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Archive for April 2015

Schnäppchenmarkt

Am Sonntag letzter Woche war der erste Gartenmarkt am Kölner Tanzbrunnen in diesem Jahr.  Ich gehe da gerne hin, weil man zwischen dem Überangebot an Kitsch, Kram und Eßbarem doch immer wieder einige Stände mit ausgefallenen Stauden oder Kräutern finden kann. Dieses Frühjahr hatte ich ein konkretes Anliegen: Meine Kombination aus weißem Tränendem Herz (Dicentra spectabilis „Alba“) und panaschiertem Kaukasus-Vergißmeinicht (Brunnera macrophylla „Jack Frost“) wächst seit zwei Jahren rückwärts.

So üppig blühten Tränendes Herz und Vergißmeinnicht noch in 2011.

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2014 blühte zwar um den Buchskreis drumherum mehr, aber die Stauden drinnen ließen nach.

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In diesem Frühling war überhaupt nur noch ein Kaukasus-Vergißmeinnicht zu erkennen, und die Tränenden Herzen wirkten noch mickriger als im letzten Jahr. Ob es an den Schnecken lag, die zumindest die Brunnera zum Fressen gern haben, oder ob die Pflanzen einfach ihre natürliche Altersgrenze erreicht hatten ? Deshalb war meine Freude groß, als ich auf dem Gartenmarkt einen Stand mit weißen Dicentra entdeckte. Brunnera hatten sie nur mit reingrünen Blättern, aber dafür Küchenschellen !

küchenschelle

Schnell gekauft und eingetütet, beim Bezahlen wunderte ich mich dann doch: 9,50 € für zwei Tränende Herzen und drei Küchenschellen ? Beim Staudengärtner bekäme man als Endkunde das Tränende Herz nicht unter fünf und die Küchenschelle für etwa drei Euro.

Wie kommt dieser Preis zustande ? Frühjahrsschlußverkauf oder billige Massenvermehrung ? Ich weiß, daß die Produktionsgärtnereien mächtig unter Preisdruck leiden. Vor allem, seit viele Baumärkte und sonstige Billigläden auch Stauden im Angebot haben. Für viele  Gartenbesitzer sind Pflanzen eher Dekoartikel als Lebewesen, kaufen, einpflanzen, und wenn was neues auf dem Markt ist, ganz schnell wieder raus damit und was neues pflanzen.

Baumärkte und Discounter fördern diesen Trend, die Staude als Saisonartikel zu betrachten. Eigentlich denke ich, daß man die Arbeit der (Stauden)Gärtner respektieren und einen angemessenen Preis für diese  -zumindest teilweise- langlebigen Pflanzen bezahlen sollte. Manche Stauden, z.B. Pfingstrosen, können 20-30 Jahre alt werden.

Mit etwas schlechtem Gewissen habe ich meine Schnäppchen vom Gartenmarkt eingebuddelt, und ja, bin diese Woche zum Staudengärtner gefahren und habe für zwei neue Brunnera „Jack Frost“ brav 3,95 € pro Stück bezahlt. Eine Packung Schneckenkorn (natürlich das Eisen-3-Präparat, nicht das von Bayer !) hab ich gleich noch mitgenommen.

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Eigenwerbung

Wer einige der im letzten Blogbeitrag erwähnten „kleinen Wilden“ und auch noch ein paar andere in freier Natur sehen möchte, hat nächsten Sonntag die Gelegenheit dazu. Für den BUND Köln leite ich am 12.4. eine Exkursion durch die Dünnwalder Mutzbachaue. Los geht es um 15 Uhr an der Haltestelle Kalkweg der Buslinie 154.  Die Tour dauert etwa 1 1/2 – 2 Stunden und das Wetter soll schön werden. Es gibt keinen Teilnehmerbeitrag, aber Spenden sind immer gerne gesehen 😉 .

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Gelbstern – Gagea lutea

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