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Rose hört auf Drohung !

Viele Leute sprechen mit ihren Pflanzen. Ich nehme mal an, daß sie ihnen gut zureden, oder ihnen vielleicht erzählen, was sie gerade mit ihnen machen (gießen, düngen, schneiden…), ich weiß es nicht. Derart tiefsinnige Unterhaltungen führe ich mit meinen Katzen, obwohl die weder gedüngt noch geschnitten werden, und auch vom Wasser nur mäßig begeistert sind.

Im letzten Winter hatte ich der Kletterrose „Mermaid“ mit Radikalentfernung gedroht, wenn sie nicht endlich statt immer nur Stacheln auch mal eine nennenswerte Menge Blüten produziert. Und siehe da: es hat funktioniert.

mermaidDie Mermaid ist im Unterschied zu den meisten alten Rosen ein Dauerblüher, sie blüht (hoffentlich) den ganzen Sommer über. Knospen sind jedenfalls reichlich dran.

Nach diesem Erfolg hab ich als nächstes  der  „Gloire de Jardin“ die Rodung angekündigt, falls sie sich nicht entscheidet, ob sie nun eine Strauch- oder eine Kletterrose sein will. Für eine Strauchrose fällt sie zu sehr auseinander und muß ständig angebunden werden, für eine Kletterrose ist sie zu buschig.

gloiredejardin

Von dem Zaun da kommt sie jedenfalls weg.

Und mit dem Apfelbäumchen „Rote Sternrenette“ sollte ich auch mal ein ernstes Wort reden. Der weigert sich konsequent zu blühen, geschweige denn zu fruchten. Obwohl der Fehler wohl eher bei mir liegt. Daß diese Apfelsorte eher feuchten, tiefgründigen Boden braucht, hatte ich erst recherchiert, als der Baum schon stand.

Egal. Vielleicht sollte der Apfel in den Biogarten umziehen. Die haben jedenfalls feuchten Boden. Und vielleicht spricht da ja auch jemand freundlich mit den Pflanzen.

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Januar 2011 – Januar 2012

So, ein Jahr habe ich bisher hier gebloggt. Es erfordert etwas an Selbstdisziplin, wenigstens einen Post pro Woche zu produzieren, aber bringt auch ein gewisses Erfolgserlebnis. Vor allem, wenn ich über die Statistiken mitbekomme, daß Leute hier gezielt nach Informationen suchen und sie (hoffentlich) auch finden.

Zum ausführlichen Resumee im Garten schreib ich die Tage noch was, hier nur mal zwei Vergleichsbilder:

Mein Garten am 4.1.2011

Mein Garten am 4.1.2012

… und dieses erste vorwitzige Schneeglöckchen ist auch schon wieder da. 2011 zeigte es sich am 20. Januar, unmittelbar nachdem der Schnee weg war. Alle anderen Schneeglöckchen kamen deutlich später, so ab Mitte Februar. Ich nehme an, daß sich hier eines einer anderen Sorte eingemogelt hat.

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Am Sonntag, den 30.10. findet von 11 – 14 Uhr nochmal eine Pflanzentauschbörse statt. Diesmal nicht im Biogarten Thurner Hof, sondern in der Flora. Veranstalter sind – wie bei der Maitauschbörse auch – Biogarten und Flora/Botanischer Garten gemeinsam. Getauscht werden kann alles, was Pflanze ist, im Herbst liegt erfahrungsgemäß ein Schwergewicht auf Sämereien. Stauden und Zimmerpflanzen gehen natürlich auch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, ebensowenig wie eine Standgebühr.

Wer nichts zu tauschen dabei hat, kann Pflanzen gegen eine Spende zugunsten des Vereins „Zartbitter“ bekommen. Man kommt am besten über den Nebeneingang Amsterdamer Straße aufs Gelände, die Tauschbörse ist rechts herum in dem teilweise überdachten Gang zwischen Tropenhaus und gemäßigtem Warmhaus. Ein Besuch der Flora lohnt sich natürlich auch jenseits der Tauschbörse, aber dazu schreibe ich ein anderes Mal.

