Zur Abwechslung möchte ich einige Pflänzchen vorstellen, die sich von selbst in meinem Garten eingefunden haben, aber durchaus erwünscht sind. Dazu gehören die Buschwindröschen, die langsam aber sicher den Grenzbereich zum rechten Nachbarn übernehmen. Eigentlich eigenartig, Buschwindröschen gehören nach meiner Auffassung in kühl-schattig-feucht-humose Buchenwälder, und nicht auf diesen sandigen Heideboden. Mittlerweile habe ich den Garten mit größeren Mengen Kompost aufgepeppt, aber die Buschwindröschen waren vor mir da, und meine Vorgängerin hat nachweislich nichts im Garten getan.
Vor mir da war auch schon die Zypressenwolfsmilch (Euphorbia cyparissias), die sich gut ins Patchworkbeet einfügt.
Überall, nicht nur in meinem Garten, blühen im Moment Gundermann oder Gundelrebe (Glechoma hederifolium)
und Knoblauchsrauke (Alliaria petiolaria). Beide riechen intensiv, wenn man die Blätter zerreibt. Man kann sie als Würzkräuter an Salat oder in den Kräuterquark geben.
Von der allgemeinen Fuchsbandwurmparanoia halte ich übrigens nichts. Es gibt so wenige Infektionen damit, und die genauen Übertragungswege sind unklar, daß die Chance vom Blitz erschlagen zu werden, höher ist. Meiner Meinung nach kann man Wildkräuter und -beeren problemlos essen, wenn man sie nicht gerade an Hundepinkelstellen pflückt, also etwas von den Spazierwegen ab in die Botanik geht. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Pflanzen erst zu Hause nach gründlichem Waschen essen.
Viel wichtiger ist es, genau zu wissen was man da pflückt. Giftig ist z.B. das Schöllkraut (Chelidonium majalis). Hier leider noch ohne die gelbe Blüte, aber dank der typischen Blätter auch so gut zu erkennen.
In meinem Garten darf es aus zwei Gründen bleiben. Einmal weil es einfach hübsch ist, und zum anderen, weil der gelbe Milchsaft ein traditionelles Heilmittel gegen Warzen ist.
Einfach hübsch ist auch das kriechende Zymbelkraut (Cymbalaria muralis). Auf den ersten Blick ähnelt es dem Gundermann, läßt sich aber am Geruch unterscheiden: zwischen den Fingern zerrieben riecht das Zymbelkraut nur schwach nach Gras.
Wenn es irgendwo zuviel rumkriecht (an schattigen Stellen) kann man leicht etwas davon abreißen. Erstaunlicherweise hält es sich auch in der Sonne.





















