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Archive for Oktober 2011

Als erstes natürlich der Klassiker : die Herbstanemone. Ich mag die weißblühenden Formen lieber, im Vorgarten habe ich Anemone japonica „Honorine Jobert“

Ein Röschen blüht danneben auch noch. „Arthur de Sansal“, hatte ich mir beim Kauf etwas höherwüchsiger vorgestellt und der fast violette Farbton kommt auf dem Foto auch nicht so recht rüber.

Und der Dauerbrenner, blüht garantiert und überall von Juli bis zum Frost: Geranium „Rozanne“ . Wer´s noch nicht hat, sollte das schleunigst ändern. Eigentlich halte ich nichts von Modepflanzen, aber hierbei mache ich eine Ausnahme.

Im hinteren Garten fällt vor allem die Prachtkerze (Gaura lindheimeri) ins Auge. Ebenso wie die „Rozanne“ ein unverwüstlicher Dauerblüher mit der Lizenz zum wuchern. Es gibt die Prachtkerze auch in Rosa, mir ist die Weiße lieber. Daneben, aber auf diesem Bild schwer zu erkennen, blüht das letzte Eisenkraut (Verbena bonariensis).

Nochmal Eisenkraut in Nahaufnahme (Verbena officinalis, das Echte Eisenkraut, sieht natürlich anders aus. Ich bin halt doch eher Stauden- als Kräutergärtnerin):

Noch ein Wuchergewächs: die Bleiwurz (Ceratostigma plumbaginoides). Davon werde ich nach der Blüte einiges abstechen. Diese Polsterpflanze macht sich wirklich sehr breit. Botanisch gesehen ist die Bleiwurz ein Halbstrauch, die untersten Triebe sind leicht verholzt. Aber der Kontrast der dunkelblauen Blüten zum sich rötenden Laub ist einfach toll.

Die winterharte Fuchsie (Fuchsia magellanica) hält sich recht lange:

.. ebenso wie die Polsterglockenblümchen (Campanula poscharynskaya), für die sich überall ein Plätzchen findet.

Nur meine Astern, die sind schon seit zwei Wochen verblüht.

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Garten winterfertig machen

Es gibt für mich so einige Reizwörter zum Thema Garten. Eines davon ist „Sichtschutz“ – da habe ich sofort die Assoziation von kleinen, schmalen Reihenhausgärten mit meterhohen Thujahecken drumherum, wo zwar keine Blicke, aber auch kein Sonnenstrahl mehr reinkommt..

Ein anderes Reizwort ist  „Winterfertig machen“. Gut, im Winter bei Frost und Schnee, ruht der Garten mehr oder weniger. Aber muß man ihn dafür „fertigmachen“?  Meine Assoziation dazu sind nackige braun gerechte Beete, auf denen kein Blättchen liegt, alle Rosen eine Handbreit über dem Erdboden abgesäbelt sind und jeder Regenwurm Frostbeulen bekommt.

Natürlich gibt es, für den (Spät)Herbst ebenso wie für alle anderen Jahreszeiten auch, typische Arbeiten. Die wichtigste ist meiner Meinung nach, das Falllaub von der Wiese zu rechen und auf den Komposthaufen zu packen. Sonst erstickt das Gras unter der Laubpackung. Falls nötig, sollte man auch die Wiese ein letztes Mal mähen und die Beete jäten.

Das zweitwichtigste ist, sich Arbeit zu verkneifen, nämlich das Laub auf den Beeten und unter den Sträuchern liegen zu lassen. Den Stauden und Sträuchern schadet es nicht, es sei denn man hat einen trockenheitsliebenden Steingarten mit mediterranen Gewächsen. Aber den sollte man besser sowieso nicht unter Gehölzen anlegen.

Das Laub auf den Beeten verrottet zum Teil schon während des Winters, bildet Humus und bildet einen Kälteschutz für die Bodentiere. Im Frühjahr kann man das nicht verkompostierte Laub immer noch abrechen und auf den Kompost befördern.

