Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Feldahorn’

Spätfolgen

Eine unerwartete Nebenwirkung des ausgefallenen Winters sind die überall in ungewohnten Mengen sprießenden Ahornkeimlinge.

feldahornbaum

Im hinteren Gartenteil wachsen mehrere große Feldahorne, als Schattenspender und Hängemattenaufhängung im Hochsommer sind sie gerne gesehen.

In den letzten Wintern hatten wir mehr oder weniger lange Dauerfrostperioden, während derer die Ahornsamen von den Vögeln weggepickt wurden. Was dann noch im Frühjahr austrieb, war überschaubar. Leider ist das dieses Jahr anders. Ohne Frost und Schnee fanden die Vögel wohl genug andere Nahrung und haben den Ahornsamen verschmäht. Jatzt wächst das Zeug überall.

In der Wiese fallen die Keimlinge früher oder später dem Rasenmäher zum Opfer, in den Beeten ist Handarbeit angesagt.

keimling2

Die diesjährigen Keimlinge, insbesondere das erste Blattpaar,  sehen noch gar nicht nach Ahorn aus.

feldahorn

Im zweiten Jahr ist schon die für den Feldahorn typische Blattform erkennbar.  das Ausjäten wird schwieriger, da die Stiele zu verholzen beginnen.

Obwohl ich im Garten nur den vergleichsweise „kleinen“ Feldahorn habe,  keimen hier auch Spitzahorn…

spitzahorn

… der Spitzahorn-Mutterbaum wächst im übernächsten Garten…

bergahorn

… und Bergahorn (von der S-Bahn-Linie). Behalten will ich keinen davon. Auf daß der nächste Winter wieder kälter wird und mehr Samen gefressen werden !

Read Full Post »

Tatsächlich, über einen Monat habe ich hier nichts mehr geschrieben. Peiinlich, peinlich…  Erst Urlaub, dann viel Arbeit und dann einfach geschludert.

Immerhin habe ich meinen Garten winterfertig machen können. Im Unterschied zu penibleren Gärtnern beschränkt sich das „fertigmachen“ bei mir auf ein letztes Mal Beete krauten, Laub von der Wiese rechen und auf den Beeten verteilen.  Was heißt „nur“ ? Bei zwei Süßkirschen, drei (großen !) Feldahornen, Buche und Birke des Nachbarn zur Rechten und Pappeln zur Linken kommt da einiges zusammen.  Das Laub schützt das Bodenleben und empfindlichere Pflanzen, hoffentlich kompostiert es an milderen Tagen auch ein wenig.

Sowas wie Rosen kurz schneiden, Obstbaumschnitt, Staudenbeete blank harken und vertrocknete Stauden abschneiden mache ich nicht vor dem Winter. Gestern erst hatte ich ein Gespräch darüber mit einer frischgebackenen Kleingartenbesitzerin. Die Obstbäume in ihrem Garten hatten jede Menge Wasserschosse. Genau die entstehen, wenn man die Bäume im Winter schneidet, da die in Stamm und Wurzeln eingelagerten Speicherstoffe im nächsten Jahr für rasantes Längenwachstum sorgen – leider nicht für den Ansatz von Blüten und Früchten. Ein Sommerschnitt bremst das Längenwachstum.

In den trockenen Staudenstängeln überwintern eine Menge Insekten, deswegen sollten diese bis zum beginnenden Frühling stehenbleiben.  Außerdem bieten sie Schutz vor Kahlfrösten.

Mehr Arbeit steht dann Ende Februar/Anfang März an: Staudenstängel, Rosen und Lavendel schneiden und die Laubdecke von den Beeten räumen.  Aber bis dahin ist ja noch ein bischen Zeit.

Read Full Post »

 Die jungen Obstbäume, die ich vor 2 1/2 Jahren gepflanzt habe (1 Sternrenette, 1 Berlepsch, 1 Sauerkirsche Ludwigs Frühe) sind ordnungsgemäß im Herbst mit Baumanstrich bepinselt worden. Das ist eine Mischung aus Kalk mit allerlei wohltuenden Mikroorganismen (ob die wirklich was bringen, weiß ich nicht). Wichtig ist die Farbe Weiß. Die reflektiert die Sonnenstrahlen und verhindert, daß bei Frost die Sonnen- und Schattenseite eines Baumes stark unterschiedliche Temperaturen haben. Das kann zu Spannungsrisssen in Rinde und Holz führen.

Die alte, riesige Süßkirsche anzumalen hab ich mir erspart, die ist ohnehin seit dem Abriß eines der drei Teilstämme arg geschädigt. Aber daran, die Feldahorne anzustreichen hätte ich nicht gedacht. Das hab ich nun davon:

Ich hoffe doch, daß das wieder zuwächst. An diesm Baum hängt im Sommer meine Hängematte. Ich würde ihn nur ungern verlieren.

Read Full Post »

Man sollte sowas einfach ignorieren. Anderer Leute Gärten sind nicht gut für meine Gesundheit.

