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Archive for Juli 2011

… Sommer ? Naja, zumindest dem Kalender nach, auch wenn 14 Grad und Dauerregen nicht wirklich sommerlich zu nennen sind.  Aber dem Gemüse geht es prima. Die Trockenheit von April bis Anfang Juni ließ mich schon schlimmes befürchten, aber durch den vielen Regen hat alles kräftig zugelegt.

Ich hatte das Beet im Herbst 2009 halbkreisförmig angelegt, nicht umgegraben, sondern einfach nur eine dicke Schicht Zeitungspapier auf der Grasnarbe ausgebreitet, und darauf ca. 5 cm Kompost verteilt. Das Gras darunter ist abgestorben und im Frühjahr 2010 habe ich darein gepflanzt und gesät.

Was habe ich denn nun alles auf dem Beet ? Die Kartoffelsorten „Duke of York“ (früh, z.T. schon aufgegessen), „Rosara“ (mittel) und „Cara“ (spät).

Die Stangenbohnen „Neckarkönigin“ und „Blauhilde“. Die Bohnen hatten mir Kopfschmerzen bereitet, nachdem die erste Saat Anfang Mai von irgendwem gefressen worden war. Anfang Juni hab ich nachgesät, aber die Pflanzen sind immer noch etwas mickrig.

Möhren (kommen sehr gut), Mangold (desgleichen), Kohlrabi (prima, auch schon die ersten gegessen), ein Kürbis von der Pflanzentauschbörse, dessen Namen ich leider vergessen habe (macht sich gut), Grünkohl (läßt hoffen, Anfang Mai hinter dem abgeerntetem Rucola ausgesät).

Den Lauch haben die Zwiebelfliegen erwischt, trotz unmittelbarer Nachbarschaft mit den Möhren, und die roten Bete sind bis auf zwei sehr zurückgeblieben.

Zuckererbsen haben wir schon komplett geerntet, dahinter kommt ein neuer Satz Möhren . Hinter den letzte Woche geernteten Frühkartoffeln habe ich Endivien und Pak Choi gesät. Mal schauen, ob das so weit im Jahr noch was wird.

Als ein Experiment versuche ich es in diesem Jahr mit zweijährigem Brokkoli . Die Samen sind ein Mitbringsel aus dem letzten Englandurlaub. Die Pflanze bildet im ersten Jahr nur Blätter (riesig !), und soll im nächsten April blühen. Ob die Pflanzen hier in Deutschland den Winter überstehen, weiß ich nicht. Der (süd)englische Winter ist in der Regel deutlich milder als bei uns, vieles was dort als winterhart gilt, geht hier ein.

Gedüngt wird nur mit Kompost (eine Ladung im Frühjahr und sobald eine Reihe abgeerntet ist, noch eine) und alle zwei Wochen ein Schluck Brennesseljauche.

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In loser Folge möchte ich hier einige Kölner Parks vorstellen. Fangen wir mit einem der wichtigsten an: dem Rheinpark im rechtsrheinischen Deutz.

Lange Zeit war der Rheinpark ziemlich heruntergekommen, bis man im Jahr 2007 Geld in die Hand nahm und zum 50jährigen Jubiläum der Bundesgartenschau 1957 zumindest die Pflanzungen und den großen Kinderspielplatz gründlich überarbeitete. Seitdem findet man außer in der Flora immerhin in einem weiteren Kölner Park Blumen- und Rosenbeete.

Gut, über die knallbunt bepflanzten Beete in ihrer geometrischen Anordnung kann man geteilter Meinung sein. Aber sie passen zur ursprünglichen Anlage des Parks aus den 50er Jahren. Hier ein Bild aus dem Frühjahr, man sieht dieselben Beete aus der entgegengesetzten Richtung. Das Gebäude im Hintergrund ist das alte Parkcafe von 1957 in originaler Nierentischarchitektur. Leider ist es so marode, daß es nicht mehr genutzt werden kann. Eine Sanierung würde ca. 3 Millionen Euro kosten, dazu ist die Stadt Köln zu arm.

Einige der alten Anlagen wurden wieder gut in Stand gesetzt. So z.B. der Rosengarten mit Staudenbegleitung, der Spielplatz und der Rhododendrongarten. In lauschigen Winkeln finden sich Weiher und Wasserspiele.

