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Archive for Oktober 2013

Herbsthimbeeren

Selbst jetzt Ende Oktober ernte ich noch jeden Tag eine kleine Handvoll Himbeeren. Ich habe hier Herbsthimbeeren angebaut. Der Name ist eigentlich irreführend, denn Herbsthimbeeren könnten zweimal jährlich tragen – im Juni und im Herbst bis zum Frost. Dann ist die Ernte leider nur spärlich, da es die Pflanzen zuviel Kraft kostet. Besser pflanzt man eine Sorte Sommerhimbeeren (einmal tragende) und eine Sorte Herbsthimbeeren.  Bei beiden werden die abgeernteten Ruten bis auf den Boden abgeschnitten, bei den Sommerhimbeeren erscheinen die neuen Ruten schon während der Ernte, bei den Herbsthimbeeren im nächsten Frühjahr.

Himbeeren brauchen einen (mindestens) halbsonnigen Standort und einen nährstoffreichen, nicht zu trockenen Boden. Die Ruten muß man an Drahtgerüsten  hochbinden.

Botanisch gesehen sind Himbeeren übrigens keine Beeren, sondern eine Sammelsteinfrucht. Jeder Same steckt in einer eigenen kleinen Frucht, die wiederum zu einer Sammelfrucht zusammengefaßt sind. Bei echten Beeren wie Weinbeeren, Johannisbeeren oder auch Tomaten sind viele kleine Samen von einer fleischigen Frucht umgeben.

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Die diesjährige Herbst-Pflanzentauschbörse des Biogarten Thurner Hof findet im Deutzer Rheinpark statt. Im letzten Herbst gab es Querelen mit der Flora/Botanischer Garten  als Mitveranstalter und alljährlichem Veranstaltungsort.  Statt dessen gibt es jetzt einen neuen Platz im Rheinpark, Anfahrt über den Auenweg, angeblich gibt es dort auch Parkplätze. Als neuer Mitveranstalter tritt das „Netzwerk Urbanes Grün „ auf.

Datum: Sonntag, den 27.10. 2013, 14-17 Uhr.

Getauscht werden kann alles von Saatgut über Stauden und Zimmerpflanzen bis zu Gehölzen (sofern sie im PKW transportierbar sind). Wer nichts zu tauschen mitbringt, kann Pflanzen gegen eine Spende bekommen.

 

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Mehr Durchblick

Nach langem Überlegen habe ich gestern den Hartriegel (Cornus alba) gemeuchelt, der in meinem Garten eine massive optische Barriere zwischen dem vorderem, sonnigen und dem hinteren, schattigen Gartenteil darstellte.

Bei Gartenplanungsgesprächen weise ich meine Kunden oft und gerne darauf hin, daß man einen Garten in verschiedene Räume unterteilen sollte – selbst kleine Gärten wirken dadurch größer.  Und man hat einen Überraschungseffekt – was verbirgt sich wohl dahinter ?

Trotzdem hatte ich den Hartriegel satt. Da verbarg sich zuviel hinter. Der Schattenwurf war zu heftig und vor allem hatte ich es satt, das Ding ständig in Form zu schneiden.

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So sah das noch im Sommer aus. Das große grüne gebogene Etwas im Hintergrund war der Stein – äh Strauch des Anstoßes. Ich mußte den Hartriegel mindestens ein- besser zweimal im Jahr schneiden, um zu verhindern, daß er alles zuwucherte.

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So sieht es jetzt aus. Luftiger und mit mehr Durchblick. Und hoffentlich immer noch mit Überraschungen.

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Äpfel, Äpfel…

Letzten Samstag war im Naturschutzgebiet Flittarder Rheinaue große Apfelernte. Dort hat die Stadt Köln vor ca. 15 Jahren zwei Streuobstwiesen mit alten Apfel- und Birnensorten angepflanzt.

Eine zwiespältige Geschichte. Eigentlich haben Streuobstwiesen in einer Flussaue (Überschwemmungsgebiet !) nichts zu suchen. Erst recht nicht, wenn diese Aue ein Naturschutzgebiet ist. Dorthin gehören standorttypische Gehölze wie Weiden, Pappeln, Erlen, Eschen undsoweiter. Pflanzen muss man die auch nicht, wenn man die Flächen sich selbst überlässt, siedeln sie sich von selber an.

Nunja, jetzt stehen die Obstbäume da, und – typisch Stadt Köln – es wird sich nicht mehr drum gekümmert. Dabei brauchen Obstbäume regelmäßige Pflegeschnitte, wenn sie vernünftigen Ertrag bringen sollen.  Seit zwei jahren hat sich der BUND Köln zusammen mit dem Bürgerverein Stammheim-Flittard der Sache angenommen.  Denn es handelt sich hier um alte, erhaltenswerte Obstsorten, die im Supermarkt nicht zu kaufen sind.  Einmal jährlich findet ein Obstbaum-Schnittkurs statt und letzten Samstag war, wie gesagt, Apfelernte Teil eins. Jeder konnte gegen Spende Äpfel pflücken und mitnehmen.

Ich habe die Sorten „Baumanns Renette“, „Goldrenette von Blenheim“, „Brettacher Gewürzapfel“ und „Rote Sternrenette“ mitgenommen. Bis auf die Sternrenette kannte ich keine dieser Sorten. Es sind alles Lageräpfel, die sich im kühlen Keller mehrere Monate halten. Dazu muss man sie nebeneinander (!) auf Regalbretter legen, sie dürfen einander nicht berühren und müssen regelmäßig auf Druck- und Faulstellen kontrolliert werden.

Demnächst wird es wohl noch einen Erntetag geben, einige Apfelsorten wie „Kaiser Wilhelm“, „Winterrambour“, „Roter Eiserapfel“ müssen noch einige Wochen hängenbleiben.  Wer´s genau wissen will, schaut hier nach, oder kommt einfach mittwochs nachmittags zur Naturschutzstation Rheinaue, neben dem Stammheimer Schloßpark.

Gestern gab es noch mehr Äpfel für mich: Von Kunden denen ich die Apfelbäume geschnitten hatte, und die vor lauter Obst nicht mehr geradeaus gucken konnten. Für mich sahen die Äpfel nach „Cox Orange“ aus, es soll aber eine andere Sorte sein. Name leider unbekannt. Egal. sie schmecken gut und sind gleichfalls in den Keller gewandert.

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