Damit meine ich jetzt gar nicht die Gärten, in denen ich beruflich unterwegs bin. Ich meine die Gärten, die man bei Veranstaltungen wie der offenen Gartenpforte sieht. Da bekommt man ein Dutzend neuer Ideen, ist mit dem eigenen Garten plötzlich total unzufrieden, und fängt noch nach Feierabend an, wie eine Wilde umzugestalten und Pflanzen von A nach B zu versetzen.

Einige Beete standen ohnehin schon zur Überarbeitung an. So z.B. das ehemalige Schattenbeet in der hintersten Gartenecke. Seit da letztes Jahr auf dem Nachbargrundstück eine uralte Süßkirsche gefällt wurde, liegt dieses Beet fast den ganzen Tag in der Sonne. Daß mir dort der Waldmeister und das Lungenkraut nicht eingegangen sind, liegt wahrscheinlich nur daran, daß dieser Sommer einfach nicht viel Sonne im Angebot hatte. Also verteile ich sämtliche Schattenpflanzen auf andere, z.T. neu anzulegende Beete. Als Ergänzung (in einem der besichtigten Gärten entdeckt !) die tolle Kombination von winterharten Fuchsien (Fuchsia magellanica) mit weißer Schattenaster (Aster divaricatus). Fuchsien hab ich schon, schnell noch ein paar Astern dazu gekauft.

Noch ein Aha-Moment: Frauenhaarfarn (Adiantum venustum), ein feiner, zierlicher bodendeckender Farn scheint recht robust gegenüber Trockenheit. In einem der besuchten Gärten wuchs er unter einer Walnuß (!) zusammen mit Hirschzungenfarn (Phyllitis scolopendrium). OK., so eine Problemzone habe ich auch, zwar keine Walnuß, sondern nur ein Feldahorn, aber trocken ist es da drunter ebenfalls.  Einige robuste Hosta wachsen bisher dort, Maiglöckchen (Convallaria majalis),  Waldstorchschnabel (Geranium sylvaticum)  und Tränendes Herz (Dicentra spectabilis).  Was Bodendeckendes fehlt noch, und die zierlichen Farnwedel geben einen schönen Kontrast zu den breiten Hosta-Blättern.

Und was mache ich jetzt mit dem ehemaligen Schattenbeet ? Mein Tomatenproblem lösen ? In einem der offenen Gärten hatten die Besitzer aus einer Baustahlmatte einen Tomatenschutz gebaut. Das gefiel mir so gut, daß ich eine Weile daran herumüberlegte. Aber ich bin denn wohl doch eher Zier- als Nutzgärtnerin. Ein Tomatenhaus an dieser Stelle würde – auch wenn es ulkig aussieht – die Aussicht verdecken. Kompromiß: es kommen Erdbeeren dahin, zusammen mit Iris und Königskerzen für den Hintergrund.

Abgesehen von neuen Ideen lernt man bei offenen Gartenpforten nette Leute kennen und manchmal gibt es sogar Kaffee und Kuchen. Eine allerletzte Chance zu Gartenbesichtigungen im Kölner Umland gibt es noch am 17./18. September, und zwar im Bergischen Land. Infos und Gartenadressen findet man hier.

Read Full Post »

Vögel zählen

Eigentlich schade, daß der Schnee weg ist. Abgesehen vom Spaßfaktor war mein Garten im weißen Zustand von wesentlich mehr Vögeln besucht.
Das lag zum einen an den aufgehängten Meisenknödeln, die jetzt leergefuttert sind, zum anderen an den beiden großen Feldahornen. In diesem Winter ist mir zum ersten Mal aufgefallen, wieviele Vögel an den Samen picken.
Wenn ihr mich fragt, je mehr, um so besser ! Um so weniger Ahornsämlinge muß ich im Frühling aus den Beeten rupfen !
Aber scheinbar sind Ahornsamen nur Notnahrung. Seit der Boden wieder offen ist, ist im Ahorn längst nicht mehr soviel Betrieb. Scheinbar findet man jetzt wieder anderswo was zu futtern.
Das hab ich heute bei der Zählung für die „Stunde der Wintervögel“ bemerkt. Von dem Grünfinkenschwarm ließ sich nur ein einziger blicken, die Bergfinken sind überhaupt nicht aufgetaucht und die Kernbeißer hockten in Nachbars Birke. Dafür konnte ich ein Dompfaffenpärchen begrüßen, die sind neu !
Die „üblichen Verdächtigen“ wie Amseln, Blau- und Kohlmeisen waren natürlich anwesend, und zum ersten Mal seit Wintereinbruch hab ich wieder ein Rotkehlchen gesehen. Da Rotkehlchen mit Meisenknödeln nichts anfangen können, hatte ich immer wieder am Komposthaufen Stellen schneefrei gescharrt, damit die kleinen Insektenfresser was zu picken finden. Ich weiß nicht, ob es was genützt hat, gesehen hatte ich keine.
Leider hab ich keine Fotos von den Piepmätzen, da mit meiner kleinen Digikamera auf größere Entfernung keine vernünftigen Bilder zu machen sind. Auf der NABU – Seite kann man sie alle finden.

Read Full Post »