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Posts Tagged ‘Obst’

Und nochmal: Eigenwerbung

Im Biogarten Thurner Hof finden – zumindest im Freien – immer noch VHS-Kurse statt. Sollte das alte Herrenhaus irgendwann mal in diesem oder dem nächsten Jahrzehnt fertig saniert sein, wird die Volkshochschule auch wieder einen Indoor-Standort in Köln-Dellbrück beziehen können.

Bis dahin beschränkt sich das Kursangebot auf – was auch sonst – Gartenkurse. Den vermutlich letzten des Jahres gebe ich: Obstbaumschnitt im Winter, am Samstag den 28.11. 15 von 11:00 – 12:30 Uhr.

Viele Bäume schneidet man am besten im Hochsommer. Es gibt aber Situationen, in denen ein Winterschnitt Sinn macht. Wer sich schlau machen möchte, meldet sich bitte hier an: Volkshochschule Köln.

Unangemeldet vorbeizukommen ist zwar prinzipiell möglich, beinhaltet aber das Risiko, daß die VHS den Kurs wegen zu weniger Teilnehmer absagt. Also bitte anmelden ! Und warm anziehen, denn es gibt zwar eine Holzhütte zum Unterstellen bei Regen, aber leider unbeheizt.

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Frühherbstliches

Kaum zu glauben: am Montag hatten wir noch 33 Grad und Badewetter,  pünktlich zum Septemberbeginn sackt das Thermometer um 15 Grad ab und es regnet.

Immerhin ein paar Regenpausen ließen Zeit für einige Frühherbstimpressionen. Das vor zwei Jahren gepflanzte Apfelbäumchen „Alkmene“ hat viele kleine Äpfelchen angesetzt.

alkmene

Die Weintrauben sind reif und wie immer köstlich.

traubeundrose

Merkwürdigerweise trägt dieses Jahr nur die rote „Sweety“, die weiße „Himrod“ legt eine Pause ein. Schnittfehler ? Jedenfalls reicht das nicht zum Saft pressen, die Trauben bekommen wir auch so aufgefuttert.

Die Kartoffelernte fällt passabel aus, die frühen „Duke of York“ sind schon raus, die „Linda“ darf noch ein wenig drin bleiben, bis das Kraut vertrocknet ist.

Die Tomaten tarnen sich: „Green Zebra“ ist in den Flieder geklettert und nur mit Mühe zu entdecken.

suchbild

Eine besonders schöne Blütenkombination für den Frühherbst ist die Schattenaster (Aster divaricatus) mit der winterharten Fuchsie (Fuchsia magellanica).

fuchsie

Wobei das „winterhart“ bei der Fuchsie in Anführungszeichen gesetzt werden muß. Ohne Winterschutz friert sie bis auf den Boden runter, treibt aber im Frühjahr brav wieder aus. Mit Winterschutz kann sie zu einem 2 Meter hohen Strauch werden.

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Alkmene

Die Qual der Wahl: Nachdem der große alte morsche Süßkirschbaum im hinteren Gartenteil gefällt wurde, war mir klar, daß an dieser Stelle (oder zumindest möglichst nah daneben) ein weiterer Apfelbaum seinen Platz finden sollte.  Apfel, weil man niemals Steinobst (Kirsche, Pflaume, Mirabelle, Pfirsich usw…) nach Steinobst und niemals Kernobst (Apfel, Birne, Quitte) nach Kernobst pflanzen sollte. Sonst können ggf. Krankheiten übertragen werden. Darüber, ob es bei Obstbäumen ähnlich wie bei Rosen eine Bodenmüdigkeit gibt, habe ich unterschiedliche Meinungen gehört. Birnen mag ich nicht und zum Quitten einkochen bin ich ehrlich gesagt, zu faul. Also noch ein Apfelbaum.

Aber was bitte schön für einer ? Nachdem ich derart viel über rare Apfelsorten, Streuobstwiesen usw. gelesen hatte, daß mir schon der Kopf rauchte, war ich wild entschlossen, meinen Teil zum Erhalt alter, regionaler Obstsorten zu tun und mir ein weiteres dieser Schätzchen in den Garten zu holen. Einen Streuobstwiesenapfel habe ich ja schon, die Rote Sternrenette.

Da gilt es zu beachten, welcher Baum zu welchen Bodenverhältnissen paßt, welcher Apfel von welchem besonders gut bestäubt werden kann (Äpfel, wie die meisten anderen Obstbäume auch, sind nicht selbstbestäubend, sie brauchen einen zweiten Baum, vorzugsweise einer anderen Sorte, als Befruchter), ob es sich um eine regionale Züchtung handelt usw.

