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Archive for Oktober 2012

Kalte Nacht

Trotz Wetterbericht bin ich kalt erwischt worden: Für die letzten beiden Nächte waren Temperaturen knapp unter den Gefrierpunkt für den Kölner Raum angesagt worden. Also habe ich meine frostempfindlichen Kübelpflanzen (eine Schönmalve, einen echten Jasmin und den Lorbeer) auf die überdachte Terrasse gestellt und gut.

Hm.

Leider hatten wir in der letzten Nacht -6 °C, was für mein Gefühl schon deutlich unter dem Gefrierpunkt ist. Einige Pflanzen sehen auch dementsprechend aus.  Zum Beispiel die Rizinüsse im Kübel vor der Garage:

Na gut, die ziehe ich ohnehin jedes Frühjahr neu. Aber etwas länger hätten sie ruhig noch stehen dürfen.

Die Brunnera von den dreien, die am weitesten vom Haus entfernt wächst, hat auch die stärksten Frostschäden.

Schade. Der Purpurdost (Ageratum altissima) hatte gerade erst zu blühen begonnen – schon erfroren: Nur die Blüten, wie ich hoffe, die Staude ansich sollte frosthart sein.

Dem immer noch nicht komplett aufgegessene Palmkohl im Gemüsebeet hat der Frost nichts ausgemacht. Scheinbar ist er ähnlich robust wie der Grünkohl, der ja erst nach ein paar Minusgraden richtig gut schmeckt.

Die Kübelpflanzen auf der Terrasse scheinen auch nichts abbekommen zu haben.  Vielleicht sollte ich mir mal Gedanken über Wärmedämmung machen, wenn das Haus derart Wärme abstrahlt.

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Traditionsgemäß wäre am nächsten Sonntag, den 28. 10. Pflanzentauschbörse in der Kölner Flora. Seit ich weiß nicht wie vielen Jahren ist die Kölner Pflanzentauschbörse immer am ersten Sonntag im Mai im Biogarten Thurner Hof und am letzten Sonntag im Oktober in der Flora. Nur dieses Jahr nicht. Einige Wochen war unklar, ob überhaupt eine Tauschbörse stattfindet.

Traditionsgemäß wird die Pflanzentauschbörse von drei Veranstaltern getragen: der Volkshochschule Köln, dem Biogarten Thurner Hof und den MitarbeiterInnen der Flora/Botanischer Garten. Letztere bringen immer übrig gebliebene Staudenjungpflanzen aus eigener Anzucht mit. Da darunter häufig ungewöhnliche Arten und Sorten sind, ist der Flora-Stand bei den Besuchern sehr beliebt.

Traditionsgemäß werden auf der Pflanzentauschbörse – logisch ! – Pflanzen getauscht.  Falls aber jemand nichts zum tauschen hat, oder der eine nicht das haben will, was der andere anbietet, können Pflanzen auch gegen Spenden abgegeben werden. Da an der Tauschböse niemand Geld verdienen soll, werden die Spenden gesammelt und einem sinnvollen Zweck zugeführt. In den letzten Jahren gingen die Spenden immer an Zartbitter – Verein gegen sexuellen Missbrauch von Mädchen und Jungen.

Diesen Herbst nun kam es anders. Der Leiter der Flora hatte sich Anfang Oktober überlegt, daß die Spenden diesmal einem anderem Zweck zugute kommen sollten, nämlich einem Kinderhospiz, und teilte dies den anderen Veranstaltern mit. Da der Biogarten keinen Leiter hat, bestand hierüber erst einmal Diskussionsbedarf.  Nachdem der Verein Biogarten einige Tage später dann sein Einverständnis mit dem neuen Spendenziel gegeben hatte,  ließ der Leiter der Flora plötzlich verlauten,  er würde die Tauschbörse absagen.

Begründung: Es würde sich für die Flora nicht lohnen. der Wert der zur Verfügung gestellten Pflanzen würde die Höhe der eingenommenen Spenden übersteigen und die Arbeitszeit der MitarbeiterInnen müsse man ja auch noch dazu rechnen.

Viele Fragezeichen. Warum erst ein neues Spendenziel vorschlagen und dann – zwei Wochen vorher ! – die Tauschbörse  absagen ?  Muß eine Veranstaltung sich am Wert der eingenommenen Spenden messen lassen ?  Geht es nicht auch darum. Austausch, Info, Klatsch und Tratsch unter (Hobby)GärtnerInnen zu fördern ? Für die Flora-Leitung scheinbar nicht.

Nun ja. Ob die Flora im nächsten Jahr noch Mitveranstalter der Pflanzentauschbörse sein wird, bleibt abzuwarten. Die diesjährige Herbst-Tauschbörse findet jedenfalls am Sonntag, den 28.10. von 11-14 Uhr statt, und zwar im Biogarten Thurner Hof, Mielenforster Straße 1,  51069 Köln-Dellbrück.

Mir ist es recht so, ich muß dann nicht so weit fahren

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Teltower Rübchen…

… werde ich im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder anbauen. Sie lassen sich prima nach den Frühkartoffeln aussäen, wachsen unkompliziert auf Sandboden (soweit ich weiß, wurden sie ursprünglich in Brandenburg gezüchtet, da ist es ja auch sandig ), haben den trockenen September gut weggesteckt und schmecken lecker ! Schälen, in dünne Scheiben schneiden und in Butter schmoren, hmmm !