Eine weitere Arbeit, die man bleiben lassen sollte, ist das Abschneiden verblühter Staudenstängel. Falls noch Samen daran sind, haben die Vögel was zu picken, und in den hohlen Stängeln von Astern und co. überwintern allerlei Insekten. Zudem geben trockene Stauden und Gräser dem Garten im Winter einen ganz eigenen Reiz, vor allem dann wenn Rauhreif oder Schnee darauf  liegen. Im frühen Frühjahr ist die Zeit, alles auf den Kompost… siehe oben.

Und noch eine Arbeit, die man zumindest reduzieren kann: der Winterschnitt an Gehölzen. Vielen Sträuchern tut das nicht gut. Z.B. Hortensien sind relativ frostempfindlich. Wenn man sie im Herbst schneidet, frieren sie im Winter noch ein Stück weiter runter. Also besser erst im frühen Frühjahr schneiden. Ähnliches gilt auch für Rosen und Lavendel.

Bei vielen Sträuchern löst der Spätherbst- oder Winterschnitt einen kräftigen Wachstumsschub in der nächsten Saison aus. Wenn man das vermeiden will, sollte man sie im Sommer schneiden, das bremst den Wuchs.

In diesem Sinne, einen geruhsamen Herbst !

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Am Sonntag, den 30.10. findet von 11 – 14 Uhr nochmal eine Pflanzentauschbörse statt. Diesmal nicht im Biogarten Thurner Hof, sondern in der Flora. Veranstalter sind – wie bei der Maitauschbörse auch – Biogarten und Flora/Botanischer Garten gemeinsam. Getauscht werden kann alles, was Pflanze ist, im Herbst liegt erfahrungsgemäß ein Schwergewicht auf Sämereien. Stauden und Zimmerpflanzen gehen natürlich auch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, ebensowenig wie eine Standgebühr.

Wer nichts zu tauschen dabei hat, kann Pflanzen gegen eine Spende zugunsten des Vereins „Zartbitter“ bekommen. Man kommt am besten über den Nebeneingang Amsterdamer Straße aufs Gelände, die Tauschbörse ist rechts herum in dem teilweise überdachten Gang zwischen Tropenhaus und gemäßigtem Warmhaus. Ein Besuch der Flora lohnt sich natürlich auch jenseits der Tauschbörse, aber dazu schreibe ich ein anderes Mal.

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Pilzzucht-Probleme

Ich esse gerne Pilze. Da aber Köstlichkeiten wie Pfifferlinge, Kräutersaitlinge und Austernpilze normalerweise mein Budget überschreiten, hab ich es mit dem Eigenanbau von Austernpilzen versucht. Im letzten Jahr bestellte ich mir hier Austernpilzbrut zum Anbau im Garten. Pilzbrut besteht aus Getreidekörnern, die mit Pilzmycel (das ist der Pilz im eigentlichen Sinne, die Pilzhüte, die wir essen, sind nur die Fruchtkörper) Eine Anleitung gab´s dazu.
Pilze sind keine Pflanzen im herkömmlichen Sinne. Sie besitzen kein Chlorophyll und können deshalb keine Photosynthese betreiben, d.H. Nährstoffe aus Sonnenenergie, Wasser und Kohlendioxyd gewinnen. Sie sind Destruenten, bauen tote oder absterbende organische Materie zu Nährstoffen um und sind somit das dritte Element im Kreislauf des Lebens. (Pflanzen = Produzenten, Tiere = Konsumenten, PIlze = Destruenten).
Wer Pilze anbauen will, muß ihnen also etwas zum Zersetzen anbieten. Üblich sind Holzstämme oder Strohballen.
Ich versuchte es 2010 mit Holz. Empfohlen wurden Laubhölzer, Birke, Ahorn oder Weidenstämme. Diese werden angebohrt oder Schlitze hineingesägt, in die Pilzbrut gestopft und erst mal zugeklebt wird. Die Stämme werden einige Wochen feucht (ich habe sie in einen Mörtelkübel gesteckt und regelmäßig begossen) gehalten, dann wird das Klebeband entfernt und die Stämme senkrecht zu ca. 1/4 im Boden eingegraben.

