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Posts Tagged ‘Wetter’

Klappmechanismus

Auch in Köln wird es gelegentlich Winter. Es schneit nicht nur,  es kann sogar Dauerfrost geben und der Boden mehrere Dezimeter tief gefrieren. Wenn dann noch die Wintersonne einen klaren kalten Tag bescheint, kommen manche Pflanzen in Bedrängnis.

An Baumstämmen können Frostrisse entstehen. Immergrüne Laubgehölze können – nein, nicht erfrieren, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht – sondern vertrocknen.

In den Blättern findet die Fotosynthese statt, aus Wasser und dem Kohlendioxyd der Luft werden durch die Energie des Sonnenlichts Sauerstoff und Zucker gebildet. Den Zucker lagert die Pflanze ein, der Sauerstoff wird an die Luft abgegeben.

Wenn nun der Boden bis in größere Tiefen gefroren ist, können die Wurzeln nicht genug Wasser für den Fotosynthesezyklus nachliefern, und die Pflanze kann vertrocknen. Verschiedene Pflanzen haben Methoden entwickelt, um damit umzugehen:

Manche Sträucher, wie Liguster oder einige Schneeballarten, werfen bei starkem Frost dann doch die Blätter ab. Kein Laub – keine Fotosynthese. Manche, wie Rhododendron, klappen ihre Blätter nach unten weg, und verringern so die Fläche, die von der Wintersonne beschienen werden kann.

rhodo

Wenn es noch kälter würde, könnte der Rhododendron seine Blätter sogar zusammenrollen.

Und manche Sträucher, wie die großlaubigen Kirschlorbeeren, vertrocknen einfach. Sie brauchen ohnehin viel Wasser, und wenn der Boden gefroren ist, leiden sie schnell an Wassermangel.

Daher empfiehlt es sich, wenn die aktuelle Frostperiode vorbei ist, die Immergrünen kräftig zu gießen. Aber bitte erst dann, wenn für die nächste Nacht nicht der nächste Frost angekündigt ist, sonst beschert man seinen Pflanzen nur eine großen Eisklumpen an den Wurzeln.

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Winter ? Blüten !

Ja, ja, der Winter… der findet dieses Jahr woanders statt. Temperaturen von tagsüber um die 10 Grad und nachts immer noch deutlich über dem Gefrierpunkt sind alles andere als winterlich.

In einem Kundengarten gestern winkten schon die ersten Krokusse (ok, es waren Elfenkrokusse, Crocus tommasinianus, die blühen häufig schon im Februar, aber bis dahin sind es auch noch gut zwei Wochen), bei anderen Kunden letzte Woche fielen mir die üppig blühenden weißen Rosen auf (ok, es war ein innerstädtischer Garten, aber trotzdem…)

In meinem Garten hält sich die Vegetation zum Glück noch zurück. Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) blüht üppig, das gehört sich im Januar so.

winterjasmin

Winterjasmin wächst am schönsten, wenn man ihn an irgendetwas hochzieht. Er ist keine Kletterpflanze im eigentlichen Sinne, sondern ein kleiner Strauch mit langen, dünnen, niederliegenden Trieben, die  sich leicht wieder bewurzeln.  Wenn man die Triebe in einen Zaun o.ä.  einflechtet, kann man ihn bis auf etwa 1,5 m Höhe bringen.

Eine andere Pflanze, die um diese Jahreszeit blüht, ist das Große Immergrün (Vinca major).

vincamajor

Es sieht seinem bekannten Verwandten, dem Kleinen Immergrün (Vinca minor) sehr ähnlich. Die Blüten sind größer, die Blätter glänzender und die Pflanze rankt eher in benachbarte Sträucher, als das sie am Boden langkriecht. Der Literatur nach ist sie nicht wirklich winterhart, in meinem Garten haben die Pflanzen aber die letzten drei Winter überlebt.

Die Christrose (Helleborus niger) blüht natürlich der Jahreszeit entsprechend.

christrose

Weniger der Jahreszeit entsprechen die Schnecken, die sich daran zu schaffen machen. Die Krospen sehen ziemlich angefressen aus. Auch im Gemüsebeet, wo ich die Tage den letzten Pak Choi geerntet hatte, waren die Schleimer schon unterwegs.

Schneckenplage im Januar – das  hatte ich bisher noch nicht. Sollte man sich jetzt eine ordentliche Frostperiode wünschen, um die Viecher ins Jenseits zu befördern oder lieber nicht, da die Pflanzen allerorts schon auf Wachstum programmiert sind und sonst Schaden nehmen ?

