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Archive for the ‘Köln’ Category

Mittwoch abend hat es im Naturschutzgebiet Dellbrücker Heide gebrannt. Ob es jetzt eine weggeworfene Kippe, ein außer Kontrolle geratener Grill oder einfach nur der Brennglaseffekt durch weggeworfene Glasflaschen war – für mich ist das ein Anlaß, über den Umgang in unserer Nachbarschaft mit diesem Areal nachzudenken.

Auf 95% der Kölner Flächen hat der Mensch Vorrang. Warum fällt es so vielen Leuten schwer zu akzeptieren, daß hier die Natur Vorrang hat ? Warum werden die Regeln, die für Naturschutzgebiete gelten, hier so konsequent ignoriert ?

Warum muß ausgerechnet im Heideteich gebadet werden ? Der Höhenfelder See liegt 500 m entfernt, das Dünnwalder Waldbad 1,5 km.

Warum muß hier Party gemacht und gegrillt werden ? Auch dazu kann man an den Höhenfelder See gehen, und daß bei diesen Temperaturen und dieser Trockenheit am besten gar nicht gegrillt wird, sollte eigentlich jedem klar sein. Warum bleibt sämtlicher Partymüll dann an Ort und Stelle liegen ?

Warum können Hundebesitzer ihre Tiere nicht anleinen, die Hundefreilaufwiese hinter dem Kalkweg ist auch nur 1 km entfernt ?

In der Dellbrücker Heide kommen etliche Tiere und Pflanzen vor, die auf der NRW- oder sogar bundesweiten Roten Liste stehen.

Tausendgüldenkraut

Durch das ständige Querfeldeinlaufen vieler Heidebesucher werden Pflanzen zerstört, durch das Baden im See wird der Laich der seltenen Kreuzkröte zerstört, durch die freilaufenden Hunde werden bodenbrütende Vögel von ihren Nestern aufgescheucht und verlassen im Wiederholungsfall ihre Brut.

Als eine derjenigen, die sich in der Biotoppflege engagiert, Führungen macht, Hinweisschilder aufstellt (die mit schöner Regelmäßigkeit übersprüht oder zerstört werden) anderer Leute Müll wegräumt, und dafür „blöde Ökotussi“ und ähnliches zu hören bekommt, muß ich das hier mal los werden.

Biotoppflege mit der Sense: Japanischer Staudenknöterich muß regelmäßig entfernt werden, da er sonst alles andere überwuchert.

Wer mehr wissen möchte, kann hier nachlesen: http://www.dellbruecker-heide.net/

oder am nächsten Heidespaziergang teilnehmen: 20.7. um 17 Uhr am Kiosk der S-Bahnhaltestelle Dellbrück.

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Angeblich soll das Herrenhaus Thurner Hof, das im Zentrum des Biogartens liegt, noch in diesm Jahr fertig werden. Angeblich sollte das Haus auch schon mal 2011, oder 2013 fertig werden. Nun ja, in einer Stadt wie Köln, wo schon der Dombau 500 Jahre gedauert hat, sind Fertigstellungstermine eher Wunschdenken als reelle Daten.

Jetzt ist noch eine Baustelle dazu gekommen. Irgendwem beim städtischen Bauamt fiel auf, daß die Einfahrt zu schmal für Feuerwehrwagen ist und verbreitert werden muß. Erstaunlicherweise haben diese Arbeiten weniger als ein Jahr gedauert und waren tatsächlich kurz vor der Pflanzentauschbörse letzten Sonntag fertig.

doppelteeinfahrt2

Links am Haus sieht man die alte Einfahrt, rechts die Verbreiterung. Für das letzte Stück reichten leider die Steine nicht mehr aus, und so soll auf dem dunklen Fleck im Vordergrund ein Schotterrasen angesät werden. Schotterrasen hält gelegentlichem Fahrzeugverkehr stand, im Untergrund ist wie der Name schon sagt, Schotter verarbeitet, obendrauf kommt eine dünne Erdschicht mit Rasensaat. Das passt hier zwar optisch überhaupt nicht, aber was solls. Hauptsache, der Vorschrift ist Genüge getan.

