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Posts Tagged ‘Bohnen’

Blaue Ernte

Auch wenn der Kalender noch auf Hochsommer steht, die Erntesaison hat schon begonnen. Dieses Jahr habe ich seit längerer Zeit mal wieder Bohnen gesät, die Stangenbohne „Blauhilde“ . Leider bleibt sie nicht blau, sondern verfärbt sich beim Kochen dunkelgrün.

Daneben liegen die ersten reifen Weintrauben, die kernlose „Sweety“. Da die Weinreben unter dem Terrassendach aus Plexiglas langranken, beginnt die Ernte hier früher als im Freien. Leider habe ich beim Rebenschnitt im Winter etwas falsch gemacht. Während wir im letzten Jahr monatelang Weintrauben aßen und ich zusätzlich noch Saft eingekocht hatte, werden die 15 spärlichen Träubchen dieses Mal schnell aufgefuttert sein.

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Vergessene Kartoffeln

Die Kartoffeln sind alle raus, endlich ist wieder Platz im Beet !  Die frühe Sorte „Maris Peer“ hatte ich schon Anfang August geerntet. Sie war nicht besonders ertragreich, aber lecker (und schon fast aufgegessen).  Dahinter habe ich Pak Choi gesät, ein chinesisches Blattgemüse, was trotz leichtem Schneckenbefall bis jetzt einen recht guten Eindruck macht.

pakchoi

Im letzten Jahr rankten Stangenbohnen am Zaun – deswegen hatte ich dieses Jahr dort erst die Kartoffeln, jetzt den Pak Choi. Davor wachsen  gelbe Buschbohnen (Helios), und im Vordergrund Porree – noch etwas mickrig.

Die mittelfrühe Kartoffel „Linda“ wurde am Wochenende ausgegraben, und zwei Stauden unerwartete Spätkartoffeln fanden sich auch noch. Das waren übriggebliebene Knollen der Sorte „Cara“, die mir im Herbst 2012 entgangen waren. Sie haben den Winter in der Erde nicht nur überlebt, sondern eine erstaunlich reiche Nachkommenschaft erzielt – fast fünf Kilo aus nur zwei Knollen. Eigentlich hätte die „Cara“ noch etwas im Boden bleiben dürfen, aber ich wollte noch Nachkulturen einsäen.: Endiviensalat, Winterpostelein und Lauchzwiebeln. Mal sehen, was draus wird.

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August – schon einige Gemüse sind abgeräumt – Zeit für eine Zwischenbilanz.

Zuerst die Top´s: Zuckererbsen, Rübstielchen und Mangold wachsen wie im letzten Jahr fröhlich und unkompliziert, ebenso wie die Möhren. Erfreulich sind in diesem Jahr die Roten Bete, letztes Jahr hatte ich sie zu nahe an die Kartoffeln gesät. Im Schatten des Kartoffellaubs ist daraus nicht viel geworden.

Die Kartoffeln – tja. die Krautfäule hat im verregneten Juli voll zugeschlagen. Schon Ende Juli mußte ich die Rosara rausholen, da das Kraut komplett braun war. Etwa 10 Kilo Kartoffeln gab es trotzdem, obwohl einige noch sehr klein waren. Die Cara hält sich noch, bräunt aber auch schon. Als späte Sorte wollte ich sie eigentlich noch eine Weile im Boden lassen.

Ähnlich traurig sieht es bei den Tomaten aus. Die Green Sausage ist sehr anfällig, dazu kommt noch das Problem, daß ich nicht erkennen kann, wann eine grüne Tomate reif ist. Ich hab mal probehalber in einige reingebissen, die noch nicht verbräunt waren – igitt ! Kein Wohlgeschmack. Die De Berao hält sich tapfer, zwar einzelne braune Blätter, aber die Früchte bleiben (bisher) krautfäulefrei. Relativ gut halten sich auch zwei Tomatenpflanzen, die ich von der Pflanzentauschbörse habe: Braune Russische (eine Fleischtomate) und eine namenlose Cocktailtomate. Beide haben schon die ersten reifen Früchte und schmecken gut.

Durchwachsen sieht der Palmkohl aus. Nachdem ich Ende Juli eine Woche weg war, hatten Kohlweißlinge hier ihren Nachwuchs untergebracht. Skelettierte Kohlblätter und fette Raupen waren das Ergebnis. Ich habe die Viecher abgesammelt und den Kohl nochmal gedüngt. Jetzt treibt er wieder durch.