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Zur Erinnerung

So sah mein Garten gestern, am 12. März aus. 5 cm Neuschnee, heute nacht hatten wir -10 Grad. Frühling ? Was ist das ?

aktuell

Ich bibbere und bange um meine Pflänzchen. Irgendwie kommt mir die Situation fatal bekannt vor. 2012 war es schon im Januar so mild, daß alles austrieb, und im Februar kam dieser langanhaltende Kahlfrost.  Im Frühling waren dann etliche Lieblingsstauden erfroren.

Im Moment liegt zumindest eine dünne Schneedecke. Und so lange wird es wohl nicht so kalt bleiben. Aber – wir hatten letzte Woche doch  schon 16 Grad ! Und etliche Stauden waren schon recht weit ausgetrieben ! Und ich hatte die Rosen schon geschnitten !  Klar, es gibt die Gärtnerregel, daß man die Rosen erst dann schneiden soll, wenn die Forsythien zu blühen beginnen. Stimmt prinzipiell. Nur – die eigenen Rosen schneidet die Gärtnerin früher, da sie zur Forsythienblüte in anderer Leute Gärten beschäftigt ist.

Bei einigen dieser Blüten habe ich die Befürchtung, daß ich sie nach der (hoffentlich bald stattfindenden !) Schneeschmelze nicht mehr sehen werde. Deswegen sei ihnen hier ein virtuelles Denkmal gesetzt.

hellerot

Die rote Lenzrose (Helleborus orientale)…

helleweiß

… und ihre weiße Kollegin…

schlüsselblume

… die hohe Schlüsselblume (Primula elatior)…

anemone

… blaue Anemonen (Anemone blanda)…

narzissen2

…die kleinen Narzissen…

märzenbecher

… Märzenbecher (Leucojum vernum), der bisher noch nie bei mir geblüht hat, weil er eigentlich nur auf feuchtem Boden gedeiht. Wider besseres Wissen hatte ich vor zwei Jahren einige Zwiebeln davon gepflanzt. Im letzten Frühling gab es nur grüne Blätter. Jetzt die erste Blüte… seufz.

krokus1

Der Krokus ist hoffentlich zäher.

krokus2

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Heute morgen gab es einen für Köln seltenen Anblick im Garten: Schneeglöckchen im Schnee 😉 .

schneeglöckchen2

Mittlerweile ist alles wieder weggetaut, aber zum Glück hatte ich rechtzeitig die Kamera parat.

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Nachdem ich zwei Jahre hintereinander erfolglos Winterling-Zwiebeln gepflanzt habe, sehe ich jetzt zum erstenmal die Blüten. Entweder hatte ich sie vorher zu flach gepflanzt, so daß die Zwiebeln erfroren sind, oder irgendwer hat den Winterling zum Fressen gerne .

winterling

Der schon weit fortgeschrittene Austrieb bei den kleinen Narzissen…

narzissen

und dem Zierlauch…

zierlauch

… dagegen beunruhigt mich etwas. Wir haben schließlich erst Anfang Februar. Wenn es nochmal Kahlfröste gibt, sind die genauso Matsch wie im letzten Jahr. Ich werde Fichtenzweige drüber decken, in der Hoffnung, daß es was nützt.

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In Köln hat es wieder geschneit. Immerhin zum zweiten Mal in diesem Winter. Da die weiße Pracht hier selten länger als ein paar Tage hält, bin ich direkt mit der Kamera zur Spurensuche aufgebrochen.

Rehe, Wildschweine und dergleichen finden sich schon zur Genüge in meinem Post Spuren im Schnee, Hier deswegen ein paar Spuren von kleineren Tieren.

Hoppelspuren von Kaninchen kennt bestimmt jeder. Das hier ist ein sitzendes Kaninchen…

kaninchensitzt eichörnchen2

… und das ein sitzendes Eichhörnchen. Sieht sich ziemlich ähnlich. Aber das Eichhörnchen setzt die Hinterpfoten vor den Vorderpfoten auf, das Kaninchen dahinter.

In frisch gefallenem Schnee zeichnen sich sogar Mäusespuren ab:

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Der Strich zwischen den Pfötchen ist die Schwanzspur. Manche Mäuse bewegen sich lieber zeitweise unter dem Schnee, so wie diese hier:

maustunnel1

Und manchmal kann man sich zu den Spuren eine Geschichte ausdenken. So wie hier:

kaninchentrifftfasan

Da  haben sich ein Kaninchen und ein Fasan getroffen . Was die sich wohl erzählen 😉 ?