Nur- heute haben wir leider die letzten aufgegessen. Viel gibt so ein Rübchen nicht her. Die größten hatten 8 cm Durchmesser, der Durchschnitt so um die 5 cm. Nächstes Jahr muß da mehr von angebaut werden. Meine anderen späten Gemüseaussaaten (Rübstiel, Feldsalat und Spinat) mickern rum. Ein paar gute Mahlzeiten werden nur noch der Porree und der Palmkohl abgeben. Dann ist das Gemüsebeet leer.

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Herbstfarben Teil 2

Später als die meisten anderen Astern: Gerade erst zu blühen begonnen hat die Myrten-Aster (Aster ericoides). Hübsch ist sie mit den kleinen weißen Blütensternchen und dem leicht bogigen Wuchs.

Aber man sollte sie im Auge behalten, denn diese zierlich wirkende Pflanze hat die Lizenz zum wuchern !  Ich steche im Frühjahr immer großzügige Portionen ab und gebe sie weiter.

Und weiter mit den eigentlichen Farbknallern im Herbst, den Gehölzen.

Der echte Wein auf meiner Terrasse. Hier verfärbt sich jedes Blatt einzeln. Manche sind noch grün, andere in den verschiedenen Gelb- und Rottönen, manche sind schon abgefallen.

Ich habe immer den Eindruck, daß die Farbenpracht beim wilden Wein (Parthenocissus, ist mit dem echten Wein nicht näher verwandt !) noch kurzlebiger ist. Beim ersten Frosthauch werden die Blätter rot, und beim zweiten liegen sie schon unten.

Ein echter Herbst-Hingucker ist das Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus). Die Blätter verfärben sich gelb-orange und die Früchte rosa-orange. Leider sind sie ziemlich giftig. Kleine Kinder bitte fernhalten.

Einige Gehölze, die in Nordamerika für die Farbenpracht des „Indian Summer“ sorgen, trifft man mittlerweile auch in vielen deutschen Gärten an.

Z.B. den Amberbaum…

… den Essigbaum oder Sumach, der sich mit zahlreichen Wurzeltrieben unbeliebt machen kann. Ehrlich gesagt, bewundere ich ihn lieber in anderer Leute Garten. Aus meinem eigenen Garten ist er aus diesem Grund rausgeflogen.

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Herbstfarben Teil 1

Die vorherrschende Farbe in meinem Garten ist komischerweise immer noch grün. Den Palmkohl sollte ich besser bald aufessen. Er schmeckt zarter als der verwandte Grünkohl, ist aber nicht so kälteresistent.

Obwohl die Nachttemperaturen schon einigemale an der Frostgrenze gekratzt haben, blüht hier noch einiges…

… die Staudensonnenblumen und Mädchenaugen im Mittelbeet…

… die unverwüstlichen Prachtkerzen nebst Verbenen…

… die Bleiwurz, die als Kontrast zu den blauen Blüten jetzt eine rötliche Laubfärbung bekommt.

Überhaupt, Laubfärbung ! Es müssen nicht immer Gehölze sein.  Auch Stauden haben hier einiges zu bieten.

Die verschiedenen Hosta-Sorten verfärben sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Die „Gold Standard“ im Vordergrund ist schon ganz gelb, die „Albomarginata“ im Hintergrund noch grün mit weißem Rand.

Gelboranges Laub: Dreiblattspiere, das kleine rotlaubige darunter ist eine Elfenblume (Epimedium „LIlafee“). Schade, daß es heute so bewölkt war. Bei Sonnenschein kommt der Farbkontrast besser rüber.

Auch als Nahaufnahme spannend: das Blatt einer Silberkerze (Cimicifuga „Brunette“).

Fortsetzung folgt…

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Leimringe sind fällig

Heute morgen mußte ich zum ersten Mal in diesem Herbst Eis von der Windschutzscheibe kratzen. Und habe dabei gleich einen eiskalten Schreck bekommen: die Leimringe ! Nach der Arbeit habe ich sofort welche angebracht. Hoffentlich noch nicht zu spät.

Ab dem ersten Frost kriechen nämlich die flügellosen Weibchen des Kleinen Frostspanners an den Bäumen hoch, um ihre Eier an den Knospen fürs nächste Jahr abzulegen. Aus den Eiern schlüpfen im Frühling die bekannten kleinen grünen Räupchen, die mit großem Appetit und noch größerer Geschwindigkeit das Laub vertilgen. Übrigens nicht nur an Obstbäumen. Bei mir im Garten fressen sie bevorzugt die Rosa „New Dawn“ kahl.

Um all diese Dramen zu vermeiden, sollte man vor dem ersten Frost die Baumstämme (und ggf. auch die Stützpfähle der Bäume) mit den handelsüblichen Leimringen umwickeln. Wichtig ist, daß die Ringe eng am Stamm anliegen, am besten wickelt man oben und unten noch jeweils einen Draht drum.

Im Frühling sollte man die Leimringe wieder entfernen (den Draht auch !), und den Stamm mit einer Bürste abreiben. Möglicherweise hat die eine oder andere Frostspannerin ihre Eier unter dem Leimring deponiert. Danach kann man dann Wellpappe-Streifen um die Obstbäume oder zumindest die Apfelbäume legen, um den Apfelwickler-Larven ihren Weg nach oben zu erschweren.

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