weiße Miniatur-Fliederdolden aus.

Die Beeren der Stechpalme oder des Ilex (Ilex aquifolium) sind ebenfalls giftig.

ilexEdit 30.10.:

Zwei hab ich noch gefunden, die Früchte des gemeinen Schneeballstrauchs (Viburnum opulus), der Wildformform des gefüllten Gartenschneeballs, die sind auch zumindest unbekömmlich.

vibop

Die Blüte ist beim gemeinen Schneeball nicht ball- sondern tellerförmig:

wilderschneeballblüte

Und die Schneebeere (Symphoricarpus albus), bei Kindern auch als Knallerbsenstrauch bekannt.

schneebeereist ebenfalls schwach giftig.

Advertisements

Read Full Post »

So, hier der versprochenen Astern-Beitrag.

Astern haben im Oktober ihren großen Auftritt. Weil sie relativ spät blühen, sind sie eine wichtige Bienenfutterpflanze, um vor dem Winter nochmal ordentlich Vorräte im Bienenstock einzulagern.

Am bekannstesten sind sicher die hochwüchsigen Rauhblattastern (Aster nova-anglia) und Glattblattastern (Aster novi-belgii). Beide werden je nach Sorte 1 m bis 1,5 m hoch, und es gibt sie in allen möglichen Farben von Weiß über diverse Rosa- und Pinktöne bis zu Dunkelviolett.

rauhuglatt2

Die weiße ist hier die Rauhblattaster, die violette die Glattblattaster.

In der Nahaufnahme kann man erkennen, daß das Laub der Rauhblattaster etwas größer ist. Daß es sich in der Tat etwas pelzig anfühlt, kann man leider nicht sehen.

rauhundglatt

Sehr ähnlich, nur viel niedriger, sehen die ebenso bekannten Kissenastern (Aster dumosus) aus. Auch sie kommen in allen Farben außer gelb vor, und auch sie brauchen einen vollsonnigen Standort.

asterdumosus

Das Gelbe im Hintergrund ist übrigens das Laub der Ballonblume (Platycodon grandiflorus)

Einige Astern blühen sehr spät, fast bis zum Frost, so z.B. die Myrtenaster (Aster ericoides) mit ihren zierlichen weißen Blüten. Leider wuchert sie stark, so daß ich diese Aster nach drei Jahren Ausbuddeln von Ausläufern aus meinem Garten verbannt habe. Ganz ist es mir nicht gelungen, wie man hier sieht:

aericoidesdetail

Stattdessen habe ich eine echte Traumpflanze entdeckt, die Waagrechte Herbstaster „Lady in Black“ (Aster lateriflorus). Die Blüten ähneln denen der Aster ericoides,

ladyinblackdetail

aber durch die violette Mitte wirkt die ganze Pflanze wie ein zartlila Schleier über dem Beet.

ladyudumosus2

Astern für den Schatten gibt es übrigens auch, nicht nur die Aster divaricatus, hier ein Detailbild der Einzelblüten.

asterdivdetail

In der Literatur habe ich für schattige Plätze außerdem noch Aster cordifolius und Aster ageratoides gefunden. Letztere soll allerdings sehr stark wuchern. Von beiden gibt es weiße und lilafarbene Sorten.

Und eine gelbblühende Aster gibt es auch: Aster linosyris.

 

 

 

Read Full Post »

Herbstblüten

Von wegen, im Oktober blüht im Garten nichts mehr. Eine meiner namenlosen (von der Pflanzentauschbörse abgestaubten) Rosen läuft zum zweiten Mal zur Hochform auf.

vorgartenblüte

Zusammen mit der weißen Herbstanemone „Honorine Jobert“ und dem blauen Storchschnabel „Rozanne“ (von denen weiß ich immerhin die Namen) macht das im Vorgarten richtig was her.

Auch die winterharten Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium) geben sich Mühe.

alpenveilchenblüte

Im Frühjahr hatte ich von einer Gartenfreundin Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) geschenkt bekommen. Ob sie  nächstes Frühjahr schon blühen, weiß ich nicht. Die Knollen waren noch sehr klein. Immerhin kann man jetzt das Laub erkennen, und sehr schön von den Blättern des Herbst-Alpenveilchens unterscheiden.

alpenveilchenblatt

Links Cyclamen coum, rechts Cyclamen hederifolium.

hortensiespät

Die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) hat erst vor einer Woche zu blühen begonnen. Das liegt wahrscheinlich daran, daß ich sie im Frühling ziemlich stark zurückgeschnitten hatte. Normalerweise blüht sie etwa ab Juli. Die Hortensie ist ohnehin mein Sorgenkind. Auf unserem Sandboden braucht sie extrem viel Wasser, das klappt nicht immer so gut und deswegen mickert sie etwas. Aber immerhin habe ich so noch einen blühenden Strauch.

Die Astern blühen natürlich auch schon, aber denen widme ich einen eigenen Eintrag.

Read Full Post »