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Auch bei dieser Spur war detektivische Neugier gefragt. Nicht bei dem Fußabdruck unten links, das ist meiner (hüstel). Der Rest sah für mich zuerst so aus, als hätte die örtliche Wildschweinrotte durchgepflügt. Da aber weit und breit keine Schweinespuren zu sehen waren, haben hier tatsächlich die Amseln großflächig den Schnee weggescharrt, um im noch nicht gefrorenen Boden was Freßbares zu finden.

Hier ist eine Amsel aufgeflogen.

amselflug

Die Striche links neben der Fußspur sind Abdrücke der Schwungfedern. Woher ich weiß, daß das Amseln waren ? Weil sie vor mir weggeflogen sind 😉

Unsere liebsten Haustiere im Vergleich:

Ein kleiner Hund…

kleinerhund2

… und eine Katze.

katze

Bei der Katze sieht man keine Krallenabdrücke. Das dunkle Ding daneben ist eine Kastanie, zwecks Größenvergleich.

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Zu warm

Übers Wetter zu jammern gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen der Gärtnerin. Zu naß, zu trocken, zu heiß zu kalt… es nimmt kein Ende. Momentan ist es eindeutig zu warm. Nach dem kurzen Wintereinbruch 7./8./9. Dezember und dem daran anschließenden Tauwetter haben wir Tagestemperaturen zwischen 8 und 12^C, nachts geht es nie unter den Gefrierpunkt.

Die nicht winterharten Kübelpflanzen habe ich längst wieder inds Freie geräumt, was soll das Zeug mir den ohnehin zu kleinen Flur verstellen.  Letztes Jahr blieben die Pflanzen auch bis Anfang Januar im Freien, weil es solange mild war. Mit dem überraschenden Ergebnis, daß der echte Jasmin nicht, wie üblich zu Karneval im Flur vor sich hinblühte, wo der Duft fast zu intensiv für den kleinen Raum war, sondern im März/April wieder auf der Terrasse. Da hatten wir deutlich mehr davon.

Eigentlich bestehe ich nicht unbedingt darauf, srändig mit den Zähnen zu klappern und muß auch nicht unbedingt Eis und Schnee haben. Nur, wenn das jetzt noch länger so mild bleibt, schaltet die Natur wieder auf Wachstum. Mit einem leichten Schreck bemerkte ich das gestern, als ich beim über-die-Wiese-gehen merkte, daß unter meinen Füßen etwas abbricht. Volltreffer ! Ich war mitten durch die im Herbst gepflanzten Krokusse gelatscht, die schon grüne Spitzen zeigen. Bitte auf den Wegen bleiben !

Und das dicke Ende kommt bestimmt. Mit Schrecken denke ich an den Februar 2012, wo wir nach mildem Jahresbeginn gute zwei Wochen Kahlfrost mit Sonne und Temperaturen bis zu -17 C hatten. Das hat etliche angetriebene Zwiebeln, Stauden, Gehölze dahingemeuchelt. Anhaltende Kälte mit ordentlicher Schneedecke ab Ende Dezember bekommt den Pflanzen wesentlich besser als so ein hin und her.

In diesem Sinne: her mit dem Schnee !

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Kalte Nacht

Trotz Wetterbericht bin ich kalt erwischt worden: Für die letzten beiden Nächte waren Temperaturen knapp unter den Gefrierpunkt für den Kölner Raum angesagt worden. Also habe ich meine frostempfindlichen Kübelpflanzen (eine Schönmalve, einen echten Jasmin und den Lorbeer) auf die überdachte Terrasse gestellt und gut.

Hm.

Leider hatten wir in der letzten Nacht -6 °C, was für mein Gefühl schon deutlich unter dem Gefrierpunkt ist. Einige Pflanzen sehen auch dementsprechend aus.  Zum Beispiel die Rizinüsse im Kübel vor der Garage:

Na gut, die ziehe ich ohnehin jedes Frühjahr neu. Aber etwas länger hätten sie ruhig noch stehen dürfen.

Die Brunnera von den dreien, die am weitesten vom Haus entfernt wächst, hat auch die stärksten Frostschäden.

Schade. Der Purpurdost (Ageratum altissima) hatte gerade erst zu blühen begonnen – schon erfroren: Nur die Blüten, wie ich hoffe, die Staude ansich sollte frosthart sein.

Dem immer noch nicht komplett aufgegessene Palmkohl im Gemüsebeet hat der Frost nichts ausgemacht. Scheinbar ist er ähnlich robust wie der Grünkohl, der ja erst nach ein paar Minusgraden richtig gut schmeckt.

Die Kübelpflanzen auf der Terrasse scheinen auch nichts abbekommen zu haben.  Vielleicht sollte ich mir mal Gedanken über Wärmedämmung machen, wenn das Haus derart Wärme abstrahlt.

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