Seit Ende 2008 bewohne ich diesen Garten (nebst dazugehörigem Häuschen) am Rande von Köln. Der Hintergarten hat etwa 450 m², der Vorgarten 40 m². Wir haben sehr leichten, sandigen Boden mit geringer Wasserhaltekraft und dünner Humusschicht. Von Natur aus wäre hier Heidegebiet.
Der Garten war sehr vernachlässigt, als ich ihn übernahm, die gesamte hintere Hälfte war verwaldet. Der Vorgarten wurde von einer großen Blaufichte dominiert.
Obwohl ich den waldartigen Charakter des hinteren Gartenteils erhalten wollte, mußte doch einiges gefällt werden. Auch die Blaufichte im Vorgarten ging gar nicht.
Unter den verbleibenden Bäumen (3 Feldahorne, 2 Wildpflaumen, eine große alte, leider auch ziemlich morsche Süßkirsche) habe ich einige ergänzende Wildsträucher wie Pfaffenhütchen, Kornelkirsche und Holunder gepflanzt. Weißdornsträucher, Liguster und einen großen alten Rhododendron gab es schon.
Ich habe einige Beete für Schatten- und Halbschattenstauden angelegt. und dazwischen Wiese eingesät. Nachdem im letzten Jahr der Nachbar eine ebenfalls morsche Süßkirsche und eine Birke an der Grundstücksgrenze fällen ließ, liegen zwei der Beete auf einmal in der vollen Sonne.
Auf dem erhöhten Beet im Hintergrund hatte ich ursprünglich Lungenkraut (Pulmonaria saccharata), Waldmeister (Galium odoratum), Funkien (Hosta) und eine Lenzrose (Helleborus orientale). Auf dem vorderen Beet hatte ich Purpurglöckchen (Heuchera) mit verschiedenen Laubfarben, rote Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides) und violetten Storchschnabel (Geranium magnificum) gepflanzt. Der Fingerhut (Digitalis purpurea) ist von alleine gekommen.
Ehemalige Schattenbeete im Winter 2011/12
Die Purpurglöckchen im vorderen Beet stecken die verstärkte Sonne ganz gut weg. Das hintere Beet habe ich komplett umgestaltet. Hier ist es jetzt sonnig genug für Erdbeeren, Königskerzen (Verbascum thapsus und V. nigrum), Steinsame (Buglossoides purpurea), und sonnenliebende Storchschnäbel (Geranium dalmaticum und G. subcaulens “Ballerina”). Die Veränderung gefällt mir gut, der Garten wirkt viel größer als er eigentlich ist. Auch in belaubtem Zustand kann man auf einmal weit schauen.
An die Gartengrenze links habe ich einen Kastanienstaketenzaun gesetzt. Er wirkt leicht und dient als Rankhilfe für Kletterrosen und Bohnen im Gemüsebeet. Weiter hinten an der Grenze ist ein Beerenbeet mit Johannis-, Stachel-, Him-, und Blaubeeren entstanden. Die Blaubeeren tun sich etwas schwer, ich befüchte, der sandige Boden bekommt ihnen nicht.
An der rechten Gartengrenze steht ein uralter gefüllter Flieder (Syringa vulgaris, unbekannte Sorte) mit umwerfenden Duft und eine Reihe Bauernjasmin (Philadelphus coronarius), davor habe ich ein großes Staudenbeet angelegt.
Der vordere Gartenteil ist sonnig. Hier habe ich das Gemüsebeet, es gibt mehrere Beete für Sonnenstauden und ein Steinbeet unmittelbar an der Terrasse.
Viele Schlüsselblumen (Primula elatior) im April 2011
Das Steinbeet im Juli 2010. Die Dahlie vor dem Fenster wurde leider inzwischen von Schnecken gefressen.


