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Posts Tagged ‘Bodendecker’

Wenn zum Jahresende die vermeintlich letzten Blätter im Wind segeln,  bleibt man vor manchen Bäumen verwundert stehen: Hä, wieso ist der noch komplett grün ?

efeuDer Baum (übrigens ein Ahorn, aber das ist nur noch schwer zu erkennen) ist mit Efeu überwuchert.  Und zwar einem ziemlich alten Efeu, der schon in die fruchtende Form übergegangen ist.

Junger Efeu (Hedera helix) dürfte allgemein bekannt sein, mit seinen langen Ranken, den daran sitzenden Haftwurzeln und den fünflappigen immergrünen Blättern klettert  er an Bäumen und Hauswänden empor.

Die fruchtende Altersform sieht ganz anders aus. Die Pflanze bildet von den Ranken waagerecht abstehende Äste aus. Daran sitzen Blüten und Früchte, und auch die Form der Blätter verändert sich. Sie sind jetzt rautenförmig.

efeublätterOben die fruchtende, unten die Jugendform

Fruchtender Efeu hat so seine Tücken. Nicht, daß er den Baum erwürgen würde. Efeu ist keine Schlingpflanze, wie z.B. Blauregen. Efeu klettert, wie schon erwähnt, mit seinen Haftwurzeln. Er entzieht dem Baum dabei  weder Wasser noch Nährstoffe.  Aber der fruchtende Efeu kann sehr schwer werden.  Wenn die Ranken weit nach oben und seitwärts in die Äste des Baumes gewachsen sind, besteht irgendwann erhöhte Bruchgefahr.

Fruchtender Efeu an Hauswänden kann so schwer werden, daß die Pflanze komplett von der Wand abreißt.  Dann hat man einen großen, unansehnlichen Haufen rumliegen, möglicherweise obdachlose Vögel und muß die Wand neu verputzen.

Sowohl an Häusern wie auch an (Garten)Bäumen empfiehlt es sich, fruchtenden Efeu im Winter regelmäßig einzukürzen. Ganz entfernen sollte man ihn nicht. Die Efeublüte ist eine der letzten im Jahr, im Oktober oder sogar noch November bietet sie Nahrung für allerlei Insekten.  Die Früchte reifen erst im folgenden Frühjahr. Sie sind (wie der Rest der Pflanze) für Menschen schwach giftig. In den waagerechten Ästen finden Vögel Schutz und Nistplätze.  Und schließlich ist Efeu in dieser Form und Größe ein echter Hingucker.

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