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Archive for April 2012

Fasanenalarm

Vorgestern im Garten… ich höre ein merkwürdiges Geräusch aus dem Nachbargarten, gucke rüber und sehe eine Fasanenhenne, die dort in aller Ruhe herumstolziert. Angeblich leben in der Dellbrücker Heide in der Nähe Fasane, ich habe aber noch nie einen zu Gesicht bekommen.

Arwen hat die Fasanin auch gesehen. Ob das neue Tier was zum spielen oder was zum fressen ist, muß sie herausbekommen. Vorsichtig schleicht sie sich an.

Links Fasan, rechts Katze. Näher kam ich nicht ran, sonst hätte ich über den Zaun klettern müssen. Die Fasanin zeigt sich durch Arwens Annäherung nicht sonderlich beunruhigt. Erst als die Nachbarin in den Garten kommt, um zu schauen, was los ist, fliegt sie davon.

Fasane sind hier – entgegen der landläufigen Meinung – nicht heimisch. Sie stammen aus Asien und werden von Jagdpächtern ausgesetzt, um hinterher waidmännisch zur Strecke gebracht zu werden. Eigntlich darf im Naturschutzgebiet Dellbrücker Heide nicht gejagt werden. Trotzdem wurden hier im Winter 2010/11 etliche Wildschweine abgeschossen. Ich bin gespannt, wie lange diese etwas dusseligen Vögel hier überleben können.

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… ist wie immer am ersten Sonntag im Mai. Also am 6.5. ab 11 Uhr. Hobbygärtner und Pflanzenfreunde können ihre Stauden, überzähligen Gemüsejungpflanzen, Kräuter und Zimmerpflanzen tauschen. Wer nichts zum Tauschen hat, kann Pflanzen gegen eine Spende bekommen. Da die ganze Veranstaltung nicht kommerziell ist, gehen sämtliche Spenden an Zartbitter. Ansonsten gibt es Kaffee und Kuchen und jede Menge Tipps und Infos  rund ums Grünzeug.

In den letzten Monaten ist im Biogarten wieder einiges passiert: Die Sanierung des alten Fachwerkhauses macht langsam aber sicher Fortschritte, die Biogärtner haben die Weiden am Wassergraben zurückgeschnitten und Zäune daraus geflochten, und eine neue Kompostanlage wurde eingeweiht. Ein Besuch lohnt sich bestimmt !

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Die Blattlaus als Nutzvieh

Ich bin kein großer Fan von Blattläusen. Schon gar nicht, wenn sie sich auf meinen Rosen tummeln und von Ameisen gegen hungrige Marienkäfer beschützt werden. Aber es ist schon faszinierend, mal einer Ameise beim Blattläuse melken zuzuschauen.

Man beachte das dicke Hinterteil der Ameise. Sie hat schon einiges von dem süßen „Honigtau“, den die Blattläuse ausscheiden, eingesammelt. Als brave Arbeitsameise wird sie den Ertrag natürlich nicht für sich behalten, sondern ins Nest befördern. Dort wird er wieder hochgewürgt und an die Larven verfüttert.

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Zur Abwechslung möchte ich einige Pflänzchen vorstellen, die sich von selbst in meinem Garten eingefunden haben, aber durchaus erwünscht sind. Dazu gehören die Buschwindröschen, die langsam aber sicher den Grenzbereich zum rechten Nachbarn übernehmen. Eigentlich eigenartig, Buschwindröschen gehören nach meiner Auffassung in kühl-schattig-feucht-humose Buchenwälder, und nicht auf diesen sandigen Heideboden. Mittlerweile habe ich den Garten mit größeren Mengen Kompost aufgepeppt, aber die Buschwindröschen waren vor mir da, und meine Vorgängerin hat nachweislich nichts im Garten getan.

Vor mir da war auch schon die Zypressenwolfsmilch (Euphorbia cyparissias), die sich gut ins Patchworkbeet einfügt.

Überall, nicht nur in meinem Garten,  blühen im Moment Gundermann oder Gundelrebe (Glechoma hederifolium)

und Knoblauchsrauke (Alliaria petiolaria). Beide riechen intensiv, wenn man die Blätter zerreibt. Man kann sie als Würzkräuter an Salat oder in den Kräuterquark geben.