Schließlich bin ich bei „Alkmene“ gelandet. Das ist zwar kein Streuobstwiesenapfel, und auch keine regionale Sorte. Aber der Rest paßt: Alkmene ist als Container-Halbstamm auf schwachwüchsiger Unterlage erhältlich (so groß wie eine Streuobstwiese ist mein Garten dann doch nicht), wird u.a. von Golden Delicious befruchtet (den haben mir liebe, wenn auch etwas ahnungslose Freunde zum Einzug geschenkt) und vor allem: Alkmene verträgt sandigen Boden.

Jetzt steht das gute Stück also da, und erfüllt hoffentlich bald die hohen in ihn gesetzten Erwartungen. Ich bin gespannt, ob er noch vor der (schon vor vier Jahren gepflanzten) Sternrenette blüht. Damals hatte ich nämlich übersehen, daß a) ein Hochstamm als Wurzelware länger bis zur ersten Blüte braucht, und b) die Rote Sternrenette sowieso erst in fortgeschrittenerem Alter zu fruchten beginnt.

Pomologie – eine Wissenschaft für sich.

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Herbsthimbeeren

Selbst jetzt Ende Oktober ernte ich noch jeden Tag eine kleine Handvoll Himbeeren. Ich habe hier Herbsthimbeeren angebaut. Der Name ist eigentlich irreführend, denn Herbsthimbeeren könnten zweimal jährlich tragen – im Juni und im Herbst bis zum Frost. Dann ist die Ernte leider nur spärlich, da es die Pflanzen zuviel Kraft kostet. Besser pflanzt man eine Sorte Sommerhimbeeren (einmal tragende) und eine Sorte Herbsthimbeeren.  Bei beiden werden die abgeernteten Ruten bis auf den Boden abgeschnitten, bei den Sommerhimbeeren erscheinen die neuen Ruten schon während der Ernte, bei den Herbsthimbeeren im nächsten Frühjahr.

Himbeeren brauchen einen (mindestens) halbsonnigen Standort und einen nährstoffreichen, nicht zu trockenen Boden. Die Ruten muß man an Drahtgerüsten  hochbinden.

Botanisch gesehen sind Himbeeren übrigens keine Beeren, sondern eine Sammelsteinfrucht. Jeder Same steckt in einer eigenen kleinen Frucht, die wiederum zu einer Sammelfrucht zusammengefaßt sind. Bei echten Beeren wie Weinbeeren, Johannisbeeren oder auch Tomaten sind viele kleine Samen von einer fleischigen Frucht umgeben.

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Äpfel, Äpfel…

Letzten Samstag war im Naturschutzgebiet Flittarder Rheinaue große Apfelernte. Dort hat die Stadt Köln vor ca. 15 Jahren zwei Streuobstwiesen mit alten Apfel- und Birnensorten angepflanzt.

Eine zwiespältige Geschichte. Eigentlich haben Streuobstwiesen in einer Flussaue (Überschwemmungsgebiet !) nichts zu suchen. Erst recht nicht, wenn diese Aue ein Naturschutzgebiet ist. Dorthin gehören standorttypische Gehölze wie Weiden, Pappeln, Erlen, Eschen undsoweiter. Pflanzen muss man die auch nicht, wenn man die Flächen sich selbst überlässt, siedeln sie sich von selber an.

Nunja, jetzt stehen die Obstbäume da, und – typisch Stadt Köln – es wird sich nicht mehr drum gekümmert. Dabei brauchen Obstbäume regelmäßige Pflegeschnitte, wenn sie vernünftigen Ertrag bringen sollen.  Seit zwei jahren hat sich der BUND Köln zusammen mit dem Bürgerverein Stammheim-Flittard der Sache angenommen.  Denn es handelt sich hier um alte, erhaltenswerte Obstsorten, die im Supermarkt nicht zu kaufen sind.  Einmal jährlich findet ein Obstbaum-Schnittkurs statt und letzten Samstag war, wie gesagt, Apfelernte Teil eins. Jeder konnte gegen Spende Äpfel pflücken und mitnehmen.

Ich habe die Sorten „Baumanns Renette“, „Goldrenette von Blenheim“, „Brettacher Gewürzapfel“ und „Rote Sternrenette“ mitgenommen. Bis auf die Sternrenette kannte ich keine dieser Sorten. Es sind alles Lageräpfel, die sich im kühlen Keller mehrere Monate halten. Dazu muss man sie nebeneinander (!) auf Regalbretter legen, sie dürfen einander nicht berühren und müssen regelmäßig auf Druck- und Faulstellen kontrolliert werden.

Demnächst wird es wohl noch einen Erntetag geben, einige Apfelsorten wie „Kaiser Wilhelm“, „Winterrambour“, „Roter Eiserapfel“ müssen noch einige Wochen hängenbleiben.  Wer´s genau wissen will, schaut hier nach, oder kommt einfach mittwochs nachmittags zur Naturschutzstation Rheinaue, neben dem Stammheimer Schloßpark.

