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Posts Tagged ‘Katzen’

Mut zum Risiko

Im großen und ganzen ist mein Garten vogelfreundlich. Jedenfalls bilde ich mir das ein. Es gibt eine große Wildstrauchhecke zum linken Nachbarn hin, mit Weißdorn, Feldahorn, Wildrose, Hainbuche und Liguster. Es gibt jede Menge Stauden mit einfachen, ungefüllten Blüten, die für Insekten interessant und dadurch wiederum gut für die Vögel sind. Es gibt etliche Beerensträucher.

In den Bäumen hängen zwei Nistkästen. In dem einen nistet eine Kohlmeise, an dem anderen hat ein Specht das Einflugloch so weit vergrößert, daß sich kein kleiner Vogel mehr darin zu brüten traut.

Ob die Blaumeisen ihr Nest deshalb unter der Regenrinne gebaut haben, weiß ich nicht.

Die Schieferplatten wird der Specht wohl kaum aufhacken können. Trotzdem ist das ein ziemlich riskanter Platz für ein Nest. Nicht nur meine Katze klettert auf dem Dach herum, auch der dicke Nachbarskater wurde hier schon mehrfach gesichtet. Zwar kommen die Katzen nicht direkt an das Nest heran, aber sobald die Jungen halbwegs flügge sind, werden sie wohl noch ein paar Tage auf dem Vordach herumhüpfen, bis sie richtig fliegen können. Völlig ungeschützt vor Katz und Krähe.

Also habe ich auf dem Vordach einen Bretterverschlag gebaut, unter dem die Küken Schutz vor größeren Vögeln finden können. Um die Katzen fernzuhalten war eine etwas aufwendigere Drahtkonstruktion zwischen Garage und Vordach nötig.

Ich hoffe, das funktioniert alles soweit, und die kleinen Blaumeisen kommen durch.

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Böse Rose

In meinem Garten stehen bzw. standen mehrere alte Bäume. Z.B. ein ehemaliger Kirschbaum, dem schon die Vorbesitzerin alle Äste hat absägen lassen, und dessen leise vor sich hin rottender Stamm als Biotop für allerlei Getier dient. Ich habe eine Ramblerrose „Marie Lisa“ drangepflanzt, die im Mai wunderbar aussieht.

marie

An einen weiteren absterbenden Kirschbaum wächst die Ramblerrose „Himmelsauge“, leider nicht so üppig wie die Marie, aber dafür mit einer traumhaften Farbe:

himmelsauge

Und an den alten Walnußbaum, der leider zeitgleich mit meinem Einzug seine Existenz eingestellt hatte, kam eine „Mermaid“. Eine Kletterrose, die mich bei einer Gartenreise durch Englend vor einigen Jahren sehr beeindruckt hatte. In der Literatur wurde sie als „empfindlich“ beschrieben. Ich dachte, egal, ausprobieren.

„Mermaid“blüht leider nicht sehr üppig,

DSC04793

sondern hat sich statt dessen zum frohwüchsigen Stachelmonster entwickelt. Von „empfindlich“ keine Spur.

mermaid3

Empfindlich habe ich vor einigen Tagen reagiert, als unsere neue Mitbewohnerin Tiffy in einem Anfall von Größenwahn meinte, die Walnuß mit der „Mermaid“ dran erklettern zu müssen…

größenwahn03

… und sich beim Abstieg in den Rosenranken verheddert hat.

größenwahn05

Schön, daß katz guterzogenes Personal hat, was auf klägliches Miauen reagiert, die Leiter holt und einen aus der Rose auswickelt. Ungeachtet eigener Schrammen, versteht sich.

Und wehe, die „Mermaid“ blüht nächsten Sommer wieder nur so spärlich !

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Bin wieder da

Sooo lange habe ich nicht mehr gebloggt – es hat aber auch eine große Veränderung in meinem Leben gegeben.

Meine Selbständigkeit hatte ich im letzten Sommer an den Nagel gehängt und bin jetzt nach fast 20 Jahren wieder als angestellte Gärtnerin, und dann auch noch im öffentlichen Dienst,  unterwegs. Das war gewöhnungsbedürftig. Sich nach so langer Zeit  wieder mit einem Chef (immerhin einem netten) und Kollegen (ebenfalls netten, wenn auch teilweise etwas skurrilen Exemplaren) zu arrangieren  war nicht ganz einfach für mich. Aber die Vorteile überwiegen eindeutig: regelmäßige Arbeitzeiten, regelmäßiges Geld auch im Winter, bei Urlaub und Krankheit.

Und sonst ?

