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Posts Tagged ‘Ruderalvegetation’

Sommer in der Dellbrücker Heide ! Bis zur Heidekrautblüte dauert es zwar noch einen guten Monat, aber auch jetzt gibts hier Farben satt.

Ein Blick über eine der Trockenrasenflächen: von rot nah blau und wieder zurück blühen Knöterich und Natterkopf.  Die freien Stellen, die durch den Abriß der Betonfundamente im letzten Winter entstanden, werden allmählich auch besiedelt. Allerdings finden sich hier eher „Allerwelts“ruderalpflanzen wie Klatschmohn, Ackergauchheil, Wilde Karde, Nachtkerzen und Melde. Spannend ist an einer Stelle das massenhafte Auftreten von Gelbem Wau, einem engen Verwandten des Färber-Waus (oder Färber-Resede)

Einige botanische Highlights sind jetzt in voller Blüte, z.B. die Mehlige Königskerze (Verbascum lychnitis):

oder das Echte Tausendgüldenkraut (Centaurium minus), eine der streng geschützten Arten:

und das spezielle „Wappenblümchen“ der Dellbrücker Heide, das Sandglöckchen (Jasione montana):

Dieses gefährdete Pflänzchen hat hier sein größtes Auftreten im Kölner Raum. Auch in der weitaus größeren Wahner Heide kommt das Sandglöckchen nicht in diesen Massen vor.

Wer mehr über die Schätze der Dellbrücker Heide erfahren will, dem sei der kostenfreie Heidespaziergang des BUND am 21.7. ab 17 Uhr empfohlen. Treffpunkt ist am S-Bahnhof Dellbrück um 17.00 Uhr.

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Seit Anfang Februar kam einem die Dellbrücker Heide eher wie eine Baustelle als wie ein Naturschutzgebiet vor. Bagger und Radlader haben große Mengen Beton aufgebrochen und weggeschafft. Sämtliche Fundamente der früheren Lagerhallen und Munitionsdepots und die meisten Fahrwege sind weg. Dafür sieht man jetzt überall offene Sand- und Kiesflächen.

Dieser Weg wurde deutlich tiefer gelegt

Auf einer dieser Flächen will ich eine Langzeitbeobachtung starten, fotografieren und (hoffentlich erfolgreich) bestimmen, was sich da wann ansiedelt.

Ich denke, daß sich schon in diesem Sommer hier etwas zeigen wird. In diesem Zusammenhang ist ein Blick einige hundert Meter weiter interessant, dort hatte es Anfang März gebrannt.

Der Ginster dürfte abgestorben sein, aber Johanniskraut, Gräser und (die unvermeidlichen) Brombeeren lassen sich nicht beeindrucken.

Auf den komplett kahlen Flächen wird die Sukzession sicher eine andere Entwicklung nehmen. Es ist nichts da, was aus überlebenden Wurzeln ausschlagen könnte, und ob nach etlichen Jahrzehnten unter Beton noch keimfähige Samen vorhanden sind ??? Wahrscheinlich müssen wir warten, was von den benachbarten Flächen angeweht wird. Ich bin jedenfalls gespannt.

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Puh, angekündigt war es ja schon länger. Aber jetzt macht die Stadt Köln Ernst. Im Naturschutzgebiet Dellbrücker Heide sind die Bagger angerückt. Sämtliche noch vorhandenen Betonfundamente und -pisten des ehemaligen belgischen Militärgeländes werden als Ausgleichsmaßnahme für die Verbreiterung der A3 aufgebrochen und abgerissen. Bis zum ersten März soll aller Beton verschwunden sein.  Ich bin gespannt, ob das klappt.

Dadrunter findet sich dann Sand pur, der seit mindestens sechzig Jahren kein Tageslicht mehr gesehen hat. Ob es wohl noch keimfähige Samen gibt ? Eher wird sich wohl eine bunte Ruderalvegetation ansiedeln, eine Mischung aus den typischen Heide- und Trockenrasenpflanzen und den allgegenwärtigen Neophyten.

Ich will versuchen, im Jahresverlauf Fotos von den sich begrünenden Sandflächen zu machen und diese dann hier einstellen.

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