Von der allgemeinen Fuchsbandwurmparanoia halte ich übrigens nichts. Es gibt so wenige Infektionen damit, und die genauen Übertragungswege sind unklar, daß die Chance vom Blitz erschlagen zu werden, höher ist. Meiner Meinung nach kann man Wildkräuter und -beeren problemlos essen, wenn man sie nicht gerade an Hundepinkelstellen pflückt, also etwas von den Spazierwegen ab in die Botanik geht. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Pflanzen erst zu Hause nach gründlichem Waschen essen.

Viel wichtiger ist es, genau zu wissen was man da pflückt. Giftig ist z.B. das Schöllkraut (Chelidonium majalis). Hier leider noch ohne die gelbe Blüte, aber dank der typischen Blätter auch so gut zu erkennen.

In meinem Garten darf es aus zwei Gründen bleiben. Einmal weil es einfach hübsch ist, und zum anderen, weil der gelbe Milchsaft ein traditionelles Heilmittel gegen Warzen ist.

Einfach hübsch ist auch das kriechende Zymbelkraut (Cymbalaria muralis). Auf den ersten Blick ähnelt es dem Gundermann, läßt sich aber am Geruch unterscheiden: zwischen den Fingern zerrieben riecht das Zymbelkraut nur schwach nach Gras.

Wenn es irgendwo zuviel rumkriecht (an schattigen Stellen) kann man leicht etwas davon abreißen. Erstaunlicherweise hält es sich auch in der Sonne.

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Patchwork

So sieht mein Bunte-Blätter-Beet in diesem April aus. Zugegeben, naturnahe Gartengestaltung ist das nicht, keine Wildpflanzen, nix einheimisches, reine Deko.

Aber dieser Patchwork-Effekt hat schon was, wie ich finde. In erster Linie tragen die buntlaubigen Heucheras dazu bei, und im Vordergrund die dicke Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides). Im Hintergrund sieht man nochmal nochmal die gelbblühenden Epimedium sulphureum aus dem letzten Post. Ganz hinten ist noch etwas Platz, da hatte ich im Herbst das Beet vergrößert, ohne genauen Plan, was ich dahin pflanzen will. Eine rosa blühende Zistrose ist inzwischen dort gelandet. Den letzten Winter hat dieses eher empfindliche Mittelmeergewächs erstaunlicherweise überlebt, aber bis es blüht und optisch was hermacht, dauert es wohl noch ein Weilchen. Eine dunkellaubige Silberkerze ist in derselben Ecke eingegangen.

Die gezeichneten Blätter im Vordergrund gehören zum braunen Storchschnabel, Geranium phaeum, der blüht ab Mai.

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Die zierlichen Elfen- oder Sockenblumen (der erste Name klingt poetischer!) haben jetzt Hochsaison. Auf botanisch heißt die Gattung Epimedium. Die kleinen akeleiförmigen Blüten blühen im April massenhaft an schattigen oder halbschattigen Standorten. Man muß allerdings nahe rangehen, um Details wahrzunehmen. Hier z.B. die robuste Sorte Epimedium sulphureum, die selbst im trockenen Schatten unter Bäumen noch begeistern kann:

 Einige Arten stammen aus Südeuropa, andere aus Asien. In Deutschland kommen sie nicht wild vor. Was in den Staudengärtnereinen verkauft wird, sind meist keine reinen Arten, sondern Zuchtformen. Noch einige andere Sorten lassen sich als Bodendecker verwenden, auch wenn sie nicht ganz so robust sind, z.B. Epimedium perralchicum:

oder Epimedium rubrum:

Noch etwas anspruchsvoller sind die weißen und lila Sorten. Sie vertragen Wurzelkonkurrenz nicht so gut und blühen lieber in lockerem, nicht zu trockenem humosen Halbschatten. Hier Epimedium pubigerum:

und Epimedium Lilafee:

Gedüngt weden müssen die hübschen Pflänzchen nicht. Ab und zu eine Portion Kompost reicht. Wichtig ist, im frühen Frühling das  vertrocknete Laub zurückzuschneiden, da die Blütenstiele recht niedrig sind und nicht über das alte Laub hinausragen. Aber bitte nicht schon im Herbst die Blätter runterschneiden ! Zum einen sind manche Arten wintergrün, zum anderen schützt das alte Laub vor starkem Frost. Meine Elfenblumen haben so den Kahlfrost im Februar problemlos überlebt.

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