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Archive for Dezember 2013

Wenn zum Jahresende die vermeintlich letzten Blätter im Wind segeln,  bleibt man vor manchen Bäumen verwundert stehen: Hä, wieso ist der noch komplett grün ?

efeuDer Baum (übrigens ein Ahorn, aber das ist nur noch schwer zu erkennen) ist mit Efeu überwuchert.  Und zwar einem ziemlich alten Efeu, der schon in die fruchtende Form übergegangen ist.

Junger Efeu (Hedera helix) dürfte allgemein bekannt sein, mit seinen langen Ranken, den daran sitzenden Haftwurzeln und den fünflappigen immergrünen Blättern klettert  er an Bäumen und Hauswänden empor.

Die fruchtende Altersform sieht ganz anders aus. Die Pflanze bildet von den Ranken waagerecht abstehende Äste aus. Daran sitzen Blüten und Früchte, und auch die Form der Blätter verändert sich. Sie sind jetzt rautenförmig.

efeublätterOben die fruchtende, unten die Jugendform

Fruchtender Efeu hat so seine Tücken. Nicht, daß er den Baum erwürgen würde. Efeu ist keine Schlingpflanze, wie z.B. Blauregen. Efeu klettert, wie schon erwähnt, mit seinen Haftwurzeln. Er entzieht dem Baum dabei  weder Wasser noch Nährstoffe.  Aber der fruchtende Efeu kann sehr schwer werden.  Wenn die Ranken weit nach oben und seitwärts in die Äste des Baumes gewachsen sind, besteht irgendwann erhöhte Bruchgefahr.

Fruchtender Efeu an Hauswänden kann so schwer werden, daß die Pflanze komplett von der Wand abreißt.  Dann hat man einen großen, unansehnlichen Haufen rumliegen, möglicherweise obdachlose Vögel und muß die Wand neu verputzen.

Sowohl an Häusern wie auch an (Garten)Bäumen empfiehlt es sich, fruchtenden Efeu im Winter regelmäßig einzukürzen. Ganz entfernen sollte man ihn nicht. Die Efeublüte ist eine der letzten im Jahr, im Oktober oder sogar noch November bietet sie Nahrung für allerlei Insekten.  Die Früchte reifen erst im folgenden Frühjahr. Sie sind (wie der Rest der Pflanze) für Menschen schwach giftig. In den waagerechten Ästen finden Vögel Schutz und Nistplätze.  Und schließlich ist Efeu in dieser Form und Größe ein echter Hingucker.

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Katzenstreu-Recykling

Es gibt allerlei käufliche Wundermittelchen, die man dem Komposthaufen hinzusetzen kann: Kompostfix, Effektive Mikroorganismen, diverse Pflanzen- und Algenextrakte, Urgesteinsmehl, Kalk, Bentonit  und und und…

Ich habe so etwas noch nie gekauft, und halte es bei einer vernünftigen Kompostierung auch nicht unbedingt für nötig.  Im Prinzip reicht es völlig aus, wenn die Kompostmiete groß genug ist, in dünnen Schichten abwechselnd eher trockenes (Zweige, Laub, Reisig) und feuchtes  (Küchenabfälle, frisch gemähtes Gras) aufgeschichtet wird und man die Miete alle halbe Jahre umwendet. Da fällt dann schon eine ganze Menge fertiger Kompost an.

In kleinen Gärten kann man mit zwei Kompostkisten (bitte keine Thermokomposter !) arbeiten, die eine Kiste ruht, die andere wird neu befüllt, und der nicht verkompostierte Rest aus der ersten Kiste kommt beim Umwenden auf die zweite obendrauf.

Und wieso heißt dieser Beitrag „Katzenstreu-Recykling“ ? Zwei Zusatzstoffe streue ich doch auf den Kompost. Beide kosten nichts. Zum einen nehme ich Holzasche aus dem Kamin, um den pH-Wert ein wenig zu erhöhen. Zuviel davon führt zur Überdüngung, da sonst zuviel Kali in den Boden kommt. Ich streue im Jahr etwa einen Eimer Holzasche auf den Kompost.

Und Katzenstreu. Katzenstreu ? Meine vierbeinigen Mitbewohnerinnen haben eine Bentonit-Streu in ihrem Klo, und nachdem man die -ähem- Ausscheidungsbrocken entfernt hat, kann man beim Katzenklokomplettputz die restliche Streu über den Kompost entsorgen. Bentonit ist pulverisierter und zu kleinen Bröckchen gepreßter Ton. Man kann es auch im Gartencenter kaufen. Es hat eine hohe Wasserhaltekraft und macht sandige Böden bindiger. In meinem Garten ist das nur bis zu einem gewissen Grad (vor allem im Gemüsebeet) erwünscht. Ich möchte den Charakter des Gartens nicht zu sehr verändern.

Deshalb landet auch nicht jede Ladung Katzenstreu im Kompost, sonst wäre der Komposthaufen ein Matschhaufen und der Garten sähe völlig anders aus. . Bei der Verwendung von Bentonit-Katzenstreu sollte man darauf achten, auf keinen Fall die parfümierte Variante zu erwischen. sowohl den Katzen, als auch der eigenen Nase zuliebe. Katzenklo mit Babypuder- oder Lavendel-Duft, igitt ! Ich habe das Zeug einmal versehentlich gekauft, der Komposthaufen hat danach ein halbes Jahr komisch gerochen.

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Garagengedöns

Beruflich bedingt bin ich häufig in anderer Leute Garagen unterwegs. Wieso ? Ganz einfach, weil zumindest kleine bis mittelgroße Gärten von Reihen- oder Doppelhäusern  häufig keinen anderen Zugang haben als den durch die Garage.

In ganz kleine Gärten kommt man oft sogar nur durchs Haus oder durch den Keller, aber das ist nochmal ein ganz spezielles Problemfeld.

Jedenfalls steht dann da die Gärtnerin, bewaffnet mit Gartenwerkzeug aller Art, Schubkarre, Leiter und muß irgendwie durch die Garage. Tja.

Autos stehen heutzutage selten in Garagen. Die müssen draußen bleiben, wie denn auch. Die Garage ist überfüllt. Beim klassischen Vier-Personen-Haushalt stapeln sich darin mindestens fünf Fahrräder, ein Fahrradanhänger, diverse Roller, je nach Alter der Kinder Bobbycar oder Skateboard, Grill und Grillzubehör, Gartenmobiliar, Gartengeräte (in oft erschreckendem Zustand), Blumenerde und -töpfe, Kaminholz, sonstige Hobbygeräte wie Surfbrett und Skier, Sommer- bzw. Winterreifen fürs Auto, allerlei Werkzeug und manchmal sogar ein Motorrad.

Die Gärtnerin muß sich also einen Pfad freischaufeln. Nicht nur, um die Arbeitsgeräte rein- und hinterher wieder rauszuschaffen, sondern vor allem, um den Grünabfall aus dem Garten zu bekommen. Wenn ich z.B. Bäume und Sträucher zu beschneiden habe, kann der Abtransport der Äste sperrig werden. Ungern berechne ich gärtnerische Arbeitszeit fürs Garage aufräumen. Noch weniger gern allerdings zerdeppere ich anderer Leute Blumentöpfe oder sonstige Wertgegenstände.

Meine eigene Garage ist zugegebenermaßen kein gutes Vorbild. Nachdem ich aber heute das Kaminholz  kleingesägt und im Holzregal aufgestapelt habe, fühle ich mich moralisch überlegen und man kommt immerhin wieder mit der Schubkarre durch.

In diesem Sinne…

fröhliches Aufräumen !

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