Auch die Bohnen sind dieses Jahr nicht so schön. Man sollte sie nicht zwei Jahre hintereinander an derselben Stelle anbauen. Schade. der Staketenzaun ist ein ideales Rankgitter. Im nächsten Jahr gibts dann anderswo im Beet  Buschbohnen.

Und die Versager des Jahres: Knollenfenchel (macht alles mögliche, aber keine Knollen). Und komischerweise Kohlrabi. Letztes Jahr hatte ich eine Kohlrabischwemme, irgendwann mochte niemand mehr die Dinger essen. Dieses Jahr habe ich deutlich weniger und etwas später (erst Mitte April) ausgesät, und das Ergebnis sind mickrige Pflanzen und keine Knollen.

Im Juli habe ich hinter den Zuckererbsen Teltower Rübchen ausgesät, hinter den Kartoffeln Spinat und hinter der Fenchelpleite nochmal Rübstiel. Das keimt zumindest alles brav.

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Langsam mache ich mir Gedanken über die Bepflanzung meines kleinen Gemüsebeetes für die nächste Saison.
Das Experiment mit dem zweijährigen Brokkoli scheint zu funktionieren. Die bisher nicht allzu starken Nachtfröste haben den üppigen Pflanzen nichts ausgemacht, Wenn es dabei bleibt, kann ich laut Beschreibung ab April schon Brokkoliröschen ernten.

Ansonsten stehen auf dem Beet noch etwas mickriger Endivien, Feldsalat und Winterpostelein. Die Kälte hat ihnen nicht geschadet, aber ich hoffe auf ein wenig Zuwachs im Februar/März, damit sich die Ernte lohnt. Auch etwas Mangold ist übriggeblieben. Der muß bis spätestens Mitte April aufgegessen werden, da er sonst blüht und zäh wird.

Mit den Kartoffeln werde ich mich auf zwei Sorten beschränken. Mit der frühen Rosara und der späten Cara habe ich gute Erfahrungen gemacht, was Geschmack und Ertrag angeht.

Stielmus und Zuckererbsen wird es auf jeden Fall wieder geben. Ebenso natürlich Möhren und Mangold. Die Roten Bete sind im zweiten Jahr in Folge nichts geworden, ich werde noch einen dritten Versuch starten, da ich sie so gerne esse. Neu bekommen habe ich Samen von Teltower Rübchen und Palmkohl.

Im  Sommer setze ich an den Staketenzaun zwei Sorten Stangenbohnen, die „Blauhilde“, die auch sehr schön blüht, und eine unbekannte Sorte mit rundlichen braunen Kernen, die ich von einem alten Schrebergärtner geschenkt bekommen habe.

Kürbis, Zucchini, Mais und Tomaten lasse ich bleiben. Die drei ersten nehmen in dem kleinen Beet zuviel Platz weg, und die Tomaten waren trotz Kübelkultur unterm Vordach ein Trauerspiel: Fäule, Fäule, Fäule. Die einzige Sorte, die halbwegs verschont blieb, war die „Golden Currant“, und die fand ich relativ geschmacksneutral.

Ich habe gelernt, daß man bei einem so kleinen Beet genau planen muß, was wann wohin und vor allem wo neben kommt, damit nicht kleinere von größeren Pflanzen überwuchert und beschattet werden.  Daran sind z.B. die roten Bete gescheitert, die ich dummerweise neben die Kartoffeln gesetzt hatte.

Mal sehen, wie die nächste Saison wird. Weniger ist mehr !

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Am Wochenende war ich seit längerem mal wieder im Biogarten Thurner Hof. Und siehe da: an dem denkmalgeschützten Fachwerkgebäude wird tatsächlich gearbeitet ! Sogar von einer Fachfirma !

Zur Erinnerung: Das Haus stand jahrelang leer, nachdem die Volkshochschule Köln die Räume nicht mehr nutzte. Die Stadt ließ das Haus erst verrotten und versuchte dann seit 2009, mit Ein-Euro-Jobbern eine Sanierung hinzubekommen. Die fachgerechte Restaurierung eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses hat diese Leute natürlich überfordert, so daß längere Zeit nichts wesentliches passierte.

Jetzt sind endlich Fachleute dabei, die angefressenen alten Eichenbalken auszutauschen bzw. wo es noch geht, abzustützen. Angeblich soll das ganze Haus zum Frühjahr 2013 fertig sein, aber nach den bisherigen Erfahrungen darf man wohl eher auf Ende 2013 tippen. Immerhin, es geht voran. Nach der Restaurierung soll das Haus dann von diversen Dellbrücker Vereinen, den Biogärtnern und – o Wunder – auch wieder von der Volkshochschule genutzt werden.

