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Archive for März 2012

An diesem Sonntag, den ersten April, findet der erste Gartenmarkt der Saison am Tanzbrunnen in Köln-Deutz statt. Verkauft wird von 11 bis 18 Uhr alles, was irgendwie mit Garten zu tun haben könnte. Neben viel knallbuntem Kitsch gibt es auch Stände von kleinen Gärtnereien mit speziellen Stauden- oder Kräutersortimenten.

Da das Ganze keinen Eintritt kostet, lohnt es sich, hier mal zu stöbern. Anschließend kann man noch einen Spaziergang durch den angrenzenden Rheinpark machen. Achtung, es gibt immer zu wenige Parkplätze ! Wer nur mal gucken oder einige Kleinigkeiten kaufen will, sollte besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Bahnhof Köln-Deutz anreisen.

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Frühlingsgeophyten

Sonntagsspaziergang in der Mutzbachaue zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Dünnwald. Nicht ohne Grund steht dieses Stückchen Aue unter Naturschutz, denn hier wachsen etliche wunderschöne Frühlingsblüher, die anderenorts längst der Begradigung von Bachläufen und der Entwässerung von Forsten zum Opfer gefallen sind.  Die Buschwindröschen gibt es noch relativ häufig.

Man findet sie außer an Bachauen in Buchenwäldern, wo sie vor dem Laubaustrieb der Bäume ganze Teppiche bilden. Wie die anderen Geophyten (=Erdpflanzen) auch, blühen sie im zeitigen Frühjahr, denn nur dann fällt durch die blattlosen Baumkronen genug Sonne. Sobald das Laubdach sich geschlossen hat, bilden die zarten Pflänzchen noch rasch Samen und ziehen danach ein. Im Sommer sieht man nichts mehr von ihnen.

Außer den Buschwindröschen habe ich gestern am Mutzbach auch gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides)…

rosa Lerchensporn (Corydalis solida)…

hohe Schlüsselblume (Primula elatior)…

und Gelbstern (Gagea lutea) gefunden. Falls jemand die hübschen Pflänzchen gerne im eigenen Garten haben möchte, bitte nicht auf dumme Ideen kommen ! Die stehen unter Naturschutz. Man kann sie aber in gut sortierten Wildstaudengärtnereien käuflich erwerben. Gepflanzt werden sie da, wo sie auch in freier Wildbahn vorkommen: an nicht allzu trockenen Stellen unter Bäumen.

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„Lieblings“unkraut

Bei dem milden, sonnigen Wetter sprießt alles in einem Tempo, daß ich kaum mit dem Fotografieren hinterher komme. Leider auch nicht mit dem Jäten. Die *hüstel* unerwünschten Beikräuter, wie die politisch korrekte Bezeichnung lautet, sprießen fast noch schneller.

Sowas wie Fadenehrenpreis oder die allgegenwärtigen Ahornsämlinge sind dabei das kleinere Problem. Einmal mit dem Vierzahn durch und gut ist´s. Das gilt für die meisten samenvermehrenden „Un“kräuter. Im Unterschied zu den rhizombildenden Wucherern oder denen mit den langen Wurzeln bekommt man sie leicht raus. Hier mal meine „Top five“ an unbeliebten Gartenkräutern:

Oben die Quecke (Agropyron repens), ein rhizombildendes Gras. Harmlos und unauffällig in der Wiese, kann es im Staudenbeet hochgradig lästig werden, vor allem dann, wenn sich die Rhizome durch die Wurzelballen der Stauden ziehen. Wie kan man es loswerden ? Zupfen, zupfen, zupfen… jedes Beet mindestens einmal im Monat gründlich durchgehen, dabei soviel wie möglich der langen Rhizome mit rausziehen.

Darunter der Giersch, (Aegopodium podragaria) hat ein ähnliches Wuchs- oder besser Wucherverhalten. Bekämpfung genauso wie bei der Quecke, man bekommt natürlich nie alle Rhizome heraus, aber wenn man regelmäßig alle oberirdischen Teile ausreißt, werden auch die Rhizome geschwächt und die Pflanze läßt in ihrer Wüchsigkeit nach. Der Giersch ist immerhin eßbar. Jetzt im Frühjahr kann man regelmäßig ein paar Hände davon kleingehackt in einen Salat oder ans Gemüse geben. Auch zu Pellkartoffeln und Quark schmeckt er nicht schlecht. Später im Jahr wird das petersilienartige Aroma für meinen Geschmack zu intensiv, und ich nehme allenfalls noch ein paar Blätter zum Würzen. In meinem Garten wird der Giersch aus diesm Grund in einigen Ecken geduldet.

