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Archive for Februar 2017

Frühlings-Alpenveilchen

Vor drei Jahren bekam ich von einer Bekannten einige Knöllchen des (Vor)Frühlings-Alpenveilchens (Cyclamen coum) geschenkt. Jetzt blühen die Winzlinge zum ersten Mal. Danke schön !

cyclcoum2

Die Blätter sind glattrandig und fast rund, und man kann sie gut von denen des Herbst-Alpenveilchens (Cyclamen hederifolium) unterscheiden.  Die größeren Blätter unten im Bild sind vom Herbst-Alpenveilchen. Winterhart sind beide Arten.

Der Bequemlichkeit zuliebe habe ich sie ins selbe Beet gepflanzt. Der Boden sollte (halb)schattig, durchlässig und humos sein. Lehmigen Boden mögen die Alpenveilchen nicht.

cylclcoum3

In diesem Beet stehen außerdem Schlüsselblumen (Primula elatior, die hellgelbe, schattenverträgliche und feuchtigkeitsliebende Art). Das schwarze „Gras“ , was sich ins Bild gemogelt hat, ist keines, sondern ein Liliengewächs: Schlangenbart (Ophiopogon planiscarpus), noch eine Neuerwerbung. Wenn das blüht, mach ich natürlich wieder Fotos.

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Am 4. März findet in der Kölner Volkshochschule am Neumarkt das Saatgutfestival 2017 statt. Veranstalter sind verschiedene Kölner Garteninitiativen und der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt.

Von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr kann Saatgut aus privaten Gärten getauscht oder gegen kleine Spenden erworben werden. Es gibt etliche Infostände der Garteninitiativen und ökologischer Saatgutproduzenten. Etliche Vorträge runden die Veranstaltung ab.

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2001 erschien in Deutschland das Buch „Der Kiesgarten“ (im Original „The dry Garden“) von Beth Chatto, einer englischen Gärtnerin. Chatto hatte in ihrem Garten mit Trockenheit, magerem und kiesigem Boden zu tun, und wählte die Bepflanzung dementsprechend aus: Pflanzen aus dem Mittelmeerraum und aus Steppengegenden. Daß das Ganze auch toll aussah, versteht sich bei einer englischen Gärtnerin quasi von selbst.

Ich war leider nie da und kenne nur die Bilder aus dem Buch, die ich hier aus urheberechtlichen Gründen nicht einstellen kann.

Jedenfalls sind spätestens nach Erscheinen dieses Buches Kies- oder Schottergärten in Deutschland schwer in Mode gekommen. Leider häufig aus den falschen Gründen. Statt aus der Not eine Tugend zu machen und den vorhandenen mageren Kiesboden attraktiv zu bepflanzen, steht die vermeintliche Pflegeleichtigkeit des Kieses im Vordergrund. Oft sieht das dann so aus, daß das Beet ohne Rücksicht auf die Bodenbeschaffenheit mit irgendetwas bepflanzt wird, und darüber eine Ladung Kies oder Schotter verteilt wird. Fertig !

Letztendlich ist das nur eine Abwandlung der mit Rindenmulch abgedeckten Beete: es soll ordentlich aussehen und wenig Arbeit machen.

In unserem Nachbarstadtteil ist in einer Reihe von Neubauten geradezu eine Seuche von Schottervorgärten ausgebrochen.

geplantergarten1

Hier gab es immerhin eine Art Plan. Die Pflanzen stehen im Vordergrund, ob diese immergrünen Gehölze im Kiesbeet Sinn machen, hat sich wohl niemand gefragt.

Bei den folgenden Bildern geht es wohl nur noch um die Pflegeleichtigkeit der Fläche. Ich gehe jede Wette ein, daß unter dem Schotter eine Plastikfolie liegt, damit kein „Un“kraut durchwächst.

 schotterkopie1

Wahrscheinlich haben sich die Nachbarn zusammengetan und gemeinsam einen großen LKW voll Schotter bestellt.

schotterkopie3

Brr !

schotterkopie2

Zur Erholung ein paar Bilder von professionell angelegten Schotter- und Kiesgärten.

schotterberchigrange

In diesem formalen Garten hat man die Pflanzen nicht in erster Linie nach „trockenheitsliebend“ ausgewählt, sondern aus gestalterischen Gründen. Der deckende Kies dient als dekoratives Element und Mulchersatz. (Berchigrange)

schotterherrmann

Das ist ein Hochbeet mit extra abgemagertem, schottrigen Boden in einem Lehrgarten (Herrmannshof), um trockenheitsliebende Stauden zu zeigen. Eine gute Möglichkeit, wenn man eigentlich lehmigen, nährstoffhaltigen Boden im Garten hat. Es reicht ja nicht, den Schotter obendrauf zu kippen, der Boden muß auch im Wurzelraum mager und wasserdurchlässig sein.

schottergerritsen

Dies ist eine Pflanzung mit Wildstauden, die durch einen einfachen Kniff attraktiv wird: nur gelbblühende Pflanzen und große Lücken mit Kies dazwischen. (Gerritsen)

Merke: Schotter- und Kiesbeete können toll aussehen. Man sollte aber wissen, was man da tut.

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