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Posts Tagged ‘Sträucher’

Eßbar ?

Brombeere und Himbeere kennt jeder, und dass Vogelbeeren giftig sind, weiß auch jedes Kind. Richtig ? Nein.

Vogelbeeren, oder korrekt, die Früchte der Eberesche (Sorbus aucuparia) sind nicht giftig. Sie schmecken nur derart scheußlich bitter, daß sie niemand ein zweites Mal probieren möchte. Es gibt eine Ebereschensorte (S. aucuparia „Edulis“), der man die Bitterstoffe weggezüchtet hat, und aus deren Früchten man Saft oder Marmelade kochen kann.

Auch die Eiben“beeren“, die strenggenommen keine Beeren, sondern ein fleischiger Samenmantel sind, sind erstaunlicherweise nicht giftig. Alles andere an der Eibe (Taxus baccata), die Samen und die Nadeln, sind allerdings hochgiftig. Von daher besser nicht essen, da man dabei womöglich einen der giftigen Samen verschluckt.

Das heißt aber nicht, daß Wildfrüchte nicht auch giftig sein können. Einige weniger bekannte Arten, die man jetzt im Herbst finden kann, möchte ich hier vorstellen.

Dekorativ, aber sehr giftig sind die Früchte des Pfaffenhütchens (Euonymus fortunei). In einem Garten, in dem Kinder spielen, sollte man es nicht anpflanzen.

pfaffenhütchen

Ebenfalls giftig sind Ligusterbeeren.

liguster

Dort, wo Liguster (Ligustrum vulgare oder L. ovalifolium) als scharf geschnittene Vorgartenhecke wächst, wird er kaum blühen und fruchten. Die Blüten duften und sehen wie weiße Miniatur-Fliederdolden aus.

Die Beeren der Stechpalme oder des Ilex (Ilex aquifolium) sind ebenfalls giftig.

ilexEdit 30.10.:

Zwei hab ich noch gefunden, die Früchte des gemeinen Schneeballstrauchs (Viburnum opulus), der Wildformform des gefüllten Gartenschneeballs, die sind auch zumindest unbekömmlich.

vibop

Die Blüte ist beim gemeinen Schneeball nicht ball- sondern tellerförmig:

wilderschneeballblüte

Und die Schneebeere (Symphoricarpus albus), bei Kindern auch als Knallerbsenstrauch bekannt.

schneebeereist ebenfalls schwach giftig.

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Herbstblüten

Von wegen, im Oktober blüht im Garten nichts mehr. Eine meiner namenlosen (von der Pflanzentauschbörse abgestaubten) Rosen läuft zum zweiten Mal zur Hochform auf.

vorgartenblüte

Zusammen mit der weißen Herbstanemone „Honorine Jobert“ und dem blauen Storchschnabel „Rozanne“ (von denen weiß ich immerhin die Namen) macht das im Vorgarten richtig was her.

Auch die winterharten Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium) geben sich Mühe.

alpenveilchenblüte

Im Frühjahr hatte ich von einer Gartenfreundin Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) geschenkt bekommen. Ob sie  nächstes Frühjahr schon blühen, weiß ich nicht. Die Knollen waren noch sehr klein. Immerhin kann man jetzt das Laub erkennen, und sehr schön von den Blättern des Herbst-Alpenveilchens unterscheiden.

alpenveilchenblatt

Links Cyclamen coum, rechts Cyclamen hederifolium.

hortensiespät

Die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) hat erst vor einer Woche zu blühen begonnen. Das liegt wahrscheinlich daran, daß ich sie im Frühling ziemlich stark zurückgeschnitten hatte. Normalerweise blüht sie etwa ab Juli. Die Hortensie ist ohnehin mein Sorgenkind. Auf unserem Sandboden braucht sie extrem viel Wasser, das klappt nicht immer so gut und deswegen mickert sie etwas. Aber immerhin habe ich so noch einen blühenden Strauch.

Die Astern blühen natürlich auch schon, aber denen widme ich einen eigenen Eintrag.

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Das Elend hat ein Ende

Tja. Die zweite Generation des Buchsbaumzünslers hat meinen Buchskreisen und -kugeln den Garaus gemacht. Komplett kahl stehen sie da.
toterbuchsNein, ich habe die Pflanzen wirklich nicht abgebrannt. Das gelbbraune Elend da im Hintergrund ist allein diesen ekelhaften fetten grünen Raupen zu verdanken.

Den vorderen Buchskreis um die rote Rose hab ich schon ausgegraben, bis mir einfiel, mein Versagen zu dokumentieren. Gift spritzen wollte ich nicht, Raupen absammeln war mir im Frühjahr schon zuviel und Bacillus thuringiensis zu bestellen hab ich verpennt.