Den Löwenzahn (Taraxacum officinale) oben im Bild mit seiner langen Pfahlwurzel bekommt man als Jungpflanze mit einem Unkrautstecher noch ganz gut heraus. Bei älteren Exemplaren wird das schwierig, in der Regel bleibt ein Stück der Wurzel im Boden, woraus sich die Pflanze regenerieren kann. Auch der Löwenzahn ist im Frühjahr eßbar, aus den Blüten kann man einen leckeren Sirup herstellen.

Links im Bild der kriechende Hahnenfuß (Ranunculus repens) ist bei mir besonders unbeliebt. Die Pflanze bildet oberirdische Ausläufer, ähnlich wie Erdbeeren, kriecht damit durch Beet und Wiese und überwuchert an lehmigen, feuchteren Stellen einfach alles. Und giftig ist er noch dazu.

Rechts die Nelkenwurz (Geum urbanum) bildet keine Ausläufer, ist aber trotzdem recht schwer auszujäten, da die Pflanze leicht ab- aber nur schwer auszureißen ist. Sie versamt sich heftig, ist als Staude im ersten Jahr nur schwer zu erkennen (ich verwechsele junge Nelkenwurzen gerne mit Gundermann, der bei mir Bleiberecht hat) und wird ab dem zweiten Standjahr lästig.

In meinem früheren Schrebergarten mit dem Lehmboden war eine sechste Pflanze hochgradig unerwünscht (leider habe ich kein Foto davon), der kleine rote Sauerklee (Oxalis coniculata) mit gelben Blüten. Der verbreitet sich über Wurzelausläufer, und bildet zusätzlich noch Unmengen an Samen aus. Einzeln sehen die Pflänzchen ganz hübsch aus, leider kommen sie nicht einzeln vor sondern immer in Unmengen. In meinem jetzigen Garten auf Sandboden gibt es sie zum Glück nicht.

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Vor zwei Jahren hatte ich hinten ins Schuttbeet einige Knollen der violetten Anemone blanda gesetzt. Dort haben sie nie geblüht. Inzwischen ist um dieses Beet herum einiges passiert. Im Nachbargarten wurden eine Kirsche und eine Birke gefällt, das Beet ist jetzt vollsonnig statt halbschattig und im letzten Spätsommer habe ich es komplett umgestylt: Erdbeeren, Königskerzen, Steinsame und noch einiges anderes statt Funkien, Lungenkraut und Fingerhut.

Das Lungenkraut (Pulmonaria saccharata) blüht jetzt an anderen schattigen Stellen.

Und in unmittelbarer Nähe fand ich heute das da: eine einsame kleine Anemone blanda

Die hohen Schlüsselblumen (Primula elatior) sind auch schon aufgeblüht, und eine Menge anderer Stauden stehen in den Startlöchern.

Leider sind mir im Vorgarten die panaschierten Kaukasusvergißmeinnicht (Brunnera macrophylla „Jack Frost“) erfroren. Hier ein Foto vom letzten Jahr mit weißem Tränenden Herz. Die einfachen Brunneras im hinteren Garten treiben ungerührt aus. Wahrscheinlich ist die panaschierte Sorte empfindlicher. Schade. Ich werde trotzdem neue kaufen, denn die Kombination gefällt mir sehr.

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Gärten und Nachbarn

Frühlingszeit ist Pflanzzeit. Bevor man aber loslegt und größere Gehölze pflanzt, sollte man einen Blick in das Nachbarrechtsgesetz werfen. Gerade bei den kleinen Handtuchgärten, wie sie bei Reihenhausneubauten üblich sind, ist sonst der Ärger vorprogrammiert.

Hecken dürfen nur dann unmittelbar auf die Grundstücksgrenze gepflanzt werden, wenn beide Nachbarn damit einverstanden sind. Vernünftigerweise schneidet dann jeder seine Seite, und über die Endhöhe sollte man sich vor der Pflanzung einigen. Wenn nur ein Nachbar eine Hecke will,  muß  er einen Abstand von 0,5 m zur Grundstücksgrenze, wenn die Hecke niedriger als 2 m ist, und 1 m Abstand, wenn sie höher als 2 m ist, einhalten.