Von den großen Wiesen aus hat man einen schönen Blick über den Rhein auf das  Stadtpanorama. Etliche exotische alte Bäume finden sich im ganzen Park verteilt. Sowohl zur ersten Bundesgartenschau 1957 als auch zur zweiten 1971 hat man etliche Skulpturen aufgestellt.

Und nicht zuletzt finden sowohl im Jugendpark am nördlichen Ende wie am Tanzbrunnen am südlichen Ende des Parks etliche Konzerte, Veranstaltungen und Festivals statt. Auch der Tanzbrunnen bietet gut erhaltenes 50er Jahre Design.

Stilecht anreisen kann man von der Innenstadt mit der Rheinfähre oder der Rheinseilbahn. Man kann aber auch ganz einfach über eine der Brücken laufen. Ein lohnender Termin für Gartenfans wäre übrigens der 7. August. An diesem Tag findet am Tanzbrunnen ein Garten- und Blumenmarkt statt. Neben allerlei Knallbuntem und mehr oder weniger nützlichen Assecoires kann man an einigen Ständen interessante und ausgefallene Stauden, Blumenzwiebeln und Kräuter erwerben.

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Sommer in der Dellbrücker Heide ! Bis zur Heidekrautblüte dauert es zwar noch einen guten Monat, aber auch jetzt gibts hier Farben satt.

Ein Blick über eine der Trockenrasenflächen: von rot nah blau und wieder zurück blühen Knöterich und Natterkopf.  Die freien Stellen, die durch den Abriß der Betonfundamente im letzten Winter entstanden, werden allmählich auch besiedelt. Allerdings finden sich hier eher „Allerwelts“ruderalpflanzen wie Klatschmohn, Ackergauchheil, Wilde Karde, Nachtkerzen und Melde. Spannend ist an einer Stelle das massenhafte Auftreten von Gelbem Wau, einem engen Verwandten des Färber-Waus (oder Färber-Resede)

Einige botanische Highlights sind jetzt in voller Blüte, z.B. die Mehlige Königskerze (Verbascum lychnitis):

oder das Echte Tausendgüldenkraut (Centaurium minus), eine der streng geschützten Arten:

und das spezielle „Wappenblümchen“ der Dellbrücker Heide, das Sandglöckchen (Jasione montana):

Dieses gefährdete Pflänzchen hat hier sein größtes Auftreten im Kölner Raum. Auch in der weitaus größeren Wahner Heide kommt das Sandglöckchen nicht in diesen Massen vor.

Wer mehr über die Schätze der Dellbrücker Heide erfahren will, dem sei der kostenfreie Heidespaziergang des BUND am 21.7. ab 17 Uhr empfohlen. Treffpunkt ist am S-Bahnhof Dellbrück um 17.00 Uhr.

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Maus im Haus

Es gibt Leute, die haben Katzen, um Mäuse aus Haus und Hof fernzuhalten. Ich habe Katzen, um regelmäßig mit Mäusen beliefert zu werden. In allen Aggregatzuständen von quietschlebendig bis mausetot inklusive der unappetitlichen Zwischenstadien bekomme ich die kleinen Nager frei Haus.

So z.B. heute morgen. Wenn die Damen sich nicht für ihr Frühstück interessieren, sondern wie hypnotisiert unter den Kühlschrank starren, ist etwas oberfaul. Die Mausefalle mit Schokolade bestücken (nein, nicht „mit Speck fängt man Mäuse“, die Tierchen gehen am besten auf Schoki ab) und nach der Arbeit konnte ich das verängstigte aber satte Mäuschen am Komposthaufen wieder raussetzen. Wieso keine Totschlagfalle ? Weil ich meinen neugierigen Miezen durchaus zutraue, da mal mit der Pfote reinzutatschen, und Tierarztrechnungen hatten wir dieses Jahr schon genug.

Und wieso fressen die Katzen die Mäuse nicht ? Weil sie´s nicht gelernt haben. Die Damen Gwen und Arwen habe ich von einem Tierschutzverein übernommen, und nach deren Auskunft hatten sie beim Vorbesitzer ausschießlich in der Wohnung gelebt.  Offensichtlich ist Mäuse (gelegentlich auch Vögel, Eidechsen und Libellen) fangen ein Instinkt. Das Know-How der Jagd und Fressen der Beute aber wohl nicht, auch nicht wenn sie hungrig sind. Ich hab´s mal ausprobiert und eine frisch erlegte Maus als Abendesssen in den Freßnapf gepackt.

