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Posts Tagged ‘Astern’

Es soll ja immer noch Leute geben, die im Herbst sämtliche Stauden runterschneiden. Damit der Garten im Winter ordentlich aussieht und so. Das sind bestimmt dieselben, die sämtliches Falllaub aus dem Garten rausräumen und im Müll entsorgen. Oder gleich nur immergrüne Gehölze pflanzen, weil die nicht so viel Dreck machen…

OK, ich höre auf zu lästern.

Warum man Stauden erst im März schneiden soll ? Weil die trockenen Stängel Unterschlupf für Insekten bieten. Weil die Vögel die letzten Samen rauspicken. Weil die verwelkten Pflanzen für die im Boden ruhenden Knospen Schutz vor dem Frost sind.  Und wenn das noch nicht genug Argumente sind: Weil es bei Frost und Rauhreif einfach toll aussieht.

mittelbeet

Die Aster „Lady in Black“ sieht aus wie aus Kristallspitze…

ladyinblack

Das Pfeifengras liegt leider schon platt auf dem Boden.

pfeifengras

Die Echinacea-Samen sind noch nicht ganz aufgefuttert, soll mir recht sein. Da die einzelne Staude recht kurzlebig ist, bin ich immer froh über Nachwuchs.

echinacea

Der gewöhnliche Wurmfarn trägt ein glitzerndes Kleid,

wurmfarn

und der Salbei eine Zuckerkruste.

salbei

Mit dem Salbei habe ich ein bischen Pech gehabt. Diese Sorte hier friert im Winter immer ziemlich stark zurück. Im Frühling muß ich ihn auf 20-25 cm schneiden, alles darüber ist abgefroren. Würde ich hier schon im Herbst die Schere ansetzen, wäre die Pflanze im Frühling komplett tot. Das gilt übrigens auch für Lavendel, Rosmarin und andere, ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Gartenbewohner.

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So, hier der versprochenen Astern-Beitrag.

Astern haben im Oktober ihren großen Auftritt. Weil sie relativ spät blühen, sind sie eine wichtige Bienenfutterpflanze, um vor dem Winter nochmal ordentlich Vorräte im Bienenstock einzulagern.

Am bekannstesten sind sicher die hochwüchsigen Rauhblattastern (Aster nova-anglia) und Glattblattastern (Aster novi-belgii). Beide werden je nach Sorte 1 m bis 1,5 m hoch, und es gibt sie in allen möglichen Farben von Weiß über diverse Rosa- und Pinktöne bis zu Dunkelviolett.

rauhuglatt2

Die weiße ist hier die Rauhblattaster, die violette die Glattblattaster.

In der Nahaufnahme kann man erkennen, daß das Laub der Rauhblattaster etwas größer ist. Daß es sich in der Tat etwas pelzig anfühlt, kann man leider nicht sehen.

rauhundglatt

Sehr ähnlich, nur viel niedriger, sehen die ebenso bekannten Kissenastern (Aster dumosus) aus. Auch sie kommen in allen Farben außer gelb vor, und auch sie brauchen einen vollsonnigen Standort.

asterdumosus

Das Gelbe im Hintergrund ist übrigens das Laub der Ballonblume (Platycodon grandiflorus)

Einige Astern blühen sehr spät, fast bis zum Frost, so z.B. die Myrtenaster (Aster ericoides) mit ihren zierlichen weißen Blüten. Leider wuchert sie stark, so daß ich diese Aster nach drei Jahren Ausbuddeln von Ausläufern aus meinem Garten verbannt habe. Ganz ist es mir nicht gelungen, wie man hier sieht:

aericoidesdetail

Stattdessen habe ich eine echte Traumpflanze entdeckt, die Waagrechte Herbstaster „Lady in Black“ (Aster lateriflorus). Die Blüten ähneln denen der Aster ericoides,

ladyinblackdetail

aber durch die violette Mitte wirkt die ganze Pflanze wie ein zartlila Schleier über dem Beet.

ladyudumosus2

Astern für den Schatten gibt es übrigens auch, nicht nur die Aster divaricatus, hier ein Detailbild der Einzelblüten.

asterdivdetail

In der Literatur habe ich für schattige Plätze außerdem noch Aster cordifolius und Aster ageratoides gefunden. Letztere soll allerdings sehr stark wuchern. Von beiden gibt es weiße und lilafarbene Sorten.

Und eine gelbblühende Aster gibt es auch: Aster linosyris.

 

 

 

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