Ein hartnäckiger Irrtum hält sich übrigens immer noch: daß jeder Gartenbesitzer für den Zaun oder die Hecke zu seiner Rechten veratwortlich ist. Das mag in einigen Gegenden so Tradition sein, gültiges Recht ist es nicht ! Jede Grundstücksbegrenzung muß in ihrer Art und ihrer Höhe mit dem jeweiligen Nachbarn verhandelt werden. Die Kosten und ggf. die Pflege werden geteilt.

Je nach Endhöhe von Bäumen oder Sträuchern muß man mit der Pflanzung mehr oder weniger weit von der Grundstücksgrenze entfernt bleiben. Bei großen Parkbäumen sind dies 4 Meter, womit diese für die oft nur 6 m breiten Reihenhausgärten komplett entfallen. Für die meisten anderen Bäume muß dieser Abstand 2 m betragen, schwachwüchsige Obstbäumchen düfen auch in 1 m gepflanzt werden. Wichtig ist hierbei das Wörtchen „Endhöhe“ ! Ein Süßkirsch-Hochstamm, der beim Kauf 1,80 m hoch ist, kann ausgewachsen je nach Veredelungsunterlage bequem 8-10 m erreichen !

Natürlich ist es immer sinnvoller, sich mit den Nachbarn vorher über die geplanten Anpflanzungen zu verständigen, als direkt vor Gericht zu ziehen. Sechs Jahre nach einer Pflanzung hat man allerdings keinen Anspruch auf Beseitigung der Gehölze mehr, dann greift die sogenannte Ausschlußfrist. Bei als zu groß empfundenen Bäumen oder Sträuchern kann man den Nachbarn nur noch bitten, sich das ganze einmal von der anderen Seite anzuschauen. Im Zweifelsfall sollte man genau hinschauen, was der Nachbar da pflanzt. Bei Bambus an der Grundstücksgrenze z.B. kann das ein echtes Ärgernis werden, falls es sich um Phyllostachys handelt und die Rhizomsperre vergessen wurde. Die Ausläufer machen an der Gartengrenze nämlich nicht halt.

Und was kann man tun, wenn man neu irgendwohin zieht, wo unmittelbar an der anderen Zaunseite hohe Fichten, Walnußbäume oder ähnliches stehen ? Rein rechtlich nicht viel. Sofern von den Bäumen keine unmittelbare Gefahr ausgeht, ist der Besitzer nicht verpflichtet, sie zu fällen. Er ist noch nicht einmal verpflichtet, überhängende Äste abzuschneiden, sofern diese Äste die „Nutzung des Grundstücks nicht wesentlich beeinträchtigen“. Und dieser Begriff ist juristisch ziemlich schwammig. Die Tatsache, daß im Herbst Laub vom Baum fällt, ist jedenfalls keine „wesentliche Beeinträchtigung“ !

Man darf auch nicht einfach zur Selbsthilfe greifen und die störenden Äste absägen, das ist Sachbeschädigung. Hier hilft nur eine freundliche Bitte an den Baumbesitzer.

Wer´s juristisch einwandfrei haben will, kann hier nachschauen.

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Vorfrühlingsbilder

Einige Tage mit milderen Temperaturen und siehe da: Alle werden munter.

Die Krokusse blühen, Arwen hält Ausschau nach frischen Mäusen und selbst der Froschkönig hat den Winterschlaf abgeschüttelt.

Die erste Iris blüht,

Iris reticulata

und bei der Recherche des Namens fällt mir auf, daß ich in meinem Iris-Text von Mai 2011 zwei Iris falsch benannt habe. Hier ist die korrigierte Version.

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Ich bin  bekanntlich kein Fan von „Garten winterfertig machen“ .  Außer Laub von der Wiese rechen und allenfalls einen letzten Durchgang zum Krauten passiert in meinem Garten zum Winteranfang nichts.

Dafür habe ich heute gewühlt. Zwar heißt es, man solle die Rosen erst dann schneiden, wenn die Forsythien zu blühen beginnen, aber heute nachmittag hatte ich nun mal gerade Zeit. Bei den Rosen hat der Frost die oberen Knospen erwischt. Die konnte ich rausschneiden.  Beim „klassischen“ Rosenschnitt im Herbst wären sie jetzt arg kurz geworden.

Die vertrockneten Staudenstengel habe ich gleich mit von den Beeten geräumt. Darunter zeigt sich schon einiges an grünen Spitzen. Verschlafene Marienkäfer wurden aufgeschreckt. Na gut, bei 14 C° habe ich da kein schlechtes Gewissen.

Der Komposthaufen ist fast doppelt so hoch wie vorher. Es waren ja auch eine Menge Stauden.

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