Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Wein’

Blaue Ernte

Auch wenn der Kalender noch auf Hochsommer steht, die Erntesaison hat schon begonnen. Dieses Jahr habe ich seit längerer Zeit mal wieder Bohnen gesät, die Stangenbohne „Blauhilde“ . Leider bleibt sie nicht blau, sondern verfärbt sich beim Kochen dunkelgrün.

Daneben liegen die ersten reifen Weintrauben, die kernlose „Sweety“. Da die Weinreben unter dem Terrassendach aus Plexiglas langranken, beginnt die Ernte hier früher als im Freien. Leider habe ich beim Rebenschnitt im Winter etwas falsch gemacht. Während wir im letzten Jahr monatelang Weintrauben aßen und ich zusätzlich noch Saft eingekocht hatte, werden die 15 spärlichen Träubchen dieses Mal schnell aufgefuttert sein.

Read Full Post »

Weinlese

Die Weintrauben sind reif. Knapp einen Monat später als üblich, das haben wir wohl dem kalten Frühling zu verdanken. Letztes Jahr gab es die ersten reifen Trauben schon Anfang August.

An den weißen Trauben (kernlose Sorte „Himrod“) futtern wir schon seit zwei Wochen, die reifen etwas früher. Der rote Wein (kernlose Sorte „Sweety“) hat bzw. hatte ein Problem. Während die oberen Beeren der Traube gerade süß wurden, fingen die unten schon an zu schrumpeln und einen bitteren Geschmack zu entwickeln.

Ehe sämtliche roten Trauben sich in ungenießbare Rosinen verwandeln, mußte geerntet werden. Also ab mit den Trauben in den Dampfentsafter, nicht ohne sorgfältig die unteren Schrumpelbeerchen zu entfernen. Immerhin 7,5 Liter roten Traubensaft habe ich jetzt – mal sehen, wie lange der hält.

Und die weißen Trauben können wir immer noch aufessen.

Read Full Post »

Der Wein weint

Als  es Anfang März  ein paar Tage warm war, setzte in meinem (wie auch in vielen anderen) Garten hektische Aktivität ein. Unter anderem hatte ich die beiden Weinreben geschnitten, die unterhalb meiner Terrassenüberdachung an Spanndrähten  entlanggeführt werden und im Sommer für kühlenden Schatten und leckere (kernlose) Trauben sorgen.

Jetzt, gut einen Monat später, bekomme ich die Quittung. Der Wein tröpfelt. Und zwar aus allen Löchern.

Ja, ich weiß, die Profis schneiden ihre Weinreben im Spätherbst oder Winter.  Irgendwie habe ich das verpennt. Allerdings war ich davon ausgegangen, daß die Schnittstellen innerhalb eines Monats soweit zurückgetrocknet sind, daß nichts mehr auslaufen kann. Denkste !

Ver“bluten“, wie viele meinen, können Gehölze nicht. Das, was da ausläuft, ist von den Wurzeln angesaugtes und durch den Wurzeldruck nach oben transportiertes Wasser mit darin gelösten Mineralstoffen.

Vom Menschen genutzt wird dieser Effekt beim Zuckerahorn, der mit dem Wasser auch in den Wurzeln eingelagerte Zucker nach oben transportiert, was abgezapft und zu Ahornsirup verkocht wird.

Genutzt werden auch Birken, deren Wasser angeblich gut gegen Glatzenbildung sein soll. Sinnvoller scheint mir da allerdings die keltische oder germanische Verwendung: den Birkensaft vergären lassen und sich damit einen antrinken. Dann kommt einem die Glatze nicht mehr so tragisch vor 😉

Der Pflanze schadet das Abzapfen höchstens, wenn zu tiefe Schnitte in die Rinde gemacht werden.  Nur wenn man drunter sitzt, kommt es einem etwas merkwürdig vor, wenn bei schönstem Sonnenschein auf der Terrasse  es ständig irgendwo tröpfelt.

Read Full Post »

Erste Weintrauben

Was so ein Tag Sonne doch ausmacht ! In einen geschützten Winkel zwischen Fallrohr und Hauswand haben sich zwei Weintrauben verkrochen und sind tatsächlich blau geworden. Da mußte ich heute doch mal ein Beerchen naschen. Nunja, noch ein wenig säuerlich, aber mit etwas gutem Willen genießbar.

Die Weinreben haben hier gute Bedingungen. Ich habe sie rechts und links an die Terrasse gepflanzt, Südseite natürlich, im berüchtigten Dellbrücker Sandboden, aber mit ordentlich Kompost aufgepeppt.

Die Terrasse ist mit diesen Kunststoff-Doppelstegplatten überdacht. Bei Sonnenschein gibt das einen prima Treibhauseffekt, d.h. beim Frühstück läuft die Butter vom Brötchen. Deswegen habe ich die Weinreben an Drahtseilen unterhalb der Platten lang gezogen, in der Hoffnung, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Beschattung beim Frühstück und frühe Traubenernte.

Immerhin Punkt zwei scheint zu funktionieren. Ich habe im Frühjahr 2009 zwei kernlose Rebsorten gepflanzt: die weiße „Himrod“ und die rote „Sweety“. Sie haben unterschiedliche Wuchseigenschaften: „Himrod“ hat schon im ersten Jahr sehr lange Triebe gebildet und im zweiten Jahr alle ihm zugedachten Drähte berankt. „Sweety“ wächst langsamer und bildet mehr Seitentriebe.

Jetzt im dritten Standjahr habe beide etwa gleichviel (oder gleichwenig) Trauben gebildet, ca. 12 pro Rebe. Die wuchsfreudige „Himrod“ mußte schon reichlich geschnitten werden. Nachdem die Rebe jetzt ihre Drähte besetzt hat, lasse ich über jeder Traube nur noch drei Blätter stehen und schneide alles darüber weg. Wein wuchert ! Im Winter schneidet man die älteren Triebe zurück, über die Details muß ich mich bis dahin schlau machen.

Read Full Post »