Was nun ? Ich hätte ja schon gerne wieder immergrüne Kreise und Kugeln im Vorgarten. Vor allem im Winter war das ein Blickfang.

Eine Kollegin hat mir immergrünen Gamander (Teucrium lucidrys) als Alternative für Minihecken ampfohlen. Das könnte nett aussehen, blüht rosaviolett, ist kleinblättrig und läßt sich gut schneiden. Zu Kugeln kann man den Gamander aber nicht ziehen, da es sich nur um einen Halbstrauch handelt.

Eibe sieht bestimmt auch gut aus und läßt sich prima zu Kugeln formen, aber da komme ich wahrscheinlich aus dem Schneiden nicht mehr heraus.

Auf den ersten Blick fast mit Buchs zu verwechseln und genauso gut zu schneiden ist der Zwergilex (Ilex crenata), aber leider ziemlich teuer.

Für eine Rosmarinhecke ist der Vorgarten leider nicht sonnig genug, und wenn wir alle paar Jahre dann doch mal ein, zwei Wochen Dauerfrost haben, wäre der Rosmarin auch futsch.

Es steht auf jeden Fall noch einiges an Überlegung und eine komplette Vorgartenumgestaltung auf dem Programm… der Herbst kann kommen.

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Klappmechanismus

Auch in Köln wird es gelegentlich Winter. Es schneit nicht nur,  es kann sogar Dauerfrost geben und der Boden mehrere Dezimeter tief gefrieren. Wenn dann noch die Wintersonne einen klaren kalten Tag bescheint, kommen manche Pflanzen in Bedrängnis.

An Baumstämmen können Frostrisse entstehen. Immergrüne Laubgehölze können – nein, nicht erfrieren, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht – sondern vertrocknen.

In den Blättern findet die Fotosynthese statt, aus Wasser und dem Kohlendioxyd der Luft werden durch die Energie des Sonnenlichts Sauerstoff und Zucker gebildet. Den Zucker lagert die Pflanze ein, der Sauerstoff wird an die Luft abgegeben.

Wenn nun der Boden bis in größere Tiefen gefroren ist, können die Wurzeln nicht genug Wasser für den Fotosynthesezyklus nachliefern, und die Pflanze kann vertrocknen. Verschiedene Pflanzen haben Methoden entwickelt, um damit umzugehen:

Manche Sträucher, wie Liguster oder einige Schneeballarten, werfen bei starkem Frost dann doch die Blätter ab. Kein Laub – keine Fotosynthese. Manche, wie Rhododendron, klappen ihre Blätter nach unten weg, und verringern so die Fläche, die von der Wintersonne beschienen werden kann.

rhodo

Wenn es noch kälter würde, könnte der Rhododendron seine Blätter sogar zusammenrollen.

Und manche Sträucher, wie die großlaubigen Kirschlorbeeren, vertrocknen einfach. Sie brauchen ohnehin viel Wasser, und wenn der Boden gefroren ist, leiden sie schnell an Wassermangel.

Daher empfiehlt es sich, wenn die aktuelle Frostperiode vorbei ist, die Immergrünen kräftig zu gießen. Aber bitte erst dann, wenn für die nächste Nacht nicht der nächste Frost angekündigt ist, sonst beschert man seinen Pflanzen nur eine großen Eisklumpen an den Wurzeln.

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Winter ? Blüten !

Ja, ja, der Winter… der findet dieses Jahr woanders statt. Temperaturen von tagsüber um die 10 Grad und nachts immer noch deutlich über dem Gefrierpunkt sind alles andere als winterlich.

In einem Kundengarten gestern winkten schon die ersten Krokusse (ok, es waren Elfenkrokusse, Crocus tommasinianus, die blühen häufig schon im Februar, aber bis dahin sind es auch noch gut zwei Wochen), bei anderen Kunden letzte Woche fielen mir die üppig blühenden weißen Rosen auf (ok, es war ein innerstädtischer Garten, aber trotzdem…)

In meinem Garten hält sich die Vegetation zum Glück noch zurück. Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) blüht üppig, das gehört sich im Januar so.

winterjasmin

Winterjasmin wächst am schönsten, wenn man ihn an irgendetwas hochzieht. Er ist keine Kletterpflanze im eigentlichen Sinne, sondern ein kleiner Strauch mit langen, dünnen, niederliegenden Trieben, die  sich leicht wieder bewurzeln.  Wenn man die Triebe in einen Zaun o.ä.  einflechtet, kann man ihn bis auf etwa 1,5 m Höhe bringen.

