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Archive for the ‘Garten’ Category

Angeblich soll das Herrenhaus Thurner Hof, das im Zentrum des Biogartens liegt, noch in diesm Jahr fertig werden. Angeblich sollte das Haus auch schon mal 2011, oder 2013 fertig werden. Nun ja, in einer Stadt wie Köln, wo schon der Dombau 500 Jahre gedauert hat, sind Fertigstellungstermine eher Wunschdenken als reelle Daten.

Jetzt ist noch eine Baustelle dazu gekommen. Irgendwem beim städtischen Bauamt fiel auf, daß die Einfahrt zu schmal für Feuerwehrwagen ist und verbreitert werden muß. Erstaunlicherweise haben diese Arbeiten weniger als ein Jahr gedauert und waren tatsächlich kurz vor der Pflanzentauschbörse letzten Sonntag fertig.

doppelteeinfahrt2

Links am Haus sieht man die alte Einfahrt, rechts die Verbreiterung. Für das letzte Stück reichten leider die Steine nicht mehr aus, und so soll auf dem dunklen Fleck im Vordergrund ein Schotterrasen angesät werden. Schotterrasen hält gelegentlichem Fahrzeugverkehr stand, im Untergrund ist wie der Name schon sagt, Schotter verarbeitet, obendrauf kommt eine dünne Erdschicht mit Rasensaat. Das passt hier zwar optisch überhaupt nicht, aber was solls. Hauptsache, der Vorschrift ist Genüge getan.

Leider ging das Ganze auf Kosten des Bauerngartens mit Gemüse und Stauden, der das Herz des Biogartens bildet. Die Staudenfläche wurde erheblich verkleinert.

vielkleiner

Der neue Rosenbogen ist nur begrenzt nutzbar, da direkt daneben rechts die Laterne gesetzt wurde. Gut einbetoniert. So gut, daß für eine Rose kein Erdreich mehr zur Verfügung steht.  Baustelle made in Cologne.

rosenbogen

Und am Eingang muß die ganze Hecke neu gepflanzt werden. Die Sträucher wurden nämlich auch alle rausgerissen. Manchmal kann ehrenamtliches Engagement ganz schön frustrierend sein.

baustelle

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…nein, hier geht es nicht um irgendwelche europaweiten Sangeswettbewerbe. Hier wird nur die gartenweit frühestblühende Rose prämiert…

…Rosa spinonissima „Red Nelly“, eine echte Wucherin mit Wurzelausläufern. In diesem kleinen Beet ist sie zum Glück eingesperrt und konkurriert nur mit Lavendel und Akelei. Duftet aber und sieht hübsch aus. Hier erkennt man es nur ansatzweise, die Blütenblätter sind außen silbrigrosa.

…und die frühestblühende Schwertlilie, Iris flava. Ein glücklicher Zufall hat mich dahinter die Wolfsmilch pflanzen lassen. Sieht zusammen besonders gut aus.

Normalerweise blühen sowohl die Rose wie auch die Iris schon Anfang Mai. aber wir hatten hier Ende April noch Nachtfrost und sogar letzte Woche lagen die Nachttemperaturen noch bei 1,5 °C. Für Köln ist das quasi Eiszeit.

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Mut zum Risiko

Im großen und ganzen ist mein Garten vogelfreundlich. Jedenfalls bilde ich mir das ein. Es gibt eine große Wildstrauchhecke zum linken Nachbarn hin, mit Weißdorn, Feldahorn, Wildrose, Hainbuche und Liguster. Es gibt jede Menge Stauden mit einfachen, ungefüllten Blüten, die für Insekten interessant und dadurch wiederum gut für die Vögel sind. Es gibt etliche Beerensträucher.

In den Bäumen hängen zwei Nistkästen. In dem einen nistet eine Kohlmeise, an dem anderen hat ein Specht das Einflugloch so weit vergrößert, daß sich kein kleiner Vogel mehr darin zu brüten traut.

Ob die Blaumeisen ihr Nest deshalb unter der Regenrinne gebaut haben, weiß ich nicht.

Die Schieferplatten wird der Specht wohl kaum aufhacken können. Trotzdem ist das ein ziemlich riskanter Platz für ein Nest. Nicht nur meine Katze klettert auf dem Dach herum, auch der dicke Nachbarskater wurde hier schon mehrfach gesichtet. Zwar kommen die Katzen nicht direkt an das Nest heran, aber sobald die Jungen halbwegs flügge sind, werden sie wohl noch ein paar Tage auf dem Vordach herumhüpfen, bis sie richtig fliegen können. Völlig ungeschützt vor Katz und Krähe.