Leider ging das Ganze auf Kosten des Bauerngartens mit Gemüse und Stauden, der das Herz des Biogartens bildet. Die Staudenfläche wurde erheblich verkleinert.

vielkleiner

Der neue Rosenbogen ist nur begrenzt nutzbar, da direkt daneben rechts die Laterne gesetzt wurde. Gut einbetoniert. So gut, daß für eine Rose kein Erdreich mehr zur Verfügung steht.  Baustelle made in Cologne.

rosenbogen

Und am Eingang muß die ganze Hecke neu gepflanzt werden. Die Sträucher wurden nämlich auch alle rausgerissen. Manchmal kann ehrenamtliches Engagement ganz schön frustrierend sein.

baustelle

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Es blüht auf

Endlich ein warmes Wochenende, endlich wieder Lust auf Garten und endlich wieder Lust, Fotos zu machen ! Die kleinen wilden Frühjahrsblüher sind wieder da, und ich mußte verblüfft feststellen, daß fast alle Pflänzchen, die im Naturschutzgebiet Mutzbachaue wachsen, inzwischen den Weg in meinen Garten gefunden haben.

frühlingsblüher

Und Ehrenwort, ich habe nichts davon nirgendwo ausgebuddelt ! Die Buschwindröschen waren schon vor mir hier ansässig, die gelben Windröschen waren ein Geschenk, der blaue Schneestolz kam von den Nachbarn rübergeflogen, das Lungenkraut (im Hintergrund) stammt aus der Staudengärtnerei.

Wie der rosa Lerchensporn hierher gekommen ist, ist mir allerdings nach wie vor unklar.

lerchensporn

Es handelt sich hier um den gefingerten Lerchensporn (Corydalis solida), dieselbe Art, die auch am Mutzbach vorkommt. Das ist der einzige Standort dieses Pflänzchens in Köln. Möglicherweise habe ich beim Spazierengehen dort Samen mit den Schuhsohlen verschleppt ?

„Gefingerter“ Lerchensporn übrigens, weil die Hochblättchen unmittelbar unterhalb der Blüten wie eine kleine Hand aussehen. Beim ebenfalls rosafarbenen hohlen Lerchensporn (Corydalis cava) sind die Hochblättchen ganzrandig.  Beide Arten stehen auf der Roten Liste.

Und hier noch ein Suchbild:

Wer erkennt die gelben Windröschen zwischen dem Scharbockskraut ?

gelb

Tipp: die Windröschen haben fünf Blütenblätter, das Scharbockskraut hat sieben.

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Und nochmal: Eigenwerbung

Im Biogarten Thurner Hof finden – zumindest im Freien – immer noch VHS-Kurse statt. Sollte das alte Herrenhaus irgendwann mal in diesem oder dem nächsten Jahrzehnt fertig saniert sein, wird die Volkshochschule auch wieder einen Indoor-Standort in Köln-Dellbrück beziehen können.

Bis dahin beschränkt sich das Kursangebot auf – was auch sonst – Gartenkurse. Den vermutlich letzten des Jahres gebe ich: Obstbaumschnitt im Winter, am Samstag den 28.11. 15 von 11:00 – 12:30 Uhr.

Viele Bäume schneidet man am besten im Hochsommer. Es gibt aber Situationen, in denen ein Winterschnitt Sinn macht. Wer sich schlau machen möchte, meldet sich bitte hier an: Volkshochschule Köln.

Unangemeldet vorbeizukommen ist zwar prinzipiell möglich, beinhaltet aber das Risiko, daß die VHS den Kurs wegen zu weniger Teilnehmer absagt. Also bitte anmelden ! Und warm anziehen, denn es gibt zwar eine Holzhütte zum Unterstellen bei Regen, aber leider unbeheizt.

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Kölner Grünanlagen: Die Merheimer Heide

Der Name  „Merheimer Heide“ ist gleich in zweifacher Hinsicht irreführend, weder handelt es sich bei diesem Park um eine Heidefläche (die sandige Mittelterrasse ist einige Kilometer weiter östlich gelegen), noch kommt man von Merheim aus mal eben in den Park (die A3 ist im Weg).

Die Merheimer Heide ist einer der größeren Bestandteile des nur lückenhaften rechtsrheinischen Grüngürtels. Sowohl im linksrheinischen wie auch im rechtsrheinischen Köln wurden in den 1920er Jahren entlang der preußischen Militärfestungen aus dem 19. Jahrhundert Parks geplant und angelegt, die die Stadt halbkreisförmig umschließen sollten. Im Linksrheinischen kann man das auf dem Kölner Stadtplan gut erkennen. Im Rechtsrheinischen sind diese Planungen nie zu Ende geführt worden. Hier finden sich einzelne Grünanlagen und Wäldchen, die die Halbkreisform nur vage erahnen lassen

Die Merheimer Heide hat dazu noch die Einschränkung, daß das Autobahnkreuz A3/A4 mitten hinein gebaut wurde. So ist sie vermutlich Kölns lautester Park.

reitplatz2Idylle für Schwerhörige: unmittelbar links von dieser Mulde braust der Verkehr auf der A3. Ursprünglich war hier ein Teich geplant, der aber nie ausgeführt wurde.