Chefkatzi Gwen ist – ebenfalls im letzten Sommer –  einem Raser zum Opfer gefallen. Nach drei Tagen Suche fanden wir sie am Straßenrand.  Sie hat einen Platz unter ihrem Lieblingsstrauch im Garten bekommen, und auf ihrem Grabstein sitzt gerne ihre Nachfolgerin, die Halbsiamesin Tiffy.

Die Staudenbeete wurden im Herbst mal wieder gründlich umsortiert, auch dank der Anregungen einer Kollegin aus dem Betrieb. Ich bin gespannt, wie es im Frühjahr aussieht und werde berichten !

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Katzenstreu-Recykling

Es gibt allerlei käufliche Wundermittelchen, die man dem Komposthaufen hinzusetzen kann: Kompostfix, Effektive Mikroorganismen, diverse Pflanzen- und Algenextrakte, Urgesteinsmehl, Kalk, Bentonit  und und und…

Ich habe so etwas noch nie gekauft, und halte es bei einer vernünftigen Kompostierung auch nicht unbedingt für nötig.  Im Prinzip reicht es völlig aus, wenn die Kompostmiete groß genug ist, in dünnen Schichten abwechselnd eher trockenes (Zweige, Laub, Reisig) und feuchtes  (Küchenabfälle, frisch gemähtes Gras) aufgeschichtet wird und man die Miete alle halbe Jahre umwendet. Da fällt dann schon eine ganze Menge fertiger Kompost an.

In kleinen Gärten kann man mit zwei Kompostkisten (bitte keine Thermokomposter !) arbeiten, die eine Kiste ruht, die andere wird neu befüllt, und der nicht verkompostierte Rest aus der ersten Kiste kommt beim Umwenden auf die zweite obendrauf.

Und wieso heißt dieser Beitrag „Katzenstreu-Recykling“ ? Zwei Zusatzstoffe streue ich doch auf den Kompost. Beide kosten nichts. Zum einen nehme ich Holzasche aus dem Kamin, um den pH-Wert ein wenig zu erhöhen. Zuviel davon führt zur Überdüngung, da sonst zuviel Kali in den Boden kommt. Ich streue im Jahr etwa einen Eimer Holzasche auf den Kompost.

Und Katzenstreu. Katzenstreu ? Meine vierbeinigen Mitbewohnerinnen haben eine Bentonit-Streu in ihrem Klo, und nachdem man die -ähem- Ausscheidungsbrocken entfernt hat, kann man beim Katzenklokomplettputz die restliche Streu über den Kompost entsorgen. Bentonit ist pulverisierter und zu kleinen Bröckchen gepreßter Ton. Man kann es auch im Gartencenter kaufen. Es hat eine hohe Wasserhaltekraft und macht sandige Böden bindiger. In meinem Garten ist das nur bis zu einem gewissen Grad (vor allem im Gemüsebeet) erwünscht. Ich möchte den Charakter des Gartens nicht zu sehr verändern.

Deshalb landet auch nicht jede Ladung Katzenstreu im Kompost, sonst wäre der Komposthaufen ein Matschhaufen und der Garten sähe völlig anders aus. . Bei der Verwendung von Bentonit-Katzenstreu sollte man darauf achten, auf keinen Fall die parfümierte Variante zu erwischen. sowohl den Katzen, als auch der eigenen Nase zuliebe. Katzenklo mit Babypuder- oder Lavendel-Duft, igitt ! Ich habe das Zeug einmal versehentlich gekauft, der Komposthaufen hat danach ein halbes Jahr komisch gerochen.

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Alpenveilchen trotzt Maulwurf

Diesen Sommer wurde mein Garten von einer Horde marodierender Maulwürfe heimgesucht. Jeder Widerstand war zwecklos. Da Maulwürfe geschützt sind, darf man sie nicht in Fallen fangen oder vergiften, sondern nur verscheuchen. Leider nützen die sogenannten Maulwurfsvergrämungsmittel ausschließlich der Kasse des Verkäufers.

Zwei Dinge könnten wirklich helfen, stehen mir aber beide nicht zur Verfügung: entweder eine regelmäßig im Garten trainierende Fußballmannschaft (Maulwürfe mögen keine Erschütterungen über ihren Köpfen) – oder eine qualifizierte Jagdkatze. Meine vierbeinigen Mitbewohnerinnen sind dummerweise unqualifizierte Hobbyjäger. Einen Maulwurf haben sie trotz gelegentlicher Versuche noch nie erwischt.

Die Haufen in der Wiese stören mich nur mittelmäßig. Nachdem die Buddler im August eine Arbeitspause eingelegt hatten, habe ich die Haufen plattgerecht und Gras daraufgesät.