Also habe ich auf dem Vordach einen Bretterverschlag gebaut, unter dem die Küken Schutz vor größeren Vögeln finden können. Um die Katzen fernzuhalten war eine etwas aufwendigere Drahtkonstruktion zwischen Garage und Vordach nötig.

Ich hoffe, das funktioniert alles soweit, und die kleinen Blaumeisen kommen durch.

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In einem der letzten Texte hatte ich von der abgesägten Walnuß und den neugepflanzten Blumenzwiebeln geschrieben. Die armenische Kaiserkrone (Fritillaria persica) blüht jetzt (zumindest eine davon).

Ich muß zugeben, ich hatte mir die Farbe etwas intensiver vorgestellt, nicht ganz so „staubig“. Immerhin ist das eine imposante Pflanze.

Schön blühen dagegen die Hundszahnlilien. Die hatte ich schon mal im Garten. Wegen eines Wildschweinüberfalles im letzten Herbst mußte ich einiges nachpflanzen, die Zwiebeln haben den Schweinen wohl zu gut geschmeckt. Inzwischen haben wir einen soliden (und hoffentlich schweinesicheren) Zaun.

Hundszahnlilie (Erythronium)

Den Rest des Gartens haben die Schlüsselblumen übernommen. Vor etwa sieben Jahren hatte ich jeweils einige Exemplare von Primula elatior (Hohe Schlüsselblume), Primula vulgaris (Gewöhnliche Schlüsselblume, die Wildform der bekannten knatschbunten Frühlingsprimeln) und Primula veris (Echte Schlüsselblume) gepflanzt. Die beiden ersteren überleben und haben seit zwei Jahren vorsichtig angefangen, sich auszusäen. Immerhin, bei unserem trockenen Sandboden bin ich da schon froh drüber.

Aber die Echte Schlüsselblume ! Ich traue mich kaum, es zu schreiben, aber allmählich werden die lästig. Mittlerweile tauchen sie auch an Stellen auf, wo ich garnichts Gelbes haben will.

Hier z.B. sollte es blau bleiben: Platterbse (Lathyrum vernum), Storchschnabel (Geranium phaeum), Lungenkraut (Pulmonaria saccharata) und wilde Vergißmeinicht. Was taucht da auf und zieht alle Aufmerksamkeit auf sich ? Richtig, eine Schlüsselblume. Am halbschattigen Gehölzrand !

In diesem sonnigen Beet sehen sie im Moment mit dem rötlichen Laubaustrieb der anderen Stauden klasse aus:

Leider sind einige dieser Stauden junge Pfingstrosen. Ich hoffe sehr, daß sich die Blütezeiten nicht überschneiden, denn Rosa neben dem leuchtenden Gelb – das ertrage ich nicht. Ein Teil der Schlüsselblumen wird vermutlich auf der nächsten Pflanzentauschbörse landen.

Zur Beruhigung findet man immerhin noch ein paar schlüsselblumenfreie Stellen im Schatten:

Weißes Tränendes Herz (Dicentra spectabilis „Alba“) mit frisch ausgetriebenen Venusfarn (Adiantum venustum)

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Als wir vor 7 Jahren das Haus bezogen, stand vor dem Schlafzimmerfenster in voller Südlage ein Walnußbaum. Direkt im ersten Jahr starb der Baum leider ab. Da ich keine Lust hatte, den dicken Baum komplett zu fällen, wurden die dicke Äste abgesägt,  drumherum ein Hochbeet angelegt und eine Rose an den Baumstumpf gepflanzt.

Diese Kletterrose, eine „Mermaid“ ,. hatte mich bei einem Besuch in England in einmal sehr beeindruckt. Hier produzierte sie leider mehr fiese Stacheln als schöne Blüten.

In diesem Winter ist nun der Baumrest dermaßen vermorscht, daß er eigentlich nur noch von der Kletterrose zusammengehalten wurde. Nach längeren Überlegungen wurde die Entscheidung getroffen: Weg damit !

Das Ergebnis ist erstaunlich: auf einmal hat das Schlafzimmer volle Sonne, das Hochbeet ist viel besser als solches erkennbar.

Um den Baumstumpf herum habe ich die vorhandenen Stauden neu sortiert und allerlei Blumenzwiebeln neu gesetzt, diverse Narzissen und eine Neuentdeckung, Fritillaria persica oder Armenische Kaiserkrone, die angeblich metallisch blaue Blütenglocken hat. Wir werden sehen. Der kleine blaue Schneeglanz freut sich jedenfalls über den Zugewinn an Sonnenlicht.

Und die bisher etwas im Schatten stehende Kletterrose „Christine Helene“ hinten am Zaun wird bestimmt auch noch richtig loslegen.

