Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for Februar 2015

Blüten ? Blüten !

In diesem Monat haben viele Allergiker Freude an der Haselblüte. Genau gesagt an der männlichen Haselblüte, bzw. dem aus ihr entweichendem Pollenstaub. Hatschi !

Hasel gehört, genauso wie die ebenfalls bei Allergikern beliebte Birke, zu den einhäusigen Pflanzen. Einhäusig bedeutet, daß männliche und weibliche Blüten an derselben Pflenze (im selben „Haus“) sitzen.  Die männlichen Blüten“Kätzchen“ fallen auch optisch auf:

haselmännlich

Hasel und Birke werden nicht von Insekten besucht. Die sind so früh im Jahr noch nicht unterwegs.  Bei diesen Pflanzen übernimmt der Wind die Bestäubung, daher die Unmengen an Pollen, die nur nach dem Zufallsprinzip an der richtigen Stelle landen.

Die richtige Stelle wäre dies hier, die weibliche Blüte erkennt man nur bei genauem Hinsehen:

haselweiblich

Es müssen schließlich keine Insekten beeindruckt und mit Nektar gefüttert werden, daher reicht als Blüte dieses kleine rote Ding.

Außer den einhäusigen gibt es auch zweihäusige Pflanzen, hier befinden sich die weiblichen Blüten auf der einen und die männlichen Blüten auf der anderen Pflanze. Bekannte Beispiele hierfür sind Eibe oder Kiwi. Wer im Garten Kiwis ernten möchte sollte daher immer auch eine männliche Pflanze dazu setzen (sofern die Nachbarn keine haben).

Die allermeisten Pflanzen sind zwittrig und werden von Tieren bestäubt. Männliche und weibliche Organe befinden sich in derselben Blüte. Schön erkennt man das an der Mohnblüte hier:

mohn

In der Mitte sitzt der weibliche Blütenstempel, unter dem sich später die Samenkapsel entwickelt. Drumherum befinden sich die Staubblätter mit dem Pollen, und außen die Blütenblätter.  Zwittrige Pflanzen können sich in der Regel nicht selbst befruchten. Der Mohn wird von Insekten besucht, muß daher nicht soviele Pollen bilden, aber den Tieren etwas bieten.

Es gibt auch zwittrige Pflanzen, die vom Wind bestäubt werden, z.B. die Gräser. Hier entstehen wieder große Mengen Pollen, die im Sommer durch die Luft und in gequälte Allergikernasen wehen.

Read Full Post »

Am 22. Februar findet die dritte Saatguttauschbörse in Köln-Ehrenfeld statt. Veranstalter ist das NUGK, das Netzwerk Urbanes Grün Köln. Das ist ein Zusammenschluss der diversen Urban-Gardening-Projekte, die in den letzten Jahren entstanden sind, und als alteingesessenem Mitspieler, dem Biogarten Thurner Hof.

Hauptsächlich werden Gemüsesorten getauscht, aber auch Stauden, Gehölz- und Zierpflanzensaaten werden angeboten.

Die Saatguttauschbörse hat den Hintergrund, alte oder regionale Pflanzensorten zu erhalten und mehr in die Öffentlichkeit zu bringen.

Regionale (Gemüse)Sorten sind besser an unsere Klimazone angepaßt, alte Sorten sind häufig geschmacksintensiver als die standardisierten Sorten. Die Saattütchen, die man im Gartencenter kaufen kann, sind in der Regel Hybridsaaten, d.h. sie lassen sich nicht weiter vermehren, und man muß jedes Jahr neue kaufen.

Meiner Erfahrung aus den letzten Tauschbörsen: Es gibt unglaublich viel an Tomatensorten, da hat sich eine ganz eigene Szene entwickelt. Es gibt ulkige Gemüsesorten (z.B. Spargelerbse und Haferwurz) von denen ich vorher noch nie gehört hatte, und einiges an (eßbaren) Wildpflanzen. Die Keimerfolge können sehr unterschiedlich sein, nicht alle Hobbygärtner wissen, wie man Saatgut richtig aufbereitet. Ein bischen Glück gehört also dazu.

