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Archive for Juni 2013

Mein Garten bietet derzeit einen rundherum erfreulichen Anblick. In  vielen Gartenzeitungen wird ja der späte Frühling/frühe Sommer als Problemphase dargestellt – die typischen Frühjahrsblüher, Primeln, Zwiebelblumen, türkischer Mohn, Pfingstrosen, Tränendes Herz, Iris und so weiter sind durch, die typischen Hochsommerblüher (Phlox, Rosen, Sonnenhut, Sonnenbraut, Sonnenblume und was sonst noch mit Sonne- anfängt) kommt noch nicht.

Stimmt schon, im vollsonnigen Steinbeet, wo ich die meisten Iris gepflanzt habe, blüht es nur noch in einer Ecke.

blaugelb

Die kleine gelbweiße Rose am Zaun ist ein frühblühender Rambler, „Christine-Helene“, übrigens keine alte Sorte, sondern eine Züchtung, die höchstens zehn Jahre alt ist.  Die Knospen sind gelb, im Aufblühen wird sie immer weißer.  Sie soll im Unterschied zu den klassischen Ramblern eine Nachblüte bilden. In meinem Garten hat sie das bisher noch nicht getan.

Daneben in leuchtendem Gelb steht eine frühblühende Taglilie, Hemerocallis flava, und das Blaue ist eine meiner „Allzweckwaffen“, Geranium magnificum.

Im großen Halbschattenbeet blüht noch die rotviolette Iris sambucina (rechts) und der zartrosa Mohn „Carina“ (Mitte). Die geringere Sonneneinstrahlung hat die Blütezeit nach hinten verschoben.

rosablau

Nachteil: die Stauden neigen dazu, nach vorne umzukippen. Ich muß sie anbinden. Die blaue Staude links ist Veronica teucrium „Knallblau“, eine Neuanschaffung vom letzten Herbst. Das hat sich gelohnt, wie ich finde. Ein so reines Dunkelblau findet man selten. Außer beim Rittersporn, und der würde in meinem Garten nur als Schneckenfutter enden.

himmelsauge

Noch eine frühblühender Ramblerrose: „Himmelsauge“. Die hatte ich mir, ehrlich gesagt, etwas violetter vorgestellt. Egal. Zusammen mit dem zartrosa gestreiftem Geranium oxonianum „Versicolor“ macht sie sich sehr hübsch.

Im Vorgarten dominiert derweil der Kugellauch: Allium „Globemaster“ mit der fast türkisfarbenen einjährigen „Jungfer im Grünen“ alias Nigella damascena.

allium

Dieses Pflänzchen sät sich jedes Jahr von selbst wieder aus und taucht überall auf. wo es mir gefällt, lasse ich es stehen.  Der rosa Storchschnabel daneben ist mal wieder ein Geranium oxonianum, hier die Sorte „Claridge Druce“.

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Nein, ich hasse keine Hunde, nein, ich hasse keine Hunde, ich hasse keine Hunde, ooommmm…. Manchmal muss ich das wie ein Mantra vor mich hinsummen. Die Tiere können schließlich nichts für ihre schlecht erzogenen Halter. Allerdings entwickele ich mich so langsam zum Hundehalterhasser. Ignoranz und Rücksichtslosigkeit gegenüber allen und allem, was nicht Hund ist, scheint etliche Mitglieder dieser Spezies auszuzeichnen. Und damit ist nicht zwangsläufig der bodygebildete Kampfhundebesitzer mit schwerer Kindheit und/oder Migrationshintergrund gemeint.

Das können auch alternativ aussehende Zeitgenossen sein, die bei ihrem wuscheligem Lastrami die antiautoritäre Erziehung propagieren. Anleinen ? Wozu ? Das beeinträchtigt doch die Freiheit des Mitgeschöpfes Hund. Wenn selbiger auf eine Picknickgesellschaft zustürmt und mitten in die Frikadellenschüssel springt, muss die Gesellschaft eben teilen lernen. Der Hund nimmt sich nur, was er braucht und der Halter pfeift pro forma – natürlich vergeblich.  Die Frikadellen schmecken danach nicht mehr so recht…

Oder die kleine ältere Dame mit Pudelfrisur und vollschlankem Dackel. Auf dem Weg in den Park kommen beide regelmäßig an einem Vorgarten vorbei, in dem die Autorin ihrem Beruf nachgeht.

Der Dackel hat Druck auf dem Darm, schafft es nicht mehr bis in den Park und sch… mitten auf die Vorgartenwiese, über die ich gerade einen Rasenmäher schiebe. Meine Aufforderung, die Sch… einzusammeln und zu entsorgen lehnt die Dame mit Hinweis auf die von ihr gezahlte Hundesteuer ab.

Zu guter – oder vielmehr schlechterletzt mußte ich heute abend noch eine Rundmail zur Dellbrücker Heide lesen. Dort ist im Moment wieder die Wanderschäferin und ihre Herde  mit Biotoppflege beschäftigt.

Rund um die Heide stehen Schilder „Naturschutzgebiet“ und den im Naturschutzgebiet angesagten Verhaltensregeln, darunter natürlich auch „Hunde anleinen“. Die meisten Hundehalter können entweder nicht lesen oder meinen, daß die natürlichen Bedürfnisse ihres Tieres wie das Jagdverhalten Vorrang vor blöden Gesetzen haben.  So z.B. der Besitzer des frei laufenden Rottweilers, der heute ein Schaf angefallen hat. Leider konnten die Schäferin und ihre Hunde ihn (den Halter) nicht erwischen.

Nein, ich hasse keine Hunde. Aber meine Toleranzgrenze gegenüber Hundehaltern befindet sich im freien Fall.

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