Sobald es kühler wird, sollten sich die ersten Fruchtkörper zeigen. Es kamen im Oktober 2010 tatsächlich welche, leider kamen auch die Schnecken. Deshalb fiel die Pilzernte relativ mager aus.

Im August diesen Jahres bot die Pflanzstelle in Köln-Kalk ein Seminar zum Thema Pilzanbau an. Dabei ging es um Pilzanbau in der Wohnung. Ebenfalls Austernpilze. Das Mycel wird hier mit sterilisiertem Strohhäcksel vermischt, gut angefeuchtet und in Plastiktüten gepackt. Aus kleinen Schlitzen in den Tüten sollen dann die Fruchtkörper wachsen.  Jeder Seminarteilnehmer bekam einen Beutel mit nach Hause.

Das Mycel entwickelte sich in meinem Beutel prächtig, Nach etwa zwei Wochen war alles weiß umsponnen. Dann sollte ich den Beutel noch einmal wässern, die Luftschlitze vergrößern und daraus sollten die Pilze wachsen.

Nun habe ich im Flur keine Schnecken, aber auch hier fiel die Ernte mager aus. Es reichte genau einmal für Rührei mit Pilzen. Mittlerweile hat der Pilz einen Pilz, es scheint sich Schimmel eingeschlichen zu haben. Wohl ein Fall für den Kompost. Jetzt hoffe ich doch noch auf diesjährige Ernte an den Holzstämmen im Garten. Es wird ja gerade erst kühler.

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Zum Stammheimer Schlosspark gelangt man am besten im Zuge einer gemütlichen Radtour rheinabwärts Richtung Leverkusen. Obwohl es hier kein Schloss mehr gibt, es wurde im 2. Weltkrieg zerstört und danach nicht wieder aufgebaut, ist dieser Park mehr als nur einen Ausflug wert.

Die früheren Schlossherren, Familie zu Fürstenberg-Stammheim, hatten hier ein Arboretum. also eine Sammlung einheimischer und exotischer Bäume angelegt. Viele dieser über 200 Jahre alten Bäume sind noch erhalten, und bieten Wohnung für etliche Vögel und Fledermäuse.

Der eigentliche Reiz des Parks ist aber die Skulpturenausstellung. Bereits im 10.Jahr stellen hier KünstlerInnen Werke aus, die eigens für diesen Ort geschaffen wurden und sich häufig mit ihrer Umgebung beschäftigen.

Z.B. findet man hier das frühere Grafenpaar in Beton (Bildmitte).

Abgestorbene Bäume dürfen stehenbleiben und werden zur Bühne umfunktioniert.

Manchmal ist die Ankunft eines Werks schon eine Kunstaktion.

Das Gebäude im Hintergrund steht an der Stelle des ehemaligen Schlosses. Es wurde zeitweise als Altenheim, zeitweise als Studentenwohnheim genutzt. Zur Zeit steht es leer und rottet vor sich hin, da die Stadt Köln (wie immer) kein Geld für eine Sanierung hat.

Ob dieser Parkbesucher wohl Modell für das  Kunstwerk untenn im Bild gesessen hat ?

Es gibt bzw. gab mehrere Baumkreise im Park, ein Platanenkreis z.B. ist noch fast vollständig erhalten. Aus diesem Lindenkreis mußten einige Bäume gefällt werden, ein Künstler füllte die entstandenen Lücken auf seine Art.

Das hier ist keine Kunst, sondern 100% Botanik: ein Araliensämling.

Verpixeltes läßt sich hier finden…

und eher „konventionelle“ Skulpturen…

…auch wenn manche davon recht klein sind

Der kopflose Löwe, der den Parkeingang bewacht, wurde vorsichtshalber hinter Gitter verbracht.

Insgesamt ist der Stammheimer Schlosspark ein äußerst empfehlenswerter Ausflugsort. Sich langweilende Kinder können unten am Rhein spielen. Leider gibt es in Stammheim keine ordentlichen Einkehrmöglichkeiten, also besser Picknickutensiliuen mitbringen.

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