Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for Dezember 2012

Winterblüten

Irgendwas blüht immer.  Zugegeben, im Winter ist die Auswahl an blühenden Gartenpflanzen eher gering. Immerhin, über die Christrosen (Helleborus niger) stolpert man in der Adventszeit in jedem Blumenladen.

christrose

Und nein, das sind keine Zimmerpflanzen. Die gehören nicht auf die Fensterbank, sondern in den Garten, oder notfalls in den Blumenkübel auf dem Balkon. Der Boden darf nicht zu lehmig und/oder zu sauer sein. Notfalls kann man die Pflanzstelle mit Sand und ein wenig Kalk verbessern. Wenn die Pflanzen schon länger im Blumenladen gestanden haben, sollte man sie langsam an die Außentemperaturen gewöhnen, in Etappen vom Schlafzimmer übers Treppenhaus bis an einen geschützten, (halb)schattigen Platz im Garten.

Mit der Christrose verwandt ist die grüne Nieswurz (Helleborus foetidus), die jetzt auch bald ihre grünen Blüten öffnen wird…

nieswurz

…und die Lenzrose (Helleborus orientale). Die blüht, wie der Name sagt, im ausgehenden Winter, Februar bis März. Mit Rosen haben diese Pflanzen übrigens nichts zu tun.

Ein anderer hübscher und frostharter Winterblüher ist der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum)…

winterjasmin

… die einzige Jasminart, die im Winter draußen bleiben kann. Den kleinen Strauch mit seinen langen. dünnen Trieben kann man in ein Rankgitter flechten oder eine Böschung hinunterhängen lassen. Von alleine stehen die Zweige nicht aufrecht.

Und noch ein Strauch: der Winterschneeball (Viburnum farreri)…

winterschneeball

… später im Winter kann auch der Mittelmeerschneeball (Viburnum tinus) blühen, aber der ist leider nicht zuverlässig frosthart.

Ein paar Ausreißer habe ich auch noch zu bieten: Die knallbunten Frühlingsprimeln blühen schon gelegentlich im Winter, aber eine winterblühende Schlüsselblume (Primula elatior) hab ich bisher noch nicht gesehen.

schlüsselblume

Den Schnee und Frost des vorletzten Wochenendes hat sie anstandslos weggesteckt.

Das weißblühende Immergrün (Vinca minor „Alba“) muß vom Schnee hervorgelockt worden sein 😉

weißesimmergrün

Read Full Post »

Pilzpleite

Das war´s dann wohl mit meiner Austernpilzzucht auf Holzstämmen. Zwei Jahre konnte ich, wenn auch sparsam, ernten. Diesen Herbst über tat sich gar nix, nach unserem Urlaub Ende November zeigten sich dann Pilze: nur leider die falschen.

baumpilze1

Wenn mich mein Pilzbuch nicht täuscht, handelt es sich hierbei um ein Exemplar der Gattung Porlinge, und ist garantiert nicht eßbar.

baumpilze2

Ebensowenig wie dieser hier. Ausge“sät“ habe ich die nicht. Aber es gibt einige dieser Porlinge an absterbenden oder abgestorbenen Bäumen in meinem Garten. Das Mycel ist, scheint´s wüchsiger als das Austernpilzmycel.

Und die Stämme wandern auf den Totholzstapel. Untendrunter wohnt der Igel. Deswegen und auch wegen der vielen Insekten hat Totholz, ob gestapelt oder als abgestorbener Baum, bei mir Bleiberecht. Ich hoffe immer noch darauf, daß sich in der toten Kirsche hinten im Garten mal Hornissen einquartieren. Im letzten Frühsommer wurde sie einige Male von Kundschafterinnen umbrummt, aber nicht besiedelt.

Read Full Post »

Tatsächlich, über einen Monat habe ich hier nichts mehr geschrieben. Peiinlich, peinlich…  Erst Urlaub, dann viel Arbeit und dann einfach geschludert.

Immerhin habe ich meinen Garten winterfertig machen können. Im Unterschied zu penibleren Gärtnern beschränkt sich das „fertigmachen“ bei mir auf ein letztes Mal Beete krauten, Laub von der Wiese rechen und auf den Beeten verteilen.  Was heißt „nur“ ? Bei zwei Süßkirschen, drei (großen !) Feldahornen, Buche und Birke des Nachbarn zur Rechten und Pappeln zur Linken kommt da einiges zusammen.  Das Laub schützt das Bodenleben und empfindlichere Pflanzen, hoffentlich kompostiert es an milderen Tagen auch ein wenig.

Sowas wie Rosen kurz schneiden, Obstbaumschnitt, Staudenbeete blank harken und vertrocknete Stauden abschneiden mache ich nicht vor dem Winter. Gestern erst hatte ich ein Gespräch darüber mit einer frischgebackenen Kleingartenbesitzerin. Die Obstbäume in ihrem Garten hatten jede Menge Wasserschosse. Genau die entstehen, wenn man die Bäume im Winter schneidet, da die in Stamm und Wurzeln eingelagerten Speicherstoffe im nächsten Jahr für rasantes Längenwachstum sorgen – leider nicht für den Ansatz von Blüten und Früchten. Ein Sommerschnitt bremst das Längenwachstum.

In den trockenen Staudenstängeln überwintern eine Menge Insekten, deswegen sollten diese bis zum beginnenden Frühling stehenbleiben.  Außerdem bieten sie Schutz vor Kahlfrösten.

Mehr Arbeit steht dann Ende Februar/Anfang März an: Staudenstängel, Rosen und Lavendel schneiden und die Laubdecke von den Beeten räumen.  Aber bis dahin ist ja noch ein bischen Zeit.

Read Full Post »