Man muß nicht unbedingt selber etwas zum Tauschen mitbringen, etliche Leute geben ihr Saatgut auch gegen Spenden ab.

Ort: Herbrandstr.10, Köln-Ehrenfeld

Zeit: 22.2. von 14-17 Uhr

Besser nicht mit dem Auto kommen, die U-Bahnhaltestelle Leyendecker Str. ist nicht weit und Parkplätze sind knapp. Samentütchen wiegen ja nicht so viel 😉

Read Full Post »

Klappmechanismus

Auch in Köln wird es gelegentlich Winter. Es schneit nicht nur,  es kann sogar Dauerfrost geben und der Boden mehrere Dezimeter tief gefrieren. Wenn dann noch die Wintersonne einen klaren kalten Tag bescheint, kommen manche Pflanzen in Bedrängnis.

An Baumstämmen können Frostrisse entstehen. Immergrüne Laubgehölze können – nein, nicht erfrieren, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht – sondern vertrocknen.

In den Blättern findet die Fotosynthese statt, aus Wasser und dem Kohlendioxyd der Luft werden durch die Energie des Sonnenlichts Sauerstoff und Zucker gebildet. Den Zucker lagert die Pflanze ein, der Sauerstoff wird an die Luft abgegeben.

Wenn nun der Boden bis in größere Tiefen gefroren ist, können die Wurzeln nicht genug Wasser für den Fotosynthesezyklus nachliefern, und die Pflanze kann vertrocknen. Verschiedene Pflanzen haben Methoden entwickelt, um damit umzugehen:

Manche Sträucher, wie Liguster oder einige Schneeballarten, werfen bei starkem Frost dann doch die Blätter ab. Kein Laub – keine Fotosynthese. Manche, wie Rhododendron, klappen ihre Blätter nach unten weg, und verringern so die Fläche, die von der Wintersonne beschienen werden kann.

rhodo

Wenn es noch kälter würde, könnte der Rhododendron seine Blätter sogar zusammenrollen.

Und manche Sträucher, wie die großlaubigen Kirschlorbeeren, vertrocknen einfach. Sie brauchen ohnehin viel Wasser, und wenn der Boden gefroren ist, leiden sie schnell an Wassermangel.

Daher empfiehlt es sich, wenn die aktuelle Frostperiode vorbei ist, die Immergrünen kräftig zu gießen. Aber bitte erst dann, wenn für die nächste Nacht nicht der nächste Frost angekündigt ist, sonst beschert man seinen Pflanzen nur eine großen Eisklumpen an den Wurzeln.

Read Full Post »

Wintersalat

Im Herbst 2013 hatte ich im abgeernteten Gemüsebeet Winterpostelein ausgesät. Das ist ein Wintersalat, der ähnlich wie Feldsalat aussieht und auch ähnlich schmeckt. Das Ernteergebnis was überschaubar, vor allem weil einige Schnecken wohl noch spät im Jahr aktiv waren und den größten Teil davon erledigt hatten. Trotzdem sind einige Pflanzen zur Blüte gekommen, und spaßeshalber hatte ich die Samen dann über die Tontöpfe gestreut, in denen ich im Sommer Tomaten ziehe.

winterpostelein

Das Ergebnis ist überraschend: Sämtliche Töpfe sind voll mit Winterpostelein, die Schnecken gehen nicht ran, und der Salat trotzt souverän dem (bisher zum Glück nur leichten) Frost. Er wächst sogar nach, wenn ich immer wieder mal eine Handvoll davon abernte. Die großartigen Mengen sind das nicht, aber Ende Januar ist man ja für jede Art frischen Grünzeugs dankbar.

Read Full Post »