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Archive for Mai 2018

Vor zwei Wochen schwirrte ständig eine Hornissenkönigin um unsere Terrasse herum. Ein beeindruckendes Insekt mit einem ebenso beeindruckenden Sound: ein derart tiefes Summen,  dass sofort alle inneren Alarmglocken angehen.

Nun habe ich prinzipiell nichts gegen Hornissen. Sie interessieren sich weder für Schnitzel noch für Pflaumenkuchen wie ihre kleinere Wespenverwandtschaft.  Hornissen fressen nur andere Insekten. Ihre Stiche tun weh, ja und die Stellen werden unschön dick. Ein Hornissenstich ist aber nicht gefährlicher als ein Wespenstich. Der alte Kinderaberglaube a la „drei Stiche töten einen Menschen und sieben Stiche töten ein Pferd“ ist genau das, ein Aberglaube.

Trotzdem möchte ich kein Hornissennest in den Balken der Terrassenüberdachung haben. Ein Imker hatte mir einmal erklärt, daß Hornissen relativ friedfertig sind, es sei denn, man steht vor ihrem Nest in der Einflugschneise herum. Ein Hornissennest auf der Terrasse hätte also bedeutet, daß wir entweder ständig vor ihrem Nest herumlungern, oder die Terrasse nicht mehr nutzen können.  Da Hornissen mittlerweile relativ selten sind und unter Artenschutz stehen, weiß ich auch nicht, ob wir das Nest so ohne weiteres hätten ausräuchern dürfen.

Was tun ? Ich habe die Hornissenkönigin ganz vorsichtig mit einem Kescher eingefangen und zum hinteren Gartenende gebracht. Da steht ein abgestorbener Kirschbaum, der sich prima für ein Eigenheim anbieten würde. Leider sah die Hornisse das anders, und kam die nächsten zwei Tage noch fünfmal zurück. Nach dem fünften Mal einfangen und zum Kirschbaum bringen blieb sie weg.

Gestern nun habe ich – dieselbe ? eine andere ? Hornissenkönigin am Kirschbaum herumknispeln gesehen. Vielleicht wird jetzt doch da ein Nest gebaut.

 

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… sind in meinem Garten kein Problem mehr. Doch, ehrlich. Und ganz ohne Chemie. Das Läuseproblem erledigt sich nämlich – im besten Sinne von „lazy Gardening“ von selbst, wenn man nur entspannt abwartet.

Ok, ich übertreibe etwas. Die Rahmenbedingungen müssen natürlich stimmen. Dafür braucht es Zeit, gute Nerven und ein gewisses Know-How.

Fangen wir mit den einzelnen Rosen an. Genau so müssen sie stehen, einzeln. Das klassische Rosenbeet sollte man schleunigst abschaffen, die (Lieblings)Rosen in 2-3 m Abstand zueinander aufpflanzen und eine möglichst abwechslungsreiche Staudenmischung dazwischen setzen. Daß der Standort möglichst sonnig, der Boden durchlässig und humos sein sollte, versteht sich von selbst.

Auch der Rest des Gartens sollte stimmen. Möglichst vielfältig und Lebensraum für Vögel und allerlei Insekten, bitteschön ! Und damit meine ich nicht nur Insekten“hotel“ und Nistkästen, sondern eine gemischte Strauchhecke, möglichst viel ungefüllt blühende Pflanzen, eine „unordentliche“ Ecke mit Steinen und Totholzstapel, undundund…

Schön ist, wenn die Nachbarn auch mitziehen und ihren Garten nicht mit der Nagelschere pflegen.

Wenn im Frühjahr die ersten Läuse auftauchen, nur die Ruhe bewahren ! Die ersten ein bis zwei Wochen sieht es nach explosionsartiger Vermehrung aus. Jetzt nicht schwach werden und zum Insektenspray greifen ! Auch pyrethumhaltige „Bio“Produkte sind Insektizide und killen alles, was sechs Beine hat.

Denn dann kommen die anderen Tierchen zum Zuge. Kohlmeisen picken die Läuse von den Rosen. Marienkäferlarven, Florfliegenlarven und Schlupfwespen erledigen den Rest. Schließlich sehen die Rosenknospen so aus, und man kann sich auf die Blüte freuen.

rosamlaus

Die dicke weißliche Laus oben auf dem Blatt ist vermutlich von einer Schlupfwespe parasitiert worden.  Die weißen Hüllen auf der Knospenoberseite sind von irgendwem ausgesogen worden. Untendrunter sind noch lebende Läuse. Die holt sich bestimmt auch noch jemand.

Die Rose ist übrigens eine Rosa spinonissima „Red Nelly“, aufgeblüht sieht sie so aus:

rosarednelly

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Am nächsten Sonntag findet wie jedes Jahr am 1 Sonntag im Mai von 11 -14 Uhr die Pflanzentauschbörse am Biogarten Thurner Hof in Köln-Dellbrück statt. Getauscht werden können Pflanzen aller Art, wobei der Schwerpunkt jahreszeitgemäß auf Gemüsejungpflanzen und Stauden liegt.

Wer nichts zum Tauschen mitbringt, kann Pflanzen gegen Spenden bekommen. Die Spenden gehen sämtlich an Zartbitter.

Beginn ist um 11 Uhr, Aufbau ab 10 Uhr.  Achtung: die Anzahl der Parkplätze ist überschaubar, wer „nur so“ oder mit wenig Pflanzen kommen möchte, sollte besser das Rad oder die Straßenbahn (Linie 18 bis Dellbrück Hauptstraße) nehmen.

 

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