Eine andere Pflanze, die um diese Jahreszeit blüht, ist das Große Immergrün (Vinca major).

vincamajor

Es sieht seinem bekannten Verwandten, dem Kleinen Immergrün (Vinca minor) sehr ähnlich. Die Blüten sind größer, die Blätter glänzender und die Pflanze rankt eher in benachbarte Sträucher, als das sie am Boden langkriecht. Der Literatur nach ist sie nicht wirklich winterhart, in meinem Garten haben die Pflanzen aber die letzten drei Winter überlebt.

Die Christrose (Helleborus niger) blüht natürlich der Jahreszeit entsprechend.

christrose

Weniger der Jahreszeit entsprechen die Schnecken, die sich daran zu schaffen machen. Die Krospen sehen ziemlich angefressen aus. Auch im Gemüsebeet, wo ich die Tage den letzten Pak Choi geerntet hatte, waren die Schleimer schon unterwegs.

Schneckenplage im Januar – das  hatte ich bisher noch nicht. Sollte man sich jetzt eine ordentliche Frostperiode wünschen, um die Viecher ins Jenseits zu befördern oder lieber nicht, da die Pflanzen allerorts schon auf Wachstum programmiert sind und sonst Schaden nehmen ?

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Mehr Durchblick

Nach langem Überlegen habe ich gestern den Hartriegel (Cornus alba) gemeuchelt, der in meinem Garten eine massive optische Barriere zwischen dem vorderem, sonnigen und dem hinteren, schattigen Gartenteil darstellte.

Bei Gartenplanungsgesprächen weise ich meine Kunden oft und gerne darauf hin, daß man einen Garten in verschiedene Räume unterteilen sollte – selbst kleine Gärten wirken dadurch größer.  Und man hat einen Überraschungseffekt – was verbirgt sich wohl dahinter ?

Trotzdem hatte ich den Hartriegel satt. Da verbarg sich zuviel hinter. Der Schattenwurf war zu heftig und vor allem hatte ich es satt, das Ding ständig in Form zu schneiden.

keindurchblick

So sah das noch im Sommer aus. Das große grüne gebogene Etwas im Hintergrund war der Stein – äh Strauch des Anstoßes. Ich mußte den Hartriegel mindestens ein- besser zweimal im Jahr schneiden, um zu verhindern, daß er alles zuwucherte.

durchblick2

So sieht es jetzt aus. Luftiger und mit mehr Durchblick. Und hoffentlich immer noch mit Überraschungen.

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Winterblüten

Irgendwas blüht immer.  Zugegeben, im Winter ist die Auswahl an blühenden Gartenpflanzen eher gering. Immerhin, über die Christrosen (Helleborus niger) stolpert man in der Adventszeit in jedem Blumenladen.

christrose

Und nein, das sind keine Zimmerpflanzen. Die gehören nicht auf die Fensterbank, sondern in den Garten, oder notfalls in den Blumenkübel auf dem Balkon. Der Boden darf nicht zu lehmig und/oder zu sauer sein. Notfalls kann man die Pflanzstelle mit Sand und ein wenig Kalk verbessern. Wenn die Pflanzen schon länger im Blumenladen gestanden haben, sollte man sie langsam an die Außentemperaturen gewöhnen, in Etappen vom Schlafzimmer übers Treppenhaus bis an einen geschützten, (halb)schattigen Platz im Garten.

Mit der Christrose verwandt ist die grüne Nieswurz (Helleborus foetidus), die jetzt auch bald ihre grünen Blüten öffnen wird…

nieswurz

…und die Lenzrose (Helleborus orientale). Die blüht, wie der Name sagt, im ausgehenden Winter, Februar bis März. Mit Rosen haben diese Pflanzen übrigens nichts zu tun.

Ein anderer hübscher und frostharter Winterblüher ist der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum)…

winterjasmin

… die einzige Jasminart, die im Winter draußen bleiben kann. Den kleinen Strauch mit seinen langen. dünnen Trieben kann man in ein Rankgitter flechten oder eine Böschung hinunterhängen lassen. Von alleine stehen die Zweige nicht aufrecht.

Und noch ein Strauch: der Winterschneeball (Viburnum farreri)…

winterschneeball

… später im Winter kann auch der Mittelmeerschneeball (Viburnum tinus) blühen, aber der ist leider nicht zuverlässig frosthart.

Ein paar Ausreißer habe ich auch noch zu bieten: Die knallbunten Frühlingsprimeln blühen schon gelegentlich im Winter, aber eine winterblühende Schlüsselblume (Primula elatior) hab ich bisher noch nicht gesehen.

schlüsselblume

Den Schnee und Frost des vorletzten Wochenendes hat sie anstandslos weggesteckt.

Das weißblühende Immergrün (Vinca minor „Alba“) muß vom Schnee hervorgelockt worden sein 😉

weißesimmergrün

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