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Posts Tagged ‘Wolfsmilch’

…nein, hier geht es nicht um irgendwelche europaweiten Sangeswettbewerbe. Hier wird nur die gartenweit frühestblühende Rose prämiert…

…Rosa spinonissima „Red Nelly“, eine echte Wucherin mit Wurzelausläufern. In diesem kleinen Beet ist sie zum Glück eingesperrt und konkurriert nur mit Lavendel und Akelei. Duftet aber und sieht hübsch aus. Hier erkennt man es nur ansatzweise, die Blütenblätter sind außen silbrigrosa.

…und die frühestblühende Schwertlilie, Iris flava. Ein glücklicher Zufall hat mich dahinter die Wolfsmilch pflanzen lassen. Sieht zusammen besonders gut aus.

Normalerweise blühen sowohl die Rose wie auch die Iris schon Anfang Mai. aber wir hatten hier Ende April noch Nachtfrost und sogar letzte Woche lagen die Nachttemperaturen noch bei 1,5 °C. Für Köln ist das quasi Eiszeit.

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Nach längerer Pause folgt hier der nächste Teil unserer Gartenreise ins Elsaß. Der Jardin du Berchigrange befindet sich ca. 40 km westlich von Colmar, in der Nähe des Städtchens St. Die.  Angelegt wurde der Garten von einem gartenbegeisteten Paar vor etwa 20 Jahren, und wird immer noch erweitert.

Auf 600 Höhenmetern haben die beiden verschiedene Teilgärten angelegt:   Den Wassergarten, der von einem in mehrere Arme und Rinnsale geteilten Bach durchflossne wird, und in dem vor allem der spektakuläre blaue Scheinmohn (Meconopsis betonicifolia) ins Auge fällt:

Blauer Scheinmohn ist eine sehr anspruchsvolle Staude. Er braucht hohe Luftfeuchtigkeit, humosen, aber lockeren und durchlässigen Boden, und verträgt keine Temperaturextreme.  Obendrein wird er gerne von Schnecken gefressen. In meinem Bekanntenkreis gibt es niemanden, der  blauen Mohn länger als ein Jahr kultivieren konnte. Wegen der einzigartigen Farbe, die wie himmelblaues Seidenpapier wirkt, versucht es immer wieder mal jemand.

Auch blauen Lerchensporn (Corydalis flexuosa) sieht man sonst nicht allzuoft. Hier in Kombination mit rosafarbener Etagenprimel.

Immer noch im Wassergarten:  diese Farbkombination ist – gewöhnungsbedürftig ? Geschmackssache ? Auf jeden Fall ausgefallen.

Die fast schwarze Schwertlilie ist eine Iris sibirica. Bei der gelblaubigen Kontrastpflanze mußte ich zweimal hinschauen, es ist tatsächlich eine Himbeere.  Ob da jemals Beeren dran kommen ?

Sogar Orchideen werden in diesem luftfeuchten Gartenteil kultiviert. Dieses dürfte eine Stendelwurz sein.

Hier vermute ich eine Iris graminea, die duftende Pflaumen-Iris.

Im Rosengarten faszinierte mich besonders die Stacheldraht-Rose (Rosa pterocarya) mi ihrem eigenwilligen Wuchs.

Auch in den Staudenbeeten gab es gewagte Farbkombinationen. Die orange Wolfsmilch (Euphorbia griffithi „Dixter“)…

… kombiniert mit der lila Duftnessel (Agastache ???)

Das Heckenlabyrinth – in Form einer Ritterburg geschnittene Hainbuchen, und so groß, daß man sich tatsächlich drin verlaufen kann.

Direkt daneben liegt der Felsgarten.

Hier hatte es mir besonders die Teufelskralle (Phyteuma ???) angetan.

Schade nur, daß die vielen ausgefallenen Arten und Sorten nicht beschildert waren.  Gut, dies ist kein Lehr-sondern ein Liebhabergarten.  Aber leider gab es auch in der dazugehörigen Gärtnerei nur einen kleinen Ausschnitt der hier gezeigten Pflanzen käuflich zu erwerben. Nicht, daß ich noch einmal einen Versuch mit dem blauen Mohn unternommen hätte.  Aber der blaue Lerchensporn hätte mich schon gereizt.

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Diesen Juni habe ich mit einigen Gärtnerkolleginnen eine selbstorganisierte Gartenreise ins Elsaß unternommen. Einige der Gärten möchte ich hier vorstellen. Los geht es – noch in Deutschland – mit dem Sichtungsgarten Herrmannshof in Weinheim.

Hier werden Pflanzenkombinationen für unterschiedliche Standorte ausprobiert und über mehrere Jahre beobachtet. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den in letzter Zeit in Mode gekommenen Präriepflanzungen mit nordamerikanischen Großstauden.

Salbeiarten, Roter Sonnenhut, Knautie, Königskerzen und virginischer Ehrenpreis sind jetzt die dominierenden Arten. Später im Jahr kommen  Sonnenbraut, Zierdisteln und diverse Gräser dazu. Diese Pflanzungen sollen sehr pflegeleicht sein, sind aber nur etwas für den größeren Garten.

Der virginische Ehrenpreis gedeiht auch auf feuchterem Boden. Hier zusammen mit Baldrian.

Eine Steppenpflanzung auf extrem trockenem, sandigen Boden….