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Frühlings-Alpenveilchen

Vor drei Jahren bekam ich von einer Bekannten einige Knöllchen des (Vor)Frühlings-Alpenveilchens (Cyclamen coum) geschenkt. Jetzt blühen die Winzlinge zum ersten Mal. Danke schön !

cyclcoum2

Die Blätter sind glattrandig und fast rund, und man kann sie gut von denen des Herbst-Alpenveilchens (Cyclamen hederifolium) unterscheiden.  Die größeren Blätter unten im Bild sind vom Herbst-Alpenveilchen. Winterhart sind beide Arten.

Der Bequemlichkeit zuliebe habe ich sie ins selbe Beet gepflanzt. Der Boden sollte (halb)schattig, durchlässig und humos sein. Lehmigen Boden mögen die Alpenveilchen nicht.

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In diesem Beet stehen außerdem Schlüsselblumen (Primula elatior, die hellgelbe, schattenverträgliche und feuchtigkeitsliebende Art). Das schwarze „Gras“ , was sich ins Bild gemogelt hat, ist keines, sondern ein Liliengewächs: Schlangenbart (Ophiopogon planiscarpus), noch eine Neuerwerbung. Wenn das blüht, mach ich natürlich wieder Fotos.

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2001 erschien in Deutschland das Buch „Der Kiesgarten“ (im Original „The dry Garden“) von Beth Chatto, einer englischen Gärtnerin. Chatto hatte in ihrem Garten mit Trockenheit, magerem und kiesigem Boden zu tun, und wählte die Bepflanzung dementsprechend aus: Pflanzen aus dem Mittelmeerraum und aus Steppengegenden. Daß das Ganze auch toll aussah, versteht sich bei einer englischen Gärtnerin quasi von selbst.

Ich war leider nie da und kenne nur die Bilder aus dem Buch, die ich hier aus urheberechtlichen Gründen nicht einstellen kann.

Jedenfalls sind spätestens nach Erscheinen dieses Buches Kies- oder Schottergärten in Deutschland schwer in Mode gekommen. Leider häufig aus den falschen Gründen. Statt aus der Not eine Tugend zu machen und den vorhandenen mageren Kiesboden attraktiv zu bepflanzen, steht die vermeintliche Pflegeleichtigkeit des Kieses im Vordergrund. Oft sieht das dann so aus, daß das Beet ohne Rücksicht auf die Bodenbeschaffenheit mit irgendetwas bepflanzt wird, und darüber eine Ladung Kies oder Schotter verteilt wird. Fertig !

Letztendlich ist das nur eine Abwandlung der mit Rindenmulch abgedeckten Beete: es soll ordentlich aussehen und wenig Arbeit machen.

In unserem Nachbarstadtteil ist in einer Reihe von Neubauten geradezu eine Seuche von Schottervorgärten ausgebrochen.

geplantergarten1

Hier gab es immerhin eine Art Plan. Die Pflanzen stehen im Vordergrund, ob diese immergrünen Gehölze im Kiesbeet Sinn machen, hat sich wohl niemand gefragt.

Bei den folgenden Bildern geht es wohl nur noch um die Pflegeleichtigkeit der Fläche. Ich gehe jede Wette ein, daß unter dem Schotter eine Plastikfolie liegt, damit kein „Un“kraut durchwächst.

 schotterkopie1

Wahrscheinlich haben sich die Nachbarn zusammengetan und gemeinsam einen großen LKW voll Schotter bestellt.

schotterkopie3

Brr !

schotterkopie2

Zur Erholung ein paar Bilder von professionell angelegten Schotter- und Kiesgärten.

schotterberchigrange

In diesem formalen Garten hat man die Pflanzen nicht in erster Linie nach „trockenheitsliebend“ ausgewählt, sondern aus gestalterischen Gründen. Der deckende Kies dient als dekoratives Element und Mulchersatz. (Berchigrange)

schotterherrmann

Das ist ein Hochbeet mit extra abgemagertem, schottrigen Boden in einem Lehrgarten (Herrmannshof), um trockenheitsliebende Stauden zu zeigen. Eine gute Möglichkeit, wenn man eigentlich lehmigen, nährstoffhaltigen Boden im Garten hat. Es reicht ja nicht, den Schotter obendrauf zu kippen, der Boden muß auch im Wurzelraum mager und wasserdurchlässig sein.

schottergerritsen

Dies ist eine Pflanzung mit Wildstauden, die durch einen einfachen Kniff attraktiv wird: nur gelbblühende Pflanzen und große Lücken mit Kies dazwischen. (Gerritsen)

Merke: Schotter- und Kiesbeete können toll aussehen. Man sollte aber wissen, was man da tut.

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