Die hohe Staude im Vordergrund ist Federmohn (Macleaya cordata), sehr schick, sehr groß, braucht viel Platz an der Sonne.

Und hier noch ein paar Impressionen aus dem Garten. Die Biogärtner bewirtschaften ihre Gemüsebeete teils in Reihenkultur, d.h. in jeder Reihe eine andere Pflanze, bevorzugt solche die sich gegenseitig unterstützen wie Möhren und Zwiebeln.

Andere Gemüsebeet werden in Fruchtfolge angebaut, d.h. auf einem Beet wachsen im ersten Jahr stark zehrende Pflanzen. im zweiten Jahr mittelstark zehrende Pflanzen, und im dritten Jahr Schwachzehrer. Hier z.B. ein Fruchtfolgebeet mit buntem Mangold (der gehört zu den Mittelzehrern)

Ein paar Bilder aus den Reihenkulturen, auffallend ist, daß überall wildwachsende Kräuter wie Ringelblumen, Malve, Bienenfreund usw. dazwischen stehen dürfen.

Stangenbohnen…

Palmkohl (in der Mitte) und Weißkohl (im Vordergrund)

Todschick: das neue Tomatenhaus. Damit ist es den Biogärtnern gelungen, trotz des besch… Wetters den Sommer bisher braunfäulefrei zu überstehen. Ganz reif sind die Tomaten zwar noch nicht, aber die Ernte sieht vielversprechend aus.

Für Interessenten hat der Biogarten Samstags den ganzen Tag geöffnet und bei schönem Wetter auch Mittwochs nachmittags. Im neuen VHS-Programm werden auch wieeder diverse Kurse im Garten angeboten.

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… Sommer ? Naja, zumindest dem Kalender nach, auch wenn 14 Grad und Dauerregen nicht wirklich sommerlich zu nennen sind.  Aber dem Gemüse geht es prima. Die Trockenheit von April bis Anfang Juni ließ mich schon schlimmes befürchten, aber durch den vielen Regen hat alles kräftig zugelegt.

Ich hatte das Beet im Herbst 2009 halbkreisförmig angelegt, nicht umgegraben, sondern einfach nur eine dicke Schicht Zeitungspapier auf der Grasnarbe ausgebreitet, und darauf ca. 5 cm Kompost verteilt. Das Gras darunter ist abgestorben und im Frühjahr 2010 habe ich darein gepflanzt und gesät.

Was habe ich denn nun alles auf dem Beet ? Die Kartoffelsorten „Duke of York“ (früh, z.T. schon aufgegessen), „Rosara“ (mittel) und „Cara“ (spät).

Die Stangenbohnen „Neckarkönigin“ und „Blauhilde“. Die Bohnen hatten mir Kopfschmerzen bereitet, nachdem die erste Saat Anfang Mai von irgendwem gefressen worden war. Anfang Juni hab ich nachgesät, aber die Pflanzen sind immer noch etwas mickrig.

Möhren (kommen sehr gut), Mangold (desgleichen), Kohlrabi (prima, auch schon die ersten gegessen), ein Kürbis von der Pflanzentauschbörse, dessen Namen ich leider vergessen habe (macht sich gut), Grünkohl (läßt hoffen, Anfang Mai hinter dem abgeerntetem Rucola ausgesät).

Den Lauch haben die Zwiebelfliegen erwischt, trotz unmittelbarer Nachbarschaft mit den Möhren, und die roten Bete sind bis auf zwei sehr zurückgeblieben.

Zuckererbsen haben wir schon komplett geerntet, dahinter kommt ein neuer Satz Möhren . Hinter den letzte Woche geernteten Frühkartoffeln habe ich Endivien und Pak Choi gesät. Mal schauen, ob das so weit im Jahr noch was wird.

Als ein Experiment versuche ich es in diesem Jahr mit zweijährigem Brokkoli . Die Samen sind ein Mitbringsel aus dem letzten Englandurlaub. Die Pflanze bildet im ersten Jahr nur Blätter (riesig !), und soll im nächsten April blühen. Ob die Pflanzen hier in Deutschland den Winter überstehen, weiß ich nicht. Der (süd)englische Winter ist in der Regel deutlich milder als bei uns, vieles was dort als winterhart gilt, geht hier ein.

Gedüngt wird nur mit Kompost (eine Ladung im Frühjahr und sobald eine Reihe abgeerntet ist, noch eine) und alle zwei Wochen ein Schluck Brennesseljauche.

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