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Posts Tagged ‘Storchschnabel’

So, nach den ersten Frösten hat sich selbst der dauerblühende Storchschnabel „Rozanne“ verabschiedet. Zeit, mal ein paar Fotos rauszusuchen und sich auf das nächste Gartenjahr zu freuen. Storchschnäbel (botanisch: Geranium) gibt es für so ziemlich jede Gartensituation und in vielen Farben, außer Gelb, Orange und leuchtendem Rot. Sie sind mit der klassischen Geranie weitläufig verwandt (diese heißt allerdings botanisch Pelargonium), im Gegensatz dazu allerdings völlig winterhart.

Hier wächst Geranium „Rozanne“ im halbschattigen Vorgarten. Kein ganz optimaler Standort, volle Sonne wäre besser, aber auch so deckt eine Pflanze locker einen Quadratmeter ab und sieht klasse zu Rosen aus. Je humoser der Boden ist, um so üppiger wird die Pflanze.

Oben die „Rozanne“ nochmal in Nahaufnahme. Man kann sie leicht mit Geranium „Johnsons Blue“  (unten) verwechseln,

aber „Johnsons Blue“ hat etwas kleinere Blüten, die ganze Pflanze macht sich nicht so breit und vor allem ist die Blütezeit deutlich kürzer.  Da er etwas früher blüht als „Rozanne“, kann man ihn z.B. toll mit dem im Mai blühenden Blauregen (Wisteria sinensis) kombinieren.

Ebenfalls blau blühen die verschiedenen Sorten des Wiesenstorchschnabels (Geranium pratense). Wild wächst er auf feuchten und und nicht allzu überdüngten Wiesen. Der Wiesenstorchschnabel wird recht hoch, ca. 50-70 cm, neigt aber dazu, auseinander zu fallen. In meinem Garten habe ich eine englische Sorte, Geranium pratense „Mrs. Kendall Clarke“ mit fein geäderten, hellblauen Blüten, die fast durchsichtig wirken.

Und noch ein blauer, oder eher blauvioletter Storchschnabel, Geranium magnificum. Besonders lange blüht die Sorte „Rosemoor“. Ich habe ihn hier zusammen mit dem knallpinken Armenischen Storchschnabel, Geranium psilostemon, gepflanzt.

Geranium magnificum ist meiner Erfahrung nach anspruchslos, wächst in der Sonne ebenso wie im Halbschatten. Im Unterschied zu Geranium psilostemon, der im Halbschatten mickrig bleibt.  Der Boden sollte bei beiden humos und nicht zu trocken sein.

Hier der ehrlich allerletzte blaue Storchschnabel,  der selten erhältliche Knollenstorchschnabel (Geranium tuberosum).

Knollenstorchschnabel blüht sehr früh, schon ab April, zieht allerdings im Sommer ein. Man kann ihn gút in den Halbschatten neben Stauden setzen, die sich später im Jahr üppig ausbreiten.

Ein hübscher weißer Storchschnabel ist Geranium clarkei „Kashmirs white“. In der Literatur gilt er als empfindlich und anspruchsvoll.  In dem Lehmboden meines früheren Gartens gedieh er prächtig in voller Sonne.

Der Umzug in den Dellbrücker Sandboden hat ihm leider den Garaus gemacht.  Sand und Sonne lieben dafür andere Storchschnäbel: Geranium cinereum, auf dem Foto die Sorte „Ballerina“ in rosa-gestreift  und Geranium renardii, lila-gestreift.

Lila-gestreift ist auch Geranium oxonianum „Versicolor“.

Von Geranium oxonianum gibt es unzählige Sorten, die meisten in Rosa. Zusammen mit dem Dalmatiner-Storchschnabel (Geranium macrorhizum)  ist es wohl die am häufigsten verwendete bodendeckende Storchschnabel-Art. Den Dalmatiner-Storchschnabel kann ich persönlich nicht leiden, da er sehr intensiv und wie ich finde, unangenehm riecht. Deswegen habe ich ihn nicht in meinem Garten.

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