Wirklich übelgenommen habe ich die Haufen in den Staudenbeeten, vor allem unter der flammorangenen Wolfsmilch (Euphorbia griffithii „Dixter“) und unter den Alpenveilchen.

Die Wolfsmilch konnte ich zeitnah wieder einpflanzen, aber die ausgegrabenen Alpenveilchenknollen habe ich erst ein paar Tage später entdeckt. Zumindest zwei Pflanzen scheinen überlebt zu haben, sie fangen jetzt vorsichtig an zu blühen.

Mittlerweile ist die Arbeitspause bei Maulwurfs vorbei. In den frisch eingesäten Wiesenflecken erheben sich neue Haufen. Seufz !

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Frühaufsteher

… nein, eigentlich ist das falsch. Der arme Igel, der gestern tagsüber durch meinen Garten streunte, ist bestimmt zu seiner gewohnten Zeit aufgestanden.  Nur würde er normalerweise Anfang April nicht so frieren, und auch der Tisch wäre besser gedeckt. Da sich Regenwürmer, Schnecken und anderes potentielles Igelfutter ungern Frostbeulen holen, bleiben die hübsch unter der Erde.  Igel, die tagsüber unterwegs sind, haben ein Problem.  Und das Problem dieses Kollegen war leicht zu erraten:  Hunger !

Also muß Ersatzfutter her. Die Katzen waren nicht begeistert von der Aussicht, eine Dose ihres Lieblingsmampfis einem Stacheltier zu spenden.  Von Igeln halten die Damen des Hauses nichts.  Zu langsam zum Jagen, zu stachelig zum reinbeißen.  Glatt 100 g hat Igelchen auf einen Satz verputzt, das ist eine komplette Katzenmahlzeit.

hungrigerigel

Weitere 100 g habe ich ihm heute vor seinen (vermutlichen) Schlafplatz gestellt (den Totholzhaufen am hinteren Gartenende). Das ist ebenfalls verschwunden, ob das aber nun der Igel oder eine der eifersüchtigen Damen war – keine Ahnung. Gesehen habe ich ihn heute nicht mehr.  Vielleicht hat er sich nach der ordentlichen Mahlzeit nochmal schlafen gelegt. Bis Montag. Da soll es ja angeblich wärmer werden.

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In Köln hat es wieder geschneit. Immerhin zum zweiten Mal in diesem Winter. Da die weiße Pracht hier selten länger als ein paar Tage hält, bin ich direkt mit der Kamera zur Spurensuche aufgebrochen.

Rehe, Wildschweine und dergleichen finden sich schon zur Genüge in meinem Post Spuren im Schnee, Hier deswegen ein paar Spuren von kleineren Tieren.

Hoppelspuren von Kaninchen kennt bestimmt jeder. Das hier ist ein sitzendes Kaninchen…

kaninchensitzt eichörnchen2

… und das ein sitzendes Eichhörnchen. Sieht sich ziemlich ähnlich. Aber das Eichhörnchen setzt die Hinterpfoten vor den Vorderpfoten auf, das Kaninchen dahinter.

In frisch gefallenem Schnee zeichnen sich sogar Mäusespuren ab:

maus1

Der Strich zwischen den Pfötchen ist die Schwanzspur. Manche Mäuse bewegen sich lieber zeitweise unter dem Schnee, so wie diese hier:

maustunnel1

Und manchmal kann man sich zu den Spuren eine Geschichte ausdenken. So wie hier:

kaninchentrifftfasan

Da  haben sich ein Kaninchen und ein Fasan getroffen . Was die sich wohl erzählen 😉 ?

amselscharrt3

Auch bei dieser Spur war detektivische Neugier gefragt. Nicht bei dem Fußabdruck unten links, das ist meiner (hüstel). Der Rest sah für mich zuerst so aus, als hätte die örtliche Wildschweinrotte durchgepflügt. Da aber weit und breit keine Schweinespuren zu sehen waren, haben hier tatsächlich die Amseln großflächig den Schnee weggescharrt, um im noch nicht gefrorenen Boden was Freßbares zu finden.

Hier ist eine Amsel aufgeflogen.

amselflug

Die Striche links neben der Fußspur sind Abdrücke der Schwungfedern. Woher ich weiß, daß das Amseln waren ? Weil sie vor mir weggeflogen sind 😉

Unsere liebsten Haustiere im Vergleich:

Ein kleiner Hund…

kleinerhund2

… und eine Katze.

katze

Bei der Katze sieht man keine Krallenabdrücke. Das dunkle Ding daneben ist eine Kastanie, zwecks Größenvergleich.

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