Gestern gab es noch mehr Äpfel für mich: Von Kunden denen ich die Apfelbäume geschnitten hatte, und die vor lauter Obst nicht mehr geradeaus gucken konnten. Für mich sahen die Äpfel nach „Cox Orange“ aus, es soll aber eine andere Sorte sein. Name leider unbekannt. Egal. sie schmecken gut und sind gleichfalls in den Keller gewandert.

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Leimringe sind fällig

Heute morgen mußte ich zum ersten Mal in diesem Herbst Eis von der Windschutzscheibe kratzen. Und habe dabei gleich einen eiskalten Schreck bekommen: die Leimringe ! Nach der Arbeit habe ich sofort welche angebracht. Hoffentlich noch nicht zu spät.

Ab dem ersten Frost kriechen nämlich die flügellosen Weibchen des Kleinen Frostspanners an den Bäumen hoch, um ihre Eier an den Knospen fürs nächste Jahr abzulegen. Aus den Eiern schlüpfen im Frühling die bekannten kleinen grünen Räupchen, die mit großem Appetit und noch größerer Geschwindigkeit das Laub vertilgen. Übrigens nicht nur an Obstbäumen. Bei mir im Garten fressen sie bevorzugt die Rosa „New Dawn“ kahl.

Um all diese Dramen zu vermeiden, sollte man vor dem ersten Frost die Baumstämme (und ggf. auch die Stützpfähle der Bäume) mit den handelsüblichen Leimringen umwickeln. Wichtig ist, daß die Ringe eng am Stamm anliegen, am besten wickelt man oben und unten noch jeweils einen Draht drum.

Im Frühling sollte man die Leimringe wieder entfernen (den Draht auch !), und den Stamm mit einer Bürste abreiben. Möglicherweise hat die eine oder andere Frostspannerin ihre Eier unter dem Leimring deponiert. Danach kann man dann Wellpappe-Streifen um die Obstbäume oder zumindest die Apfelbäume legen, um den Apfelwickler-Larven ihren Weg nach oben zu erschweren.

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Gelbe Kirschen

Dieses Jahr war kein Kirschenjahr. Ob es daran lag, daß der Frühsommer so naßkalt war, oder besonders viele gefräßige Vögel unterwegs waren, Von meinen drei Kirschbäumen hab ich nichts, aber auch gar nichts geerntet.

 Gut, die Sauerkirsche im Vorgarten hab ich erst im Frühjahr gepflanzt, da kann man noch nichts erwarten.

Und die alte, große Süßkirsche ganz hinten im Garten scheint sich langsam zu verabschieden. Schon als ich hier einzog, fiel mir auf, daß der Baum ursprünglich mal drei Stämmlinge hatte, von denen einer irgendwann ausgerissen sein muß. In etwa 1 m Höhe ist eine große Wunde zu sehen, von der aus es wahrscheinlich in die Kirsche hineinfault. Jedenfalls hat der Baum eine Menge Totholz und wirft seit August Laub ab. Mittlerweile ist er fast kahl. Ich werde ihn wohl im Winter fällen. Kirschen hatte er letztes Jahr zwar noch einige, war aber so hoch, daß man auch mit langer Leiter und Obstpflücker bewaffnet nur an die untersten Äste rankam.

Kirschbaum Nr.3 ist auch eine Süßkirsche und hat letztes Jahr ordentlich Früchte getragen. Nach Abzug des Amseltributs blieben immerhin zwei Eimer voll übrig. Aber in diesem Sommer war auch hier nichts für uns drin.

Als Ersatz für die alte Kirsche ganz hinten habe ich eine „Dönissens gelbe Knorpelkirsche“ gekauft. Laut Beschreibung eignet sich diese Sorte für sandige Böden (sehr gut), wächst rasch (da habe ich nichts gegen), und die Amseln identifizieren die gelblichen Früchte nicht so schnell als Futter (noch besser !).

Eigentlich ist es noch etwas früh für die Pflanzung von Laubgehölzen. Wurzelnackte Stämme und Ballenware gibt es noch nicht, von den Baumschulen werden diese Pflanzen erst nach dem Laubfall angeboten. Meien Neuerwerbung kam als Topf- bzw. Containerpflanze daher, die man theoretisch auch im Sommer pflanzen könnte (wenn man denn auf den Urlaub verzichtet, um ggf. 3x wöchentlich zu gießen). Jetzt, Ende September,  muß nicht mehr ganz soviel gegossen werden, und das Kirschbäumchen hat noch fast den ganzen Herbst Zeit zum Einwurzeln.  Mit dem Pflanzschnitt warte ich trotzdem bis zum Laubfall. Der Baum zieht Nährstoffe und Chlorophyll aus den Blättern ab und lagert sie im Stamm und den Wurzeln ein. Wenn ich die falsch stehenden Zweige vor dem Laubfall schneiden würde, entziehe ich dem Baum diese Nährstoffe und er wächst im nächsten Jahr schwächer.

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