….mit Salbei und Wolfsmilch.

In schattig-waldigen Ecken hat man hier Türkenbund-Lilien gepflanzt. Eine schöne Sache ! Normalerweise blüht in waldigen Gartenpartien im Frühsommer nicht mehr viel, nachdem die Frühjahrsgeophyten eingezogen sind.

Die Knautienwiese hier wirkt wie Wildwuchs….

…. und das letzte Bild ist Wildwuchs….

…. und hat nichts mit dem Herrmannshof zu tun: Natterkopf und Klatschmohn aus der Dellbrücker Heide. Trotzdem schön und garantiert pflegeleicht. Leider kann man so etwas im Garten kaum nachbauen, da der normale Gartenboden viel zu nährstoffhaltig ist.

Teil 2 folgt.

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Zur Abwechslung möchte ich einige Pflänzchen vorstellen, die sich von selbst in meinem Garten eingefunden haben, aber durchaus erwünscht sind. Dazu gehören die Buschwindröschen, die langsam aber sicher den Grenzbereich zum rechten Nachbarn übernehmen. Eigentlich eigenartig, Buschwindröschen gehören nach meiner Auffassung in kühl-schattig-feucht-humose Buchenwälder, und nicht auf diesen sandigen Heideboden. Mittlerweile habe ich den Garten mit größeren Mengen Kompost aufgepeppt, aber die Buschwindröschen waren vor mir da, und meine Vorgängerin hat nachweislich nichts im Garten getan.

Vor mir da war auch schon die Zypressenwolfsmilch (Euphorbia cyparissias), die sich gut ins Patchworkbeet einfügt.

Überall, nicht nur in meinem Garten,  blühen im Moment Gundermann oder Gundelrebe (Glechoma hederifolium)

und Knoblauchsrauke (Alliaria petiolaria). Beide riechen intensiv, wenn man die Blätter zerreibt. Man kann sie als Würzkräuter an Salat oder in den Kräuterquark geben.

Von der allgemeinen Fuchsbandwurmparanoia halte ich übrigens nichts. Es gibt so wenige Infektionen damit, und die genauen Übertragungswege sind unklar, daß die Chance vom Blitz erschlagen zu werden, höher ist. Meiner Meinung nach kann man Wildkräuter und -beeren problemlos essen, wenn man sie nicht gerade an Hundepinkelstellen pflückt, also etwas von den Spazierwegen ab in die Botanik geht. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Pflanzen erst zu Hause nach gründlichem Waschen essen.

Viel wichtiger ist es, genau zu wissen was man da pflückt. Giftig ist z.B. das Schöllkraut (Chelidonium majalis). Hier leider noch ohne die gelbe Blüte, aber dank der typischen Blätter auch so gut zu erkennen.

In meinem Garten darf es aus zwei Gründen bleiben. Einmal weil es einfach hübsch ist, und zum anderen, weil der gelbe Milchsaft ein traditionelles Heilmittel gegen Warzen ist.

Einfach hübsch ist auch das kriechende Zymbelkraut (Cymbalaria muralis). Auf den ersten Blick ähnelt es dem Gundermann, läßt sich aber am Geruch unterscheiden: zwischen den Fingern zerrieben riecht das Zymbelkraut nur schwach nach Gras.

Wenn es irgendwo zuviel rumkriecht (an schattigen Stellen) kann man leicht etwas davon abreißen. Erstaunlicherweise hält es sich auch in der Sonne.

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Die Wolfsmilchgewächse, botanisch Euphorbia, geben wunderschöne und etwas ungewöhnliche Gartenstauden ab. In meinem Garten blühen gerade drei verschiedene Arten.

Rechts oben sieht man die mandelblättrige Wolfsmich (Euphorbia amygdaloides purpurea), mit den blassgelben Blüten und dem rötlichen Laub. Unmittelbar darunter blüht die Vielfarbige Wolfsmilch (Euphorbia polychroma) leuchtendgelb. Das mickrige orange Pflänzchen rechts daneben ist eine weitere Wolfsmilch, deren deutschen Namen ich nicht kenne, botanisch Euphorbia griffithii „Dixter“. Ich hoffe sehr, daß sie in meinem Hochbeet noch etwas besser gedeiht, denn im ausgewachsenen Zustand ist diese Pflanze ein optischer Knaller.

Dies ist die Walzenwolfsmilch (Euphorbia myrsinites), die noch mehr als die beiden anderen Arten einen trockenen, sonnigen Standort braucht.

Es gibt auch wilde Wolfsmilch-Arten, die ausgesprochen attraktiv aussehen, z.B. hier die nadelblättrige Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias).

In meinem Garten wuchs sie halbschattig unter einer Wildpflaume, ich habe sie stehengelassen und ein Halbschattenbeet drumherum angelegt. Dies ist übrigens ein Foto vom letzten Jahr, die nadelblättrige Wolfsmilch blüht erst im Juni.

Von dieser weiß ich den Namen leider nicht. Das Foto ist bei einer Wanderung in der Eifel entstanden. Aber hübsch anzuschauen ist sie allemal.

Achtung ! Alle Wolfsmilcharten sind giftig, und der Milchsaft kann bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen. Das gilt auch für die Wolfsmilch, die mit Sicherheit jeder kennt: den Weihnachtsstern.

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