Es gibt eine große, zentrale Wiese mit eingestreuten Baumgruppen und Einzelbäumen. Hier grillen im Sommer die Bewohner der anliegenden Stadtteile Ostheim und Kalk. Beide Stadtteile sind arm an Grünflächen, so daß die Merheimer Heide trotz des Autolärms eine wichtige Funktion als Naherholungsgebiet hat

baumgruppe

 Das hier ist eine freistehende Buche im zentralen Bereich.

buchefrei

Im Unterschied zu den Buchen in den waldigen Rändern des Parks, die sich mächtig strecken müssen um ans Licht zu kommen, bleibt sie relativ niedrig und wächst dafür weit ausladend.

buchewald

Am nördlichen Ende der Merheimer Heide, jenseits der A4, findet man etwas versteckt liegend noch eine der alten preußischen Festungen.

festung

Auf der Westseite liegen diverse Sportplätze und Kleingartenanlagen.

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Schnäppchenmarkt

Am Sonntag letzter Woche war der erste Gartenmarkt am Kölner Tanzbrunnen in diesem Jahr.  Ich gehe da gerne hin, weil man zwischen dem Überangebot an Kitsch, Kram und Eßbarem doch immer wieder einige Stände mit ausgefallenen Stauden oder Kräutern finden kann. Dieses Frühjahr hatte ich ein konkretes Anliegen: Meine Kombination aus weißem Tränendem Herz (Dicentra spectabilis „Alba“) und panaschiertem Kaukasus-Vergißmeinicht (Brunnera macrophylla „Jack Frost“) wächst seit zwei Jahren rückwärts.

So üppig blühten Tränendes Herz und Vergißmeinnicht noch in 2011.

blauweiß1

2014 blühte zwar um den Buchskreis drumherum mehr, aber die Stauden drinnen ließen nach.

blauweiß2

In diesem Frühling war überhaupt nur noch ein Kaukasus-Vergißmeinnicht zu erkennen, und die Tränenden Herzen wirkten noch mickriger als im letzten Jahr. Ob es an den Schnecken lag, die zumindest die Brunnera zum Fressen gern haben, oder ob die Pflanzen einfach ihre natürliche Altersgrenze erreicht hatten ? Deshalb war meine Freude groß, als ich auf dem Gartenmarkt einen Stand mit weißen Dicentra entdeckte. Brunnera hatten sie nur mit reingrünen Blättern, aber dafür Küchenschellen !

küchenschelle

Schnell gekauft und eingetütet, beim Bezahlen wunderte ich mich dann doch: 9,50 € für zwei Tränende Herzen und drei Küchenschellen ? Beim Staudengärtner bekäme man als Endkunde das Tränende Herz nicht unter fünf und die Küchenschelle für etwa drei Euro.

Wie kommt dieser Preis zustande ? Frühjahrsschlußverkauf oder billige Massenvermehrung ? Ich weiß, daß die Produktionsgärtnereien mächtig unter Preisdruck leiden. Vor allem, seit viele Baumärkte und sonstige Billigläden auch Stauden im Angebot haben. Für viele  Gartenbesitzer sind Pflanzen eher Dekoartikel als Lebewesen, kaufen, einpflanzen, und wenn was neues auf dem Markt ist, ganz schnell wieder raus damit und was neues pflanzen.

Baumärkte und Discounter fördern diesen Trend, die Staude als Saisonartikel zu betrachten. Eigentlich denke ich, daß man die Arbeit der (Stauden)Gärtner respektieren und einen angemessenen Preis für diese  -zumindest teilweise- langlebigen Pflanzen bezahlen sollte. Manche Stauden, z.B. Pfingstrosen, können 20-30 Jahre alt werden.

Mit etwas schlechtem Gewissen habe ich meine Schnäppchen vom Gartenmarkt eingebuddelt, und ja, bin diese Woche zum Staudengärtner gefahren und habe für zwei neue Brunnera „Jack Frost“ brav 3,95 € pro Stück bezahlt. Eine Packung Schneckenkorn (natürlich das Eisen-3-Präparat, nicht das von Bayer !) hab ich gleich noch mitgenommen.

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Die diesjährige Herbst-Pflanzentauschbörse des Biogarten Thurner Hof findet im Deutzer Rheinpark statt. Im letzten Herbst gab es Querelen mit der Flora/Botanischer Garten  als Mitveranstalter und alljährlichem Veranstaltungsort.  Statt dessen gibt es jetzt einen neuen Platz im Rheinpark, Anfahrt über den Auenweg, angeblich gibt es dort auch Parkplätze. Als neuer Mitveranstalter tritt das „Netzwerk Urbanes Grün „ auf.

Datum: Sonntag, den 27.10. 2013, 14-17 Uhr.

Getauscht werden kann alles von Saatgut über Stauden und Zimmerpflanzen bis zu Gehölzen (sofern sie im PKW transportierbar sind). Wer nichts zu tauschen mitbringt, kann Pflanzen gegen eine Spende bekommen.

 

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