Die Katzen guckten mich an, als hätte ich nicht mehr alle Tassen im Schrank:  Was soll das kaputte Spielzeug in unserem Napf ? Und wo bleibt das Futter ?

Zum Glück sind sie beide keine besonders erfolgreichen Jägerinnen, vermutlich eben weil sie ihre ersten Lebensjahre in einer Wohnung verbracht haben und nicht von Mama lernen konnten, daß in einer Maus alles ist, was katz zum Leben braucht. Schlaue (oder komplett geschockte) Mäuse, die sich totstellen, werden von ihnen nicht beachtet. Das Spielzeug bewegt sich nicht mehr = ist langweilig.

Oder das Spielzeug wehrt sich = Hilfe ! Hab ich auch schon gesehen. Eine lebendig gefangene Maus, die von Gwen reingebracht wurde, hatte sich auf die Hinterbeine gestellt und gedroht. Gwen machte einen Satz nach hinten, ich schnappte mir die Maus und wurde als Dank in den Finger gebissen. Nun ja, auch diese Kampfmaus kam wieder in den Komposthaufen. Mittlerweile frag ich mich, ob nicht schon die eine oder andere Maus des öfteren hier im Haus war…

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Falsche Rosen

Nach urlaubsbedingter Sendepause diesmal was zum Thema Rosen.

Lange Zeit war ich kein großer Rosenfan. Zu poppig bunt und zu pflegeintensiv war mir die „Königin der Blumen“. Bis, ja bis zu einer Gartenreise durch England im Sommer 2007. Da sah ich zum ersten Mal Rambler-Rosen, die diversen sogenannten „Alten Rosen“ und ihre nur dezent weitergezüchteten Abkömmlinge.

In meinen neuen Garten zogen 2009 dann auch einige Rambler und Wildrosen mit ein. Eine davon war die Rosa moyesii, die mir in England durch ihre leuchtendblutrote Blütenfarbe und ihre Wuchsform irgendwo zwischen Kletter- und Strauchrose aufgefallen war. An einen alten Mirabellenbaum gesetzt sollte sie ihm zu einer zweiten Blüte im Frühsommer verhelfen. 2010 erschienen dann die ersten mit Spannung erwarteten Blütenknospen. Leider war meine Enttäuschung groß, denn was da schließlich aufblühte, war weiß ! Fehllieferung seitens der Baumschule !

Es ist heute häufig so, daß die Baumschulen viele Pflanzen (insbesondere ungewöhnliche Rosen) nicht mehr selber anziehen, sondern auf überregionalen Pflanzenbörsen auf Kundenwunsch einkaufen. So muß da der Baumschule (mit der ich sonst gute Erfahrungen gemacht habe) diese Fehllieferung untergejubelt worden sein. Ich habe die Rose reklamiert und den Preis ersetzt bekommen, aber die nächste Rosa moyesii im Herbst 2010 bei einer speziellen Rosenbaumschule bestellt. Und die blühte so wie sie soll: leuchtendrot. Leider habe ich vergessen, Fotos zu machen, es waren auch nur drei Blüten. Wer die Farbe sehen möchte, hier der Link zur Rosenbaumschule:

http://www.rosenhof-schultheis.de/Suche/artikel_959_Rosa_moyesii.html

 Auch auf anderen Wegen kann man an Fehllieferungen kommen. Eine Ramblerrose namens „Veilchenblau“ kam via Pflanzentauschbörse in meinen Garten. Schon im letzten Jahr wunderte ich mich über die doch arg rosastichige Blütenfarbe. Im Urlaub besuchte.ich u.a. die „Blumeninsel“ Mainau im Bodensee und fand meine vermeintliche „Veilchenblau“ dort im Rosarium unter der Bezeichnung „Maria Liesa“

Und hier im Vergleich dazu die echte „Veilchenblau“. Merke: Reisen bildet ! Ich bin mir unsicher, ob ich die jetzt diesen Herbst auch noch bestellen soll. Die Maria Liesa ist auch ganz schön und so langsam wird der Platz knapp im Garten.

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