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Archive for September 2013

Alpenveilchen trotzt Maulwurf

Diesen Sommer wurde mein Garten von einer Horde marodierender Maulwürfe heimgesucht. Jeder Widerstand war zwecklos. Da Maulwürfe geschützt sind, darf man sie nicht in Fallen fangen oder vergiften, sondern nur verscheuchen. Leider nützen die sogenannten Maulwurfsvergrämungsmittel ausschließlich der Kasse des Verkäufers.

Zwei Dinge könnten wirklich helfen, stehen mir aber beide nicht zur Verfügung: entweder eine regelmäßig im Garten trainierende Fußballmannschaft (Maulwürfe mögen keine Erschütterungen über ihren Köpfen) – oder eine qualifizierte Jagdkatze. Meine vierbeinigen Mitbewohnerinnen sind dummerweise unqualifizierte Hobbyjäger. Einen Maulwurf haben sie trotz gelegentlicher Versuche noch nie erwischt.

Die Haufen in der Wiese stören mich nur mittelmäßig. Nachdem die Buddler im August eine Arbeitspause eingelegt hatten, habe ich die Haufen plattgerecht und Gras daraufgesät.

Wirklich übelgenommen habe ich die Haufen in den Staudenbeeten, vor allem unter der flammorangenen Wolfsmilch (Euphorbia griffithii „Dixter“) und unter den Alpenveilchen.

Die Wolfsmilch konnte ich zeitnah wieder einpflanzen, aber die ausgegrabenen Alpenveilchenknollen habe ich erst ein paar Tage später entdeckt. Zumindest zwei Pflanzen scheinen überlebt zu haben, sie fangen jetzt vorsichtig an zu blühen.

Mittlerweile ist die Arbeitspause bei Maulwurfs vorbei. In den frisch eingesäten Wiesenflecken erheben sich neue Haufen. Seufz !

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Weinlese

Die Weintrauben sind reif. Knapp einen Monat später als üblich, das haben wir wohl dem kalten Frühling zu verdanken. Letztes Jahr gab es die ersten reifen Trauben schon Anfang August.

An den weißen Trauben (kernlose Sorte „Himrod“) futtern wir schon seit zwei Wochen, die reifen etwas früher. Der rote Wein (kernlose Sorte „Sweety“) hat bzw. hatte ein Problem. Während die oberen Beeren der Traube gerade süß wurden, fingen die unten schon an zu schrumpeln und einen bitteren Geschmack zu entwickeln.

Ehe sämtliche roten Trauben sich in ungenießbare Rosinen verwandeln, mußte geerntet werden. Also ab mit den Trauben in den Dampfentsafter, nicht ohne sorgfältig die unteren Schrumpelbeerchen zu entfernen. Immerhin 7,5 Liter roten Traubensaft habe ich jetzt – mal sehen, wie lange der hält.

Und die weißen Trauben können wir immer noch aufessen.

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Spätsommer-Impressionen

Seit heute scheint der Sommer endgültig vorbei zu sein. Zum Glück bin ich gestern nochmal mit dem Fotoapparat durch den Garten gegangen und habe ein paar spätsommerliche Eindrücke von den Staudenbeeten festgehalten.

restphlox

Der Staudenphlox (Phlox paniculata) blüht immer noch. Im Juni, vor der Blüte, hatte ich jeden zweiten Stängel um etwa ein Drittel eingekürzt. Dadurch blühen die Pflanzen nicht ganz so üppig, aber über einen längeren Zeitraum.  Wie die Sortennamen lauten, weiß ich leider nicht, alle drei Sorten sind Geschenke von Gartenfreunden oder von der Pflanzentauschbörse. Irgendwie weiß da keiner, wie seine Sorte heißt.

lila

Im Hintergrund dieser Impression in Zartlila steht ein weiterer Staudenphlox, da ich ihn selbst gekauft habe, weiß ich den Namen: Phlox paniculata „Hesperis“.  Er gilt als besonders trockentolerant (kann ich bestätigen) aber auch die anderen Phloxe kommen mit meinem trockenen sandigen Boden gut zurecht. Davor habe ich eine Duftnessel (Agastache rugosa „Black Adder“ ) gesetzt.  Riecht gut, blüht lange, und ist ein Insektenmagnet.

sonnenbeet2

Im großen Steinbeet dominieren jetzt sehr hohe Stauden: Bronzefenchel (Foeniculum vulgare „Rubrum“ – der versamt sich heftig !), verschiedene Sonnenbräute (Helenium Hybriden – eine gelbe, eine kupferfarbene und eine kleine rote – mal wieder ohne Sortennamen), hohes Eisenkraut (Verbena bonariensis) und weiße Prachtkerze (Gaura lindheimerei)

sonnenbeet

Ein etwas unübersichtliches Durcheinander, aber mit eine Ladung Kompost im Frühling und einigen Kannen Wasser im Sommer ist dieses Beet relativ pflegeleicht, obwohl es volle Südlage ist. Nur die gelbe Kletterrose in der Mitte („Mermaid“) braucht Extradünger und Winterschutz, sie ist eine empfindliche englische Lady.

prachtkerze

Achja, und der unverwüstliche Storchschnabel (Geranium „Roxanne“ ) blüht da  mittendrin Mit ein bischen Glück bis zum Frost. Zusammen mit den schmetterlingsartigen Gaura-Blüten gefällt er mir besonders gut.

mittelbeet

Im mittleren Beet dominieren jetzt die Farben Gelb (Staudensonneblume, Mädchenauge) Kupfer (noch eine Sonnenbraut) und weiß (Sonnenhut). Eine rosa Echinacea ist mir da mit reingerutscht, im Spätherbst wird sie verpflanzt  Später wird in der Mitte des Beetes noch eine weiße Aster aufblühen.

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Vergessene Kartoffeln

Die Kartoffeln sind alle raus, endlich ist wieder Platz im Beet !  Die frühe Sorte „Maris Peer“ hatte ich schon Anfang August geerntet. Sie war nicht besonders ertragreich, aber lecker (und schon fast aufgegessen).  Dahinter habe ich Pak Choi gesät, ein chinesisches Blattgemüse, was trotz leichtem Schneckenbefall bis jetzt einen recht guten Eindruck macht.

pakchoi

Im letzten Jahr rankten Stangenbohnen am Zaun – deswegen hatte ich dieses Jahr dort erst die Kartoffeln, jetzt den Pak Choi. Davor wachsen  gelbe Buschbohnen (Helios), und im Vordergrund Porree – noch etwas mickrig.

Die mittelfrühe Kartoffel „Linda“ wurde am Wochenende ausgegraben, und zwei Stauden unerwartete Spätkartoffeln fanden sich auch noch. Das waren übriggebliebene Knollen der Sorte „Cara“, die mir im Herbst 2012 entgangen waren. Sie haben den Winter in der Erde nicht nur überlebt, sondern eine erstaunlich reiche Nachkommenschaft erzielt – fast fünf Kilo aus nur zwei Knollen. Eigentlich hätte die „Cara“ noch etwas im Boden bleiben dürfen, aber ich wollte noch Nachkulturen einsäen.: Endiviensalat, Winterpostelein und Lauchzwiebeln. Mal sehen, was draus wird.

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Minigewächshaus

Gestern bei einer Radtour entdeckt: das ultimative Minigewächshaus.

telefon1

Falls also noch jemand irgendwo eine ausgediente Telefonzelle rumstehen hat, da kann man prima Tomaten drin anbauen. Clark Kent muß sich dann allerdings woanders umziehen.

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