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Apfelernte um 100% steigern…

😉 …ist zugegebenermaßen nicht besonders schwer, wenn es sich bei dem Apfelbaum um ein Bäumchen handelt, was ich vor zwei Jahren geschenkt bekommen und eingepflanzt habe. Es handelt sich um einen Halbstamm, Golden Delicious, als Topfware.  Im ersten Jahr 2010 gab es drei Äpfel, diese Jahr glatte sechs.

Ich hätte mir keinen Golden Delicious ausgesucht, diese Apfelsorte bekommt man ja überall im Supermarkt. Aber er schmeckt ganz lecker. Der zweite Apfelbaum, den ich mir selber gekauft habe, ist eine Rote Sternrenette als Hochstamm. Den hatte ich auch 2009 gepflanzt, war aber wurzelnackt und trägt wahrscheinlich deshalb noch keine Früchte. Rote Sternrenette ist eine seltenere Sorte, soll sehr gut schmecken und v.a. an Sandboden angepaßt sein.  Ich bin gespannt, wann an diesem Baum die ersten Äpfel hängen.

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Allerlei Iris

Die Iris oder Schwertlilie hat ihren Namen von der griechischen Göttin des Regenbogens. Nicht ohne Grund, denn ebenso vielfarbig kommen die meist üppigen Irisblüten daher.  Im Garten am häufigsten anzutreffen sind sicher die hohen Bart-Iris (Iris barbata). Sie brauchen einen humosen, durchlässigen, sonnigen Standort. Einige davon habe ich im Hochbeet vor der Terrasse.

Von der weißen Iris links weiß ich sogar den Sortennamen : White Cliffs of Dover

Iris haben sechs Blütenblätter, drei stehen hoch und bilden den sogenannten Dom, drei sind Hängeblätter. Dom und Hängeblätter sind bei den Bart-Iris häufig unterschiedlich gefärbt, wie bei der blauen Blüte im Vordergrund.  Es gibt unzählige Sorten Bart-Iris.

Weniger bekannt sind einige alte Sorten, typische Bauerngartenpflanzen wie hier die Bunte Iris (Iris variegata)

oder die gelbe Iris (Iris flavescens)

Mein persönlicher Favorit in diesem Jahr ist die Pflaumen-Iris (Iris graminea). Optisch macht sie nicht viel her, die Blüte ist recht klein und steht unter dem grasartigen Laub. Aber sie duftet tatsächlich intensiv nach Pflaumen.

In den Vorgarten habe ich die dunkelblaue Wieseniris gepflanzt (Iris sibirica). Ich weiß noch nicht, ob sie sich dort hält, da die Wieseniris feuchten oder zumindest frischen Boden braucht. In meinem früheren Garten war der Boden sehr lehmig und hat die Feuchtigkeit gut gehalten. Daher stammt auch dieses Foto mit üppigen Wieseniris:

Hinten Iris sibirica, im Vordergrund die Holunder-Iris (Iris sambucina)

Da in meinem jetzigen Garten der Boden sehr sandig ist, habe ich mir die leuchtendgelbe Sumpf-Iris (Iris pseudacorus)  verkniffen. Sie steht am liebsten mit den Füßen ganzjährig im Wasser. Man findet sie recht häufig wild an naturbelassenen Teichen und Bachrändern.

Auch die blassblaue Iris pallida (den deutschen Namen weiß ich nicht) werde ich nicht noch einmal pflanzen. sie wächst zwar so ziemlich überall, macht sich aber in kurzer Zeit extrem breit.

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Bambuswucherungen

In letzter Zeit werde ich häufig mit Anfragen über ausgeuferten Bambus konfrontiert.  Meistens handelt es sich dabei um Bambus der Gattung Phyllostachys, den hohen Gartenbambus. Es gibt sehr schöne Phyllostachys-Sorten,  mit gelben, schwarzen oder sogar gestreiften Halmen. Sie können bis zu sechs Meter hoch werden und die einzelnen Halme können einen Durchmesser von über fünf cm erreichen. Phyllostachys ist gut frosthart und bleibt – vorausgesetzt er steht nicht zu trocken – auch im Winter grün.

Die ideale Pflanze für den etwas größeren Garten, sollte man meinen. Aber aufgepaßt: Phyllostachys WUCHERT ! Ebenso wie jede andere Bambus-Gattung außer Fargesia !

Bis vor etwa 10-15 Jahren war Fargesia die im Privatgarten üblicherweise verwendete Gattung. Etwa zwei Meter hoch, horstbildend und deshalb problemlos zu handhaben, wurde dieser Bambus zur beliebten Modepflanze.

Dann begannen innerhalb von zwei Jahren alle Fargesia-Arten und Sorten zu blühen und starben kurz danach ab. Das lag daran, daß Bambus einen sehr langen Blühzyklus hat – 50 bis 90 Jahre und die Pflanze nach der Samenreife abstirbt. Innerhalb dieses Zyklus vermehrt Bambus sich nur vegetativ, also über Ausläufer. Offenbar stammten sämtliche Gartenformen der Gattung Fargesia von nur sehr wenigen aus Asien importierten und vegetativ weitervermehrten Exemplaren ab. Es dauerte einige Jahre, bis aus diesen Samen neue Fargesien in verkaufsfertiger Größe herangewachsen waren. Da nach wie vor Bedarf an Bambus bestand, brachten Baumschulen und Gartencenter in der Zwischenzeit die Phyllostachys-Arten auf den Markt. Und hier begann das Problem.

Ob aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit wurden viele dieser neuen Bambus-Arten ohne Wurzelsperre gepflanzt. Das ist eine 50-70 cm breite Bahn aus verstärktem Kunststoff, die durch eine Schiene zu einem Ring verschlossen wird. Dieser Ring wird um die Bambuspflanze herum so eingegraben, daß etwa 10 cm oben herausschauen. Die ersten 2-4 Jahre sieht der frischgebackene Bambusbesitzer den Sinn dieser Maßnahme nicht. Denn anfangs schiebt der Phyllostachys nur ein paar neue Halme und  bleibt brav an seinem Platz. Die Ausläuferbildung beginnt einige Jahre später. Ohne Wurzelsperre tauchen auf einmal Bambushalme an Orten auf, wo sie nicht hingehören, die u.U. drei bis vier Meter von der Originalpflanze entfernt stehen. Und dann wird es eklig. Phyllostachys-Ausläufer roden ist eine schweißtreibende und undankbare Arbeit, ebenso wie der nachträgliche Einbau einer Wurzelsperre.

Mittlerweile gibt es übrigens wieder ansehnliche Fargesia-Arten zu kaufen, die keine Ausläufer bilden.

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Katzen-Minze

Mit dem milderen und sonnigen Wetter sprießt auch die Katzenminze. Schon die allerersten Blättchen erregen sofort das Interesse der Dame des Hauses.

Es handelt sich hierbei nicht um die üppig blaublühende, silberblättrige Nepeta faassenii, die umgangssprachlich auch Katzenminze genannt wird.  Die habe ich in die Staudenbeete gepflanzt, zu einer weißen Rose und Zwergastern, und ist für meine Katzen uninteressant.

Was hier im Topf wächst,  ist Nepeta cataria, die Echte Katzenminze. Aus gutem Grund habe ich sie nicht in die Beete gepflanzt, da sie eine Lizenz zum wuchern hat, Die Blüten sind eher unscheinbar und die intensiv duftenden Blätter lassen sich als Teeaufguß verwenden. Sofern die Hausherrin noch